Die Startphase: Webber verhunzt den Start
Am Start kann Mark Webber seine Pole Position nicht ummünzen. Der Australier kommt nicht vom Fleck und liegt nur auf Platz sechs. Lewis Hamilton liegt nun an der Spitze, Robert Kubica ist Zweiter vor Jenson Button. Sebastian Vettel ist Vierter vor Felipe Massa. Nach einer halben Runde fängt es schon zu regnen an. Es kommt zu einer kuriosen Szene vor einer Schikane: Fast das komplette Feld, alle unterwegs auf Slick-Reifen, verbremst sich und muss durch den Notausgang fahren. Genau das passiert auch Rubens Barrichello, der ins Heck von Fernando Alonso kracht – Barrichello scheidet aus. Nach zwei Runden kommt das Safety Car auf die Strecke, weil auf der Strecke aufgeräumt werden muss. Fernando Alonso nutzt den Boxenstopp nach der Kollision, um anders als die meisten anderen Piloten auf Intermediate-Reifen zu wechseln.
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- Für Ferrari-Pilot Fernando Alonso lief der Belgien-GP wahrlich schlecht. Erst wird er von Rubens Barrichello abgeschossen, dann wirft er sein Auto in die Streckenbegrenzung.
Alonso: Von Trocken- auf Regenreifen und zurück
Beim Restart in Runde vier presst sich Vettel in La Source vorbei an Kubica und holt sich Platz drei. Der kurze Regenschauer ist schon wieder vorbei, es herrschen trockene Bedingungen auf der Strecke. Schlecht für Alonso, der deshalb bereits zum zweiten Mal an die Box kommen muss und zurück auf Trockenreifen wechselt. Vorne setzt sich Hamilton schnell von seinem Teamkollegen Button ab. Dahinter liegt das Feld noch recht eng zusammen. Beide Mercedes-Boliden sorgen im Mittelfeld für Action: Vitaly Petrov kann Nico Rosberg überholen. Dabei muss Rosberg kurz neben die Strecke, was Michael Schumacher für ein Überholmanöver nutzt. Dabei touchiert Schumis Hinterrad leicht den Frontflügel des Teamkollegen, der dabei einige Kleinteile verliert.
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- Als Sebastian Vettel vor der Bus Stop-Schikane Jenson Button (Foto) überholen will, verliert er beim Anbremsen das Heck und kracht seitlich in Jenson Button, der bei dieser Aktion ausscheidet.
Button und Vettel kollidieren
An der Spitze stürmt Lewis Hamilton unaufhaltsam dem Feld davon. Teamkollege Button hält die Gruppe dahinter auf. Bis zum siebtplatzierten Adrian Sutil liegt das Verfolgerfeld eng beisammen. Doch Vettel hat kaum Chancen, an Button vorbeizukommen, denn am Ende der langen Geraden fehlt dem Renault-Treiwberk die Power. Hinzu kommt, dass sein siebter Gang zu kurz übersetzt ist. Vettel wird es anders regeln müssen. Als er es vor der Bus Stop-Schikane doch versucht, verliert er beim Anbremsen das Heck und kracht seitlich in Jenson Button. Eine zu ungestüme Aktion des Deutschen, bei der Button ausscheidet. Vettel kann sich in die Box retten und reiht sich nach einem Frontflügel-Wechsel als Zwölfter wieder ins Feld ein. Auch die Rennleitung sieht in Vettel den Schuldigen des Crashs und ruft ihn zu einer Durchfahrtsstrafe in die Box.
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- Adrian Sutil beendet ein starkes Rennen in Spa-Francorchamps als Fünfter und ist damit bester Deutscher.
Sutil überholt Schumacher
Das Pech von Button und Vettel ist das Glück der anderen Deutschen. Adrian Sutil wird auf Rang fünf vorgespült, Michael Schumacher ist Sechster, Teamkollege Rosberg liegt auf Rang sieben. Stark die Leistung von Robert Kubica, der auf Rang zwei liegt. Ab Runde 22 geht die Runde der regulären Boxenstopps los. Als Erster aus dem Führungs-Quintett kommt Sutil rein, eine Runde später tut es ihm Webber gleich. Wieder eine Runde später kommen auch Kubica und Webber rein, allerdings bleibt die Reihenfolge in der Verfolgergruppe gleich. Auch Hamilton behält seine Platzierung nach seinem Boxenstopp und grüßt weiterhin von der Spitze. Kurz danach geht Adrian Sutil spielend an Michael Schumacher vorbei, der nach Sutils Boxenstopp kurzzeitig vor dem Landsmann gelegen hat.
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- Sebastian Vettel landet nach einem schwierigen Rennen mit Kollision und Reifenschaden nur auf Rang 15 - ein weiterer Rückschlag im WM-Kampf.
Vettel in Problemen, und der Regen kommt
In Runde 25 der nächste Rückschlag für Vettel: Der Deutsche kollidiert mit Liuzzi, der ihm den Hinterreifen aufschlitzt, nachdem Vettel den Italiener überholt hat. Diesmal trifft Vettel keine Schuld, er muss aber eine ganze Runde mit kaputtem Reifen absolvieren. Das dauert ewig, und nun kann nur noch ein heftiger Regenschauer Vettel zu Punkten verhelfen. Und der kommt zehn Runden vor Schluss. Timo Glock wechselt als Erster auf Regenreifen. Alle anderen bleiben erst einmal auf Slicks draußen. Doch der Regen ist schon sehr stark, sodass sich Hamilton verbremst und leicht durch das Kiesbett fährt. Er behält aber vorerst die Führung. Erst acht Runden vor Schluss kommt das Führungs-Trio an die Box. Dabei verhunzt Kubica den Boxenstopp, weshalb Webber vorbeigeht und Platz zwei erobert.
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- Nico Rosberg erreicht nach einer starken Aufholjagd in Spa-Francorchamps noch Rang sechs. Höhepunkt: Das Überholmanöver gegen Michael Schumacher kurz vor Rennende.
Hamilton bleibt in Führung und gewinnt
Inzwischen sind alle Piloten auf Intermediate- oder Regenreifen unterwegs. Hamilton liegt noch an der Spitze, aber Webber macht nun Druck. Sechs Runden vor Schluss fliegt Fernando Alonso ab und bleibt mitten auf der Fahrbahn quer zur Fahrtrichtung stehen. Das Safety Car muss zum zweiten Mal auf die Strecke, das Feld schiebt sich nochmals zusammen. Vier Runden vor Schluss kommt das Safety Car zurück an die Box, es gibt einen Sprint bis ins Ziel. Rosberg kassiert mit einem kompromisslosen Manöver seinen Teamkollegen Michael Schumacher und ist jetzt Sechster. Ansonsten gibt es keine weiteren Positionswechsel, sodass Lewis Hamilton den Großen Preis von Belgien gewinnt und die WM-Führung übernimmt.
Starke Ergebnisse für Kubica und Sutil
Mark Webber wird Zweiter, Robert Kubica krönt ein starkes Rennen mit dem dritten Podestplatz. Felipe Massa wird Vierter, Adrian Sutil ist als Fünfter bester Deutscher. Dahinter folgt das Mercedes-Duo Nico Rosberg und Michael Schumacher. Ebenfalls stark: Kamui Kobayashi auf Rang acht, Vitaly Petrov auf Platz neun und Jaime Alguersuari, der sich als Zehnter den letzten WM-Punkt holt. Nico Hülkenberg landet auf Rang 14, Sebastian Vettel wird 15ter. Timo Glock erreicht Rang 18 und muss sich damit seinem Teamkollegen Lucas di Grassi (17ter) geschlagen geben.
| Pos. | Nr. | Fahrer | Team | Rnd. | Abstand | auf V. | Geschw. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | L. Hamilton | McLaren | 44 | 1:29:04.268 | - | 207.51 |
| 2 | 6 | M. Webber | Red Bull | 44 | +0:01.571 | - | - |
| 3 | 11 | R. Kubica | Renault | 44 | +0:03.493 | - | - |
| 4 | 7 | F. Massa | Ferrari | 44 | +0:08.264 | - | - |
| 5 | 14 | A. Sutil | Force India | 44 | +0:09.094 | - | - |
| 6 | 4 | N. Rosberg | Mercedes | 44 | +0:12.359 | - | - |
| 7 | 3 | M. Schumacher | Mercedes | 44 | +0:15.548 | - | - |
| 8 | 23 | K. Kobayashi | Sauber | 44 | +0:16.678 | - | - |
| 9 | 12 | V. Petrov | Renault | 44 | +0:23.851 | - | - |
| 10 | 17 | J. Alguersuari | Toro Rosso | 44 | +0:29.457 | - | - |
| 11 | 15 | V. Liuzzi | Force India | 44 | +0:34.831 | - | - |
| 12 | 22 | P. de la Rosa | Sauber | 44 | +0:36.019 | - | - |
| 13 | 16 | S. Buemi | Toro Rosso | 44 | +0:39.895 | - | - |
| 14 | 10 | N. Hülkenberg | Williams | 43 | +1 Rnd. | +1 Rnd. | - |
| 15 | 5 | S. Vettel | Red Bull | 43 | +1 Rnd. | - | - |
| 16 | 19 | H. Kovalainen | Lotus | 43 | +1 Rnd. | - | - |
| 17 | 25 | L. di Grassi | Virgin | 43 | +1 Rnd. | - | - |
| 18 | 24 | T. Glock | Virgin | 43 | +1 Rnd. | - | - |
| 19 | 18 | J. Trulli | Lotus | 43 | +1 Rnd. | - | - |
| 20 | 20 | S. Yamamoto | HRT | 42 | +2 Rnd. | +1 Rnd. | - |

