Länderübergreifende Umfrage
Im Schnitt verbringen zwei von drei Befragten in Deutschland, Österreich, Italien, Portugal, Spanien und in der Schweiz die Weihnachtsfeiertage am liebsten daheim. Dass es an Weihnachten nirgends so schön ist wie daheim, davon sind vor allem die Portugiesen überzeugt: 72 Prozent bleiben vom 24. bis 26. Dezember zuhause; in Deutschland immerhin 66 Prozent. Reisefreudig zeigen sich dagegen die Russen, die Weihnachten am 6. und 7. Januar feiern. Hier will nur jeder Vierte (24 Prozent) an den Festtagen daheim bleiben: Mehr als die Hälfte besucht lieber Familie und Freunde. Das ergab jetzt eine länderübergreifende GfK-Umfrage im Auftrag von Zurich.
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- Das Auto bleibt auch über die Feiertage Fortbewegungsmittel Nummer 1 in Europa. Doch jeder fünfte Deutsche greift auch gerne auf die Deutsche Bahn zurück.
CO²-neutral: Schlitten in Deutschland auf dem Vormarsch
Wenn an den Weihnachtsfeiertagen das traute Heim verlassen wird, so ist das eigene Auto bei drei von vier Europäern Verkehrsmittel Nummer 1. Allerdings nutzt rund jeder Fünfte in Deutschland auch die Bahn. Zum Vergleich: in Portugal ist es nur ein Prozent. Erstaunlich: Immerhin sieben Prozent der Deutschen setzten sich an den Feiertagen nach eignen Angaben auf den Schlitten um damit ihre Besuche abzustatten. Selbst in vermeintlich schneesichereren Ländern wie der Schweiz (2 Prozent), Österreich und Russland (jeweils 3 Prozent) ist der Anteil der Schlittenfahrer kleiner.
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- Wehe wenn sie losgelassen: die Deutschen sind Europameister im Zurücklegen von weiten Weihnachtswegen.
Wenn schon, denn schon: Deutsche sind die Kilometerfresser
Während rund 70 Prozent der Befragten der Mittelmeeranrainerstaaten nach maximal 50 Kilometern Fahrt zu Bekannten und Verwandten bereits um den festlich gedeckten Tisch sitzen, fressen viele Deutsche noch fleißig Kilometer. Wenn sie sich an den Weihnachtsfeiertagen auf den Weg machen, dann legt jeder zweite Deutsche (51 Prozent) mehr als 100 Kilometer, jeder Fünfte sogar mehr als 300 Kilometer zurück. Europarekord.
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- Auch Stau und Behinderungen im Feiertagsverkehr verderben den meisten Europäern nicht die weihnachtlich-gute Laune.
Reizarm: Weihnachtsstress bleibt auf der Strecke
Generell bringt auch die weihnachtliche Hektik rund zwei Drittel der befragten Autofahrer nicht so schnell aus der Ruhe: Erstaunliche 72 Prozent der Deutschen gaben an, dass die Weihnachtszeit keinen Einfluss auf ihren eigenen Fahrstil hat, was freilich keine qualitative Aussage über den Fahrstil erlaubt. Und tatsächlich meinen nur fünf Prozent der Deutschen (2 Prozent der Schweizer und Portugiesen, 3 Prozent der Österreicher und Russen), dass sie in der Weihnachtszeit gereizter fahren als im übrigen Jahr. 13 Prozent der Deutschen (17 Prozent der Österreicher und 22 Prozent der Russen) gaben dagegen an, dass sie an den Weihnachtsfeiertagen sogar entspannter als üblich unterwegs sind. Begründung: Der vorweihnachtliche Stress ist vorüber, man hat endlich mehr Zeit und generell herrscht eine positive Stimmung.
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- Nicht nur widrige Straßenverhältnisse, sondern auch alkoholisierte Fahrer sorgen für Unbehagen bei Autofahrern, vor allem in Portugal, Spanien und Russland.
Unbehagen: Eisregen, Promille und Weihnachtsmusik
Auch wenn die überwiegende Mehrheit der europäischen Autofahrer an den Weihnachtsfeiertagen nicht gereizter fährt als an den übrigen Tagen, sorgen vor allem widrige Straßenverhältnisse durch Schnee, Eis und Regen sowie die Angst vor alkoholisierten Autofahrern für Unbehagen. So fühlen sich 41 Prozent der Deutschen durch schlechte Straßenverhältnisse „genervt“, nur fünf Prozent dagegen von Weihnachtsmusik im Radio und alkoholisierten Autofahrern. Da hat man in Portugal, Spanien und Russland offenbar andere Erfahrungen: hier fühlt sich rund jeder Dritte von alkoholisierten Autofahrern „genervt“.

