Neustart nach dem Übergangsjahr
Die vergangene Saison fing für das Williams-Team bescheiden an, hat aber ab Saisonmitte eine positive Wendung genommen. Das Highlight war sicher Nico Hülkenbergs Pole Position in Brasilien, viel wichtiger für das Team waren jedoch die konstanten Ergebnisse in den Punkten, für die besonders Altmeister Rubens Barrichello gesorgt hat. Der Lohn war ein sechster Platz in der Konstrukteurs-WM. Damit kann das englische Traditionsteam leben, denn 2010 war für Williams von vornherein als Übergangsjahr geplant. Doch nun wollen die Briten wieder durchstarten – und setzen dabei auf ihre Kernkompetenz: das Energie-Rückgewinnungssystem KERS.
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- Beim neuen Williams-Cosworth FW33 ist das Sieben-Gang-Schnellschaltgetriebe - das kleinste, das Williams je gebaut hat - mit der hinteren Radaufhängung verknüpft.
KERS – die Williams-Kernkompetenz
Seit dieser Saison ist die Hybridtechnik wieder erlaubt. Williams verspricht sich viel von der Technologie, die in der eigenen Fabrik produziert wird und im FW33 unter dem Benzintank platziert ist. „Das Auto ist nun zwar länger als das letztjährige, aber die Vorteile überwiegen das Negative“, sagt Technik-Direktor Sam Michael. „Angenommen, man erreicht das Mindestgewicht von nun 640 Kilogramm, hat das KERS-System keinen Nachteil. Im Gegenteil:Es bringt etwa 0,3 Sekunden pro Runde und hilft enorm beim Start.“
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- Altmeister Rubens Barrichello hatte die große Ehre, beim Testauftakt in Valencia am 1. Februar die Jungfernfahrt zu absolvieren.
Früher Entwicklungsbeginn
Williams hat mit der Konstruktion des FW33 sehr früh angefangen. Die Aerodynamiker haben bereits im Dezember 2009 losgelegt, die mechanischen Komponenten haben die Ingenieure seit März 2010 entwickelt. Im Juni, nachdem der Weltverband FIA die endgültigen Regeln verabschiedet hat, habendie Briten das Design festgelegt. Das neue, mit der hinteren Radaufhängung verknüpfte Sieben-Gang-Getriebe – das kleinste, das Williams je gebaut hat –, lief seit September auf dem Prüfstand. Im November war das erste Aerodynamik-Paket fertig.
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- Williams verspricht sich viel von der KERS-Technologie, die in der eigenen Fabrik produziert wird und im FW33 unter dem Benzintank platziert ist.
Neues Kapital dank des Börsengangs
Auch in anderen Bereichen beginnt für das Williams-Team 2011 eine neue Zeitrechnung. Die Firma von Frank Williams und Patrick Head geht an die Börse. Hintergrund: Um dauerhaft mit den Werksteams konkurrieren zu können, will man dort neues Kapital generieren, denn auch 2011 sieht es für Williams an der Sponsorenfront nicht sehr rosig aus. Frank Williams, der betont hat, stets die Mehrheit an der Firma in eigenen Händen halten zu wollen, sieht gute Erfolgschancen für diesen Schritt. Denn Williams will das selbst entwickelte Hybridsystem nicht nur im eigenen Formel 1-Auto einsetzen, sondern auch an andere Rennteams und sogar an die Autoindustrie verkaufen. Für einen sofortigen Geldfluss auf das Williams-Firmenkonto sorgt der neue Pilot Pastor Maldonado. Der Venezolaner verdrängt Nico Hülkenberg und bringt einige Millionen an Sponsorengeldern mit.

