Ferrari 599XX: Für das Vergnügen auf der Rennstrecke

Ein neues Spielzeug für Ferraris beste Kunden: Der 599XX verspricht dank vieler Formel 1-Komponenten Rennstreckenspaß ohne Ende, darf aber nicht auf normalen Straßen fahren. (powered by Speed Heads , 01.01.2009)

Es ist eine echte Rennmaschine mit den neuesten Technologien aus der GT- und Formel-1-Forschung, wobei viele der eingeführten Lösungen überhaupt zum ersten Mal zum Einsatz kommen und die der Privatmann in seinem eigenen Auto genießen kann. Die Rede ist vom neuen Ferrari 599XX, der extra für das private, radikale Vergnügen auf der Rennstrecke entwickelt worden ist und einem ausgewählten Kundenkreis vorbehalten bleibt. Er ist als extremer Sportwagen konzipiert und nicht für die Straße zugelassen. Nicht auf die Homologation einzelner Rennserien bedacht, ist dieser Sportler frei von allen Beschränkungen im Hinblick auf die Zulassung oder Rennvorschriften. Der 599XX avanciert sogar zu einem echten technologischen Labor. Nicht ohne Grund erinnert auch die Lackierung des 599XX an das Formel-1-Modell F2008.

Als Basis dient der Straßensportler 599 GTB Fiorano, dessen Transaxle-Bauweise auch der 599XX aufweist. Der sechs Liter große V12-Motor zeigt wesentliche Änderungen an der Brennkammer und an der Ansaug- sowie Auspuffanlage. Zusammen mit weiteren Modifikationen, zum Beispiel der Verringerung des Verschleißes an den verschiedenen mechanischen Teilen und der Erhöhung der Maximaldrehzahl auf 9.000 U/min, führt das zu einer Steigerung der Gesamtleistung auf 700 PS. Die Leistungssteigerung geht einher mit einer Gewichtssenkung vieler Komponenten des Antriebsstranges. Beim Getriebe verwendet Ferrari ein neues Schaltmanagement, das die Gesamtzeit des Gangwechsels auf 60 Millisekunden reduziert.

Ferrari 599 und Formel 1-Auto
Der Technologietransfer mit der Formel 1 findet beim neuen Ferrari 599XX erstmals in beide Richtungen statt

Mit an Bord: Der „virtuelle Ingenieur“

In der Regel registriert man bei einem merkbaren Anstieg der Leistung ein schwierigeres Fahrverhalten des Wagens. Die elektronischen Komponenten des 599XX sind jedoch zusammen mit der Mechanik entwickelt worden und tragen dazu bei, das Potential des Wagens in jeder Gebrauchssituation ausschöpfen zu können. Die sportliche Fahrweise erleichtert ferner die Präsenz eines “virtuellen lngenieurs“, der in Echtzeit die Effizienz des Wagens anzeigt.Die Aerodynamik hat Ferrari im Windkanal optimiert, wodurch die Abtriebswerte denen eines waschechten Rennwagens entsprechen. Der Karosserieunterboden zeigt sich auf der Vorderseite vollständig verkleidet. Die Luftdüsen für die Kühlung der Motorflüssigkeiten sind unüblich an der Motorhaube angebracht.

Ferrari 599XX - Felge
Die 19-Zoll-Felgen des 599XX bezieht Ferrari mit extra angefertigten Rennslicks

Hightech pur: Das „Actiflow-System“

Zum ersten Mal kommt beim Ferrari 599XX das „Actiflow“-System zum Einsatz, das dazu beiträgt, die Fahrstabilität zu verbessern und gleichzeitig den Luftwiderstand zu senken. Diese Lösung besteht in der Einführung zweier Gebläse im Kofferraum. Diese saugen mittels eines porösen Materials im Diffusor die Luft vom Fahrzeugboden ab und stoßen sie durch zwei Gitter, die sich auf der Höhe der Heckscheinwerfer befinden, nach hinten aus ausstoßen. Neue seitliche Luftleitbleche sorgen ebenso wie die „Wheel Donuts“ (Verkleidungen für Bremsscheiben und Felgen) für eine nochmals verbesserte Aerodynamik.Die Karosserie hat Ferrari auch im Hinblick auf die Materialverwendung neu interpretiert. So kommen auf umfassende Weise Verbundwerkstoffe und Carbon zum Einsatz. Bei der technischen Gestaltung haben die Macher ihre Erfahrungen beim Einsatz von Aluminium genutzt. Feinste Materialien auch für die Bremsanlage: Bei den Bremsbelägen kommt Carbon zum Einsatz, was eine Verkleinerung des Bremssattels erlaubt, ohne die Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Die neue Carbon-Keramik-Bremsanlage vom Racing-Typ erlaubt noch kürzere Bremswege und dank Gewichtseinsparung eine bessere Leistungsfähigkeit.

Ferrari 599XX - Front 2
Der V12-Motor des Ferrari 599 GTB Fiorano leistet im 599XX satte 700 PS. Eine besonders effiziente Aerodynamik sorgt für Abtriebswerte wie bei einem waschechten Rennwagen

Allzeit guter Grip dank Slickreifen

Den Kontakt zur Strecke stellen Slick-Reifen im Format 29/67 R19 vorne und 31/71 R19 hinten her. Die extra für den Ferrari 599XX entwickelten Rennslicks haben die Italiener auf Felgen der Dimension 19 x 11J (vorne) und 19 x 12J (hinten) aufgezogen. Die Reifen sollen eine besonders gute Kurvenstabilität erreichen und die Seitenbeschleunigung optimieren.

KOMMENTARE
Ähnliche Artikel

Evolutions-Theorie: Ferrari 599 GTB HGTE

Der Ferrari 599 GTB Fiorano zeigt sich mit dem neuen Ausstattungspaket „Handling Gran Turismo Evoluzione“ (HGTE) auf der Straße noch sportlicher und dynamischer.

Novitec Rosso Ferrari 599 GTB: 808 PS für die Speed-Extreme

Novitec Rosso verleiht dem Ferrari 599 GTB Fiorano noch mehr Superlative. Denn der bayerische Veredler hat nicht nur kräftig an der Leistungsschraube gedreht, sondern auch sonst kaum ein Teil unangetastet gelassen.

Platz 9: Offen, leicht und leistungsstark

Motorvision präsentiert: Die Top 20 des Auto- und Motorradjahres 2008. Platz 9 belegt der Ferrari 430 Scuderia Spider 16M, mit dem die Mannen aus Maranello den 16. Konstrukteurstitel in der Formel-1-Weltmeiterschaft feiern.

California Dreamin´: Der neue Ferrari California

Ein Ferrari nicht nur für Beach Boys: Der California, der im Herbst auf dem Pariser Autosalon vorgestellt werden soll, sieht nicht nur atemberaubend schön aus, sondern präsentiert auch wieder feinste Formel 1-Technik.

Neuer Superlativ bei Ferrari: der 599 GTO ist der schnellste straßenzugelassene Ferrari aller Zeiten

Gerade hat Ferrari die ersten Fotos seines neuen Supersportwagens 599 GTO veröffentlicht. Auf der Peking Motor Show können sich die Besucher live von den Qualitäten des neuen Super-Ferraris überzeugen.
Ähnliche Videos

Ferrari 599 GTB Fiorano

Motorvision testet Ferraris V12-Coupé auf den verwinkelten Straßen Norditaliens. Mit dabei: Ferrari-Testfahrer Raffaele di Simone.

Ferrari 599 GTB Fiorano

Wieviel Michael Schumacher steckt im Ferrari 599 GTB Fiorano? Motorvision liefert die Antwort.

Ferrari 575 M Maranello

Rennfahrer Mathias Lauda testet den Ferrari 575 M Maranello auf dem Sachsenring.

Ferrari 599 GTB Fiorano

Gran Turismo und Supersportwagen in einem: Motorvision verrät, was der Ferrari 599 GTB Fiorano kann.

Ferrari Enzo

Marek Schramm lebte in der DDR, saß im Stasi-Knast und ist heute erfolgreicher Unternehmer. Motorvision hat er seinen Ferrari Enzo gezeigt.

Test Ferrari 575 M Maranello

Gran Turismo mit V12-Power am Limit: Auf der Teststrecke in Fiorano muss der Ferrari 575 M Maranello zeigen, was er fahrdynamisch zu bieten hat.
MOTORVISION AUF FACEBOOK
AKTUELLES VIDEO
Der neue VW CC
FACEBOOK EMPFEHLUNGEN
BILDERGALERIEN