Premiere bei HRT: Testfahrten vor der Saison
Was ist das für ein Chaos in der Vorbereitung auf die letzte Saison: Massive Geldprobleme samt Besitzerwechsel sorgen dafür, dass der HRT F1-Rennstall, der kurz zuvor noch Campos Racing heißt, gerade noch ein Auto auf die Räder stellen kann. Die Spanier schaffen es soeben, den Boliden beim Saisonauftakt in Bahrain an den Start zu bekommen. Testfahrten? Fehlanzeige. Entsprechend erfolglos ist die Mannschaft in der Saison 2010, baut das mit Abstand langsamste Auto. Dass HRT die Konstrukteurs-WM nicht auf dem letzten Platz abschließt, haben sie einzig der Unzuverlässigkeit des Virgin-Renners zu verdanken. Doch nun soll alles anders werden…
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- Der HRT F1-Cosworth F111 bietet reichlich Platz für Sponsorenlogos. Bisher stechen neben dem farbenfrohen Outfit nur die zahlreichen Embleme des indischen Tata-Konzerns ins Auge.
Bunt trotz fehlender Sponsoren-Logos
Natürlich schwimmen Teamchef Colin Kolles und Besitzer José Ramon Carabante auch jetzt nicht im Geld. Im Gegenteil, der F111 bietet noch reichlich Platz für Sponsorenlogos. Bisher stechen neben dem farbenfrohen Outfit aus der Feder des Künstlers Daniel Simon - das triste Grau des 2010er Autos gehört der Vergangenheit an - nur die zahlreichen Embleme des indischen Tata-Konzerns ins Auge.Aber immerhin ist der Renner für die 2011er Saison rechtzeitig fertig, um an den zweiten Testfahrten, die vom 10. bis 13. Februar in Jerez stattfinden, teilzunehmen. Damit sind die Spanier genauso früh oder spät dran wie WM-Favorit McLaren-Mercedes, das ambitionierte Force India-Team oder der Hauptkonkurrent aus dem letzten Jahr, Marussia-Virgin. In dieser Hinsicht sind die Voraussetzungen, nicht von vornherein auf einen Platz am Ende des Feldes abonniert zu sein, also gar nicht so schlecht.
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- Während das Design der Seitenkästen dem des Vorgängermodells stark ähnelt, zeigen sich fast alle Flügel, Leitbleche und die Motorabdeckung deutlich überarbeitet.
Newey-Protegé als Technischer Direktor
Der F111 hat mit dem Vorgängermodell, das von Dallara stammte, nur noch wenig gemein. Die italienische Rennwagenschmiede ist inzwischen nicht mehr an Bord, das neue Auto stammt aus der Feder von Chefdesigner Paul White und dem Technischen Direktor Geoff Willis.Dieser hat sich als ehemaliger Gefolgsmann vonStardesigner Adrian Newey bei Williams, McLaren und Red Bull einen exzellentenRuf in der Formel 1 erworben, und seine Handschrift ist beim F111 deutlich erkennbar. Der Bolide sieht auf den ersten Blick schlanker und dynamischer aus als das Vorgängermodell, obwohl es sich nur um eine Übergangslösung handelt. „Der F111 ist nur ein erster Schritt“, sagt Teampräsident Carabante. „Wir planen mehrere Updates im Laufe der Saison.“
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- Die italienische Rennwagenschmiede Dallara ist inzwischen nicht mehr an Bord, das neue Auto stammt aus der Feder von Chefdesigner Paul White und dem Technischen Direktor Geoff Willis.
F111 mit Hakennase
Im Gegensatz zu den meisten anderen 2011er Formel 1-Autos trägt der HRT F1-Cosworth F111 die Nase recht weit unten. Während das Design der Seitenkästen dem des Vorgängermodells stark ähnelt, zeigen sich fast alle Flügel, Leitbleche und die Motorabdeckung deutlich überarbeitet. Das Energie-Rückgewinnungssystem KERS ist zwar noch nicht an Bord, aber das Auto verfügt über den neuen verstellbaren Heckflügel. „Wir sind wirklich stolz auf das Auto“, sagt Carabante. Colin Kolles pflichtet seinem Boss bei: „Der F111 bedeutet für Hispania Racing einen deutlichen Schritt nach vorn“, sagt der Teamchef. „Wir haben uns vor dem Start der neuen Saison deutlich verbessert.“
Das Auto für die ersten Testfahrten steht also bereit. Fehlt nur noch ein Fahrerduo, das den F111 weiterentwickeln kann. Bisher ist nur der Inder Narain Karthikeyan, der 19 wenig glorreiche Rennen auf dem Buckel hat, als Fahrer bestätigt. Ganz ohne Chaos geht es bei HRT in der Saisonvorbereitung offenbar doch nicht.

