Die Startphase: Ausfall für den WM-Leader
Fernando Alonso kann seine Pole Position nicht in eine Führung umsetzen. Jenson Button kommt besser weg und geht noch vor der ersten Kurvenkombination in Führung. Auch Felipe Massa macht Druck auf Alonso, doch der Spanier setzt sich nach einer leichten Berührung, bei der er ein Teil seines Frontflügels verliert, letztlich durch. Als Lewis Hamilton versucht, an Massa vorbeizugehen, kollidiert sein rechtes Vorder- mit dem linken Hinterrad des Brasilianers. Dabei bricht die Radaufhängung des McLaren-Piloten, der daraufhin ins Kiesbett abfliegt – das Aus für den WM-Spitzenreiter. Die deutschen Piloten haben sich nach vorne schieben können: Platz vier für Rosberg, sechster Platz für Hülkenberg, Vettel ist Siebter und Schumacher Achter. Glock liegt nach der Startphase auf Rang 17, Sutil ist auf den 22ten - den derzeit letzten – Platz zurückgefallen.
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- Mark Webber erlebt ein ereignisreiches Rennen und kann viele Konkurrenten auf der Strecke überholen. Mit Rang sechs kann der Australier wieder die WM-Führung übernehmen.
Webber überholt Schumacher
Zu Beginn der sechsten Runde geht Mark Webber an Michael Schumacher vorbei – Platz acht für den WM-Zweiten. Schnell schließt Webber auf seinen Teamkollegen Sebastian Vettel auf. Vorne macht Alonso Druck auf Button, der sich aber noch vor dem Ferrari halten kann. Das Spitzentrio setzt sich mit Siebenmeilenstiefeln vom Rest des Feldes ab – wenn alles normal läuft, machen Button, Alonso und Massa die Podiumsplätze unter sich aus. Am Ende des Feldes bleibt derweil HRT-Cosworth-Pilot Bruno Senna mit einem technischen Defekt liegen. Auch Kamui Kobayashi, der bereits aus der Boxengasse starten musste, muss seinen Sauber-Ferrari endgültig in der Garage parken. Davon profitiert Adrian Sutil, der sich jedoch auch mit Überholmanövern nach vorne kämpft.
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- Starkes Rennen von Sebastian Vettel: Nach zwischenzeitlichen Motorenproblemen kann sich der deutsche Red Bull-Pilot mit einer strategischen Meisterleistung auf Platz vier nach vorne schieben.
Vettel: Motorprobleme und Wunderheilung
In Runde 20 schreitet die Rennleitung ein: Jamie Alguersuari hat in einer Schikane abgekürzt und muss zu einer Durchfahrtsstrafe in die Boxengasse einbiegen. In Runde 21 funkt Sebastian Vettel schlechte Nachrichten an den Red Bull-Kommandostand: Nachdem ihn Webber überholt hat, berichtet Vettel von schwerwiegenden Motorproblemen. Noch fährt er, aber wie lange noch? Doch sofort fährt er wieder genauso schnell wie vorher. Hat die zwischenzeitliche Leistungsschwäche des Triebwerks eventuell etwas mit der WM-Tabelle zu tun, in der Vettels Teamkollege Webber ja in einer besseren Position ist? Das werden wohl nur die direkt Beteiligten genau wissen…
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- Nico Hülkenberg zeigt ein starkes Rennen mit einigen Schönheitsfehlern. Platz sieben für den deutschen Williams-Piloten, der allerdings öfters die Schikanen ausgelassen hatte.
Heiße Szenen nach den Boxenstopps
Weiterhin gilt: Fröhliches Kolonnenfahren im königlichen Park von Monza. Wenn überhaupt werden hier nur Boxenstopps, technische Probleme oder Unfälle für Positionswechsel sorgen. Die Faustregel: Wer länger als die Konkurrenten mit den weichen Reifen fahren kann, hat die besseren Karten. In Runde 34 kommt mit Robert Kubica der erste Top Ten-Pilot zum Reifenwechsel an die Box. Zwei Runden später tun es ihm Nico Rosberg und Mark Webber gleich. Jenson Button kommt in Runde 37, während die Ferraris auf der Strecke bleiben. Die Chance für die Roten? Heiße Szene nach Hülkenbergs Stopp: Der Deutsche setzt sich vor Kubica und Webber, der danach am Polen vorbeigehen kann und Rang sieben übernimmt. Hülkenberg fährt ein starkes Rennen, allerdings mit kleinen Schönheitsfehlern: Der deutsche Williams-Cosworth-Pilot lässt wiederholt die Schikanen aus und verschafft sich damit leichte Vorteile. Wenn die Rennleitung streng ist, könnte das wie vorher bei Jamie Alguersuari eine Durchfahrtsstrafe bedeuten. Webber löst das Problem auf der Strecke und geht kurz vor Rennende an Hülkenberg vorbei.
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- Jenson Button sah nach seinen sehr guten Start lange wie der Sieger aus, muss wegen der etwas schlechteren Rennstrategie seines McLaren-Teams aber mit Platz zwei Vorlieb nehmen.
Alonso geht an Button vorbei
In Runde 38 schafft Alonso tatsächlich den Platztausch. In einem heißen Fight in der ersten Schikane ringt Alonso Button nieder und übernimmt die Führung. Felipe Massa nimmt nach seinem Pit Stop wieder Rang drei ein. Sofort setzt sich Alonso ab und fährt souverän dem Sieg entgegen.Sebastian Vettel fährt derweil einen Marathon auf den weichen Reifen; der Deutsche ist immer noch nicht an der Box gewesen. Kann er so wieder am Teamkollegen vorbeigehen? Vettel sucht seine Chance, fährt drei Runden vor Schluss auf den uralten Reifen seine persönlich schnellste Rennrunde. Und tatsächlich: Vettel kommt eine Runde vor Schluss an die Box und setzt sich sogar vor Nico Rosberg auf die vierte Position – ein unglaublich guter taktischer Schachzug des Red Bull-Teams.
Alonso bleibt in Führung, Massa wird Dritter
Vorne bleibt es bei der alten Reihenfolge: Alonso siegt vor Button und Massa. Sebastian Vettel freut sich riesig über den vierten Platz, mit dem auch alle Teamorder-Spekulationen, die nach Webbers Überholmanöver aufgekommen sind, ad acta gelegt werden können. Nico Rosberg wird Fünfter vor Mark Webber und Nico Hülkenberg. Robert Kubica wird Achter vor Michael Schumacher, Rubens Barrichello holt sich den letzten WM-Punkt. Adrian Sutil wird 16ter, Timo Glock kann einen für seine Verhältnisse guten 17ten Rang feiern.
| Pos. | Nr. | Fahrer | Team | Rnd. | Abstand | auf V. | Geschw. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 8 | F. Alonso | Ferrari | 53 | 1:16:24.572 | - | 240.85 |
| 2 | 1 | J. Button | McLaren | 53 | +0:02.938 | +0:02.938 | 240.69499999999999 |
| 3 | 7 | F. Massa | Ferrari | 53 | +0:04.223 | +0:01.285 | 240.62799999999999 |
| 4 | 5 | S. Vettel | Red Bull | 53 | +0:28.196 | +0:23.973 | 239.37700000000001 |
| 5 | 4 | N. Rosberg | Mercedes | 53 | +0:29.942 | +0:01.746 | 239.28700000000001 |
| 6 | 6 | M. Webber | Red Bull | 53 | +0:31.276 | +0:01.334 | 239.21799999999999 |
| 7 | 10 | N. Hülkenberg | Williams | 53 | +0:32.812 | +0:01.536 | 239.13800000000001 |
| 8 | 11 | R. Kubica | Renault | 53 | +0:34.028 | +0:01.216 | 239.07499999999999 |
| 9 | 3 | M. Schumacher | Mercedes | 53 | +0:44.948 | +0:10.920 | 238.511 |
| 10 | 9 | R. Barrichello | Williams | 53 | +1:04.213 | +0:19.265 | 237.523 |
| 11 | 16 | S. Buemi | Toro Rosso | 53 | +1:05.056 | +0:00.843 | 237.48 |
| 12 | 15 | V. Liuzzi | Force India | 53 | +1:06.106 | +0:01.050 | 237.42599999999999 |
| 13 | 12 | V. Petrov | Renault | 53 | +1:18.919 | +0:12.813 | 236.774 |
| 14 | 22 | P. de la Rosa | Sauber | 52 | +1 Rnd. | +1 Rnd. | - |
| 15 | 17 | J. Alguersuari | Toro Rosso | 52 | +1 Rnd. | - | - |
| 16 | 14 | A. Sutil | Force India | 52 | +1 Rnd. | - | - |
| 17 | 24 | T. Glock | Virgin | 51 | +2 Rnd. | +1 Rnd. | - |
| 18 | 19 | H. Kovalainen | Lotus | 51 | +2 Rnd. | - | - |
| 19 | 20 | S. Yamamoto | HRT | 51 | +2 Rnd. | - | - |
| 20 | 25 | L. di Grassi | Virgin | 51 | +2 Rnd. | - | - |

