Millionen aus Mexiko
Was die Farbgebung anging, hat das Team Sauber in der vergangenen Saison seinem Namen alle Ehre gemacht. Allerdings nicht ganz freiwillig, denn Teamchef Peter Sauber hat einfach keine Sponsoren für die 2010er Saison auftreiben können. Die blütenreine Weste hat nun allerdings ausgedient: 2011 ist das Auto deutlich bunter, neue Geldgeber verbessern die finanziellen Möglichkeiten enorm. Diese kommen fast ausschließlich aus Mexiko; der neue Pilot Sergio Perez bringt einige Millionen aus seinem Heimatland mit. Die nun fleißig sprudelnde Geldquelle soll dafür sorgen, dass das Team den Aufwärtstrend zum Ende der vergangenen Saison beibehält und sich im Mittelfeld nach vorne arbeitet.
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- Der neue Sauber-Ferrari C30 trägt seine spitze Nase immer noch sehr weit oben. Dagegen wirken die Seitenkästen nun etwas kantiger, das Heck schlanker, und der Heckflügel ist mit nur einer Halterung am Chassis befestigt.
Schwächen konsequent ausgemerzt
Am Design des Autos scheint sich auf den ersten Blick nicht besonders viel geändert zu haben – zumindest an der Front. Der Bolide trägt seine spitze Nase immer noch sehr weit oben. Dagegen wirken die Seitenkästen nun etwas kantiger, das Heck schlanker, und der Heckflügel ist mit nur einer Halterung am Chassis befestigt. Laut Technikchef James Key hat die Schweizer Truppe die Schwächen des 2010er Autos, das noch unter BMW-Regie konstruiert worden ist, konsequent ausgemerzt. Das Auto soll nun deutlich leichter zu verstehen sein und berechenbarer auf Abstimmungsänderungen reagieren.
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- Kamui Kobayashi (links) und Neuzugang Sergio Perez enthüllen den neuen Sauber-Ferrari C30, bei dem die technische Abteilung der Schweizer viele Schwächen des Vorgängers ausgemerzt hat.
Das Ziel: „Klar“ besser als Platz acht
Mit den bekannten technischen Größen – den Motor liefert wie in der Vorsaison Ferrari – will Teamchef Peter Sauber 2011 einen Schritt nach vorne machen. Platz acht in der Konstrukteurs-WM und 44 Gesamt-Punkte sollen „klar übertroffen“ werden. Bei diesem Vorhaben sollen neben dem verbesserten Auto und dem praller gefüllten Bankkonto eines der jüngsten Fahrer-Duos des Formel 1-Feldes helfen: Kamui Kobayashi (25) hat sich in seinen bisherigen 22 Rennen den Ruf eines ebenso schnellen wie furchtlosen Kämpfers erworben. Der 21-jährige Sergio Perez kommt immerhin mit der Empfehlung des GP2-Vizetitels 2010, muss aber erst zeigen, ob er mehr ist als ein klassischer Pay Driver. Zumindest bringt der Mexikaner Farbe in die Formel 1 – erstens an Peter Saubers Auto und zweitens ins Fahrerfeld.

