Fiat Freemont AWD

Fiat Freemont AWD: Italo-Ami auf allen Vieren

Nach der Neu-Vorstellung des Fiat-Vans Freemont im vergangenen Jahr, rollen die Strategen nun eine Allradvariante "AWD" an den Start. ( , 10.02.2012)

Italo-Ami

Es ist nicht zu verkennen: Fiat ist stolz auf ihren Van Freemont. 25 000 Einheiten des Siebensitzers haben die Italiener seit Juni 2011 bereits verkauft, 16 000 davon sind schon ausgeliefert. Im März 2012 schiebt die Autoschmiede die Allradversion AWD nach. Die amerikanische Abstammung sieht man ihm deutlich an. Wuchtig und schnörkellos ist er nun einmal, diese traditionelle US-Fahrzeug. Was nicht weiter wundert, denn der Italiener trägt die Gene von Chrysler in sich. Und in den USA wird der Freemont als Dodge Journey verkauft. Unterstrichen wird die beeindruckende Optik von den mächtigen 19-Zoll-Rädern, die Fiat dem Van in der „Lounge“-Version spendiert hat

Fiat Freemont AWD
Seine amerikanischen Gene sind beim Fiat Freemont AWD unverkennbar.

Schwerer Allradler

Die Allradversion wird in Deutschland ausschließlich mit dem größeren von beiden Motoren angeboten: einem 2,0-Liter-Commonrail-Diesel mit 125 kW/170 PS, gepaart mit einem Sechsgang- Automatikgetriebe, dessen Schaltvorgänge deutlich zu spüren sind. Der Aufpreis für den Allrader gegenüber dem gleichsam motorisierten Fronttriebler beträgt dabei satte 3.500 Euro. Auch wenn der Selbstzünder alles andere als ein Dynamikbündel ist, reicht er zum adäquaten Vorankommen im Alltag und auf der großen Reise allemal aus. An der Zapfsäule freilich macht sich das hohe Gewicht von knapp zwei Tonnen bemerkbar. Bei dynamischer Überlandfahrt genehmigt sich der Freemont AWD knapp neun Liter Diesel auf 100 Kilometer.

Fiat Freemont AWD
Das Allradsystem verteilt die Antriebskraft variabel zwischen Hinter- und Vorderachse.

Intelligentes System

Bei dem Allradantrieb des Freemont handelt es sich um ein intelligentes System, das die Antriebskraft variabel zwischen den Vorder- und Hinterrädern zu verteilen vermag. Bei trockenen Fahrbahnbedingungen agiert der Van als reiner Fronttriebler. Registriert das System an den Vorderrädern Schlupf, beispielsweise auf Schnee oder Sand, so wird ein Teil der Antriebskraft auf die Hinterräder geleitet. Der Allradantrieb arbeitet dabei Hand in Hand mit dem ESP. Kommt es vorn zum Schlupf, so aktiviert sich der Allradantrieb, registrieren die Sensoren jedoch rechts oder links durchdrehende Räder, so greift das ESP ein und stabilisiert die Fuhre.

Fiat Freemont AWD
Für ausreichend Traktion in allen Lebenslagen sorgt der Allradantrieb.

Stets Stabil

In der Praxis funktioniert das System einwandfrei und unauffällig. Selbst bei der wilden Hatz durch Schlamm und Schnee bleibt das Fahrzeug auch beim harten Einlenken unter Last stets stabil und fängt ein Untersteuern zuverlässig wieder ab. Auch bei der Traktion auf Schnee und Eis bei der Geradeausfahrt gibt es nichts zu mäkeln. Der Allradantrieb bedeutet also ein deutliches Sicherheitsplus. Gerade im Winter, wo immer wieder einmal schnell wechselnde Fahrbahnbedingungen auftreten, sorgt ein solches System für Stabilität.

Fiat Freemont AWD
Feine Materialien und ordentliche Verarbeitung finden sich im Cockpit.

Austtattung

Der Freemont AWD wird in Deutschland in den Austtattungsstufen „Urban“ für 32 790 Euro und „Lounge“ für 34 790 Euro angeboten. Der Freemont Urban bietet serienmäßig unter anderem einen 8,4-Zoll-Touchscreen-Bordcomputer mit Media- und DVD-Player, eine Dreizonen-Klimaautomatik, ESP mit Traktionskontrolle, eine Berganfahrhilfe und Anhängerstabilisierung sowie einen elektrisch einstellbarer Fahrersitz und eine Bluetooth-Schnittstelle an. Beim Freemont Lounge kommen unter anderem ein Naviagationssystem und eine Rückfahrkamera, eine Teillederausstattung, 19-Zoll-Räder und ein Premium-Soundsystem von Alpine zum Einsatz. Ein richtig pfiffiges Detail ist die entnehmbare LED-Taschenlampe, die sich im Heck in einer Ladestation befindet und in allen Situationen den Weg leuchtet. Und wer den nicht gerade allzu üppigen Stauraum erweitern möchte, kann die hinteren beiden Sitzreihen und sogar den Beifahrersitz umlegen und erhält so eine eben Fläche, mit der sich auch sperrige Gegenstände transportieren lassen. Äußerlich ist der Allradler übrigens durch den alufarbenen Unterfahrschutz von dem Fronttriebler zu unterscheiden.

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