Aufruhr im europäischen Sportwagen-Establishment
Zwischenzeitlich hatte man den Eindruck, die Japaner können nur biedere Kompaktwagen, eigenwillig geformte Crossover oder politisch korrekte Saubermänner auf vier Räder bauen. Doch dann kommt 2008 der Nissan GT-R nach Europa. Ein charakterstarker Porsche-Killer, der sich auf der Nordschleife ebenso zuhause fühlt wie auf dem Boulevard. Doch Nissan hat noch brach liegendes sportliches Potential bei seiner V6-Biturbo-Rakete entdeckt, das die Ingenieure im Zuge eines umfassenden Facelifts nun herausgekitzelt haben. Mit Feinschliff in fast allen Bereichen soll der GT-R endgültig für Aufruhr im europäischen Sportwagen-Establishment sorgen.
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- Am GT-R-Motor hat Nissan kräftig Hand angelegt: Es gibt nun mehr Leistung (530 statt 486 PS), mehr Drehmoment (612 statt 588 Nm), aber weniger Verbrauch (11,8 statt 12,4 Liter).
Mehr Power, weniger Verbrauch
Die tiefgreifendste Änderung betrifft den Motor – symbolisiert durch die neue rote Motorabdeckung. Nissan hat an Ladedruck, Ventilsteuerzeiten und der Zusammensetzung des Kraftstoff-Luft-Gemischs geschraubt, zudem den Luftwiderstand im Ansaug- und Abgassystem verringert. Neu sind ebenso der Katalysator und die Motorelektronik. Das Resultat dieser Maßnahmen ist nicht nur eine beachtliche Leistungssteigerung um 44 auf 530 PS und ein Drehmomentwachstum von maximal 588 auf 612 Nm, sondern auch eine Verbrauchsminderung. Die sechs Töpfe sollen sich im Schnitt knapp 11,8 Liter gönnen – 0,6 Liter weniger als beim alten GT-R. Hier leistet auch der neue Spritspar-Modus des sechsstufigen Doppelkupplungs-Getriebes seinen Beitrag.
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- Die neuen Rays-Felgen des Nissan GT-R präsentieren sich nicht nur in einem anderen Design, sondern auch gewichtsoptimiert. Die Dunlop Sport Maxx-Pneus haben eine neue Gummimischung.
Hightech hilft der Fahrdynamik
Für eine noch bessere Straßenlage hat Nissan die GT-R-Karosserie in einigen Bereichen verstärkt. Zudem haben die Ingenieure das Fahrwerk optimiert. Neue Federraten sollen ein direkteres Fahrgefühl vermitteln. Neu entwickelte Aluminium-Freikörper-Stoßdämpfer passen sich permanent an Fahrsituation und Fahrbahnbeschaffenheit an und bieten dank einer geringeren Reibung mehr Fahrkomfort. Hinter den neuen Rays-Felgen verbirgt sich eine optimierte Bremsanlage. Die Dunlop-Sportreifen präsentieren sich in einer neuen Mischung.
Detailarbeit an der Aerodynamik
Auch an der Aerodynamik des GT-R hat Nissan gefeilt. Dabei ist das Kunststück gelungen, den Anpressdruck um zehn Prozent zu erhöhen und gleichzeitig den cW-Wert von 0,27 auf 0,26 zu senken. Am Heck gibt sich der GT-R des Modelljahres 2011 durch größere Auspuff-Endrohre zu erkennen. Außerdem bietetdie Farbpalette zwei neue Lackierungen – einen Schwarz- und einen Blauton.
Im GT-R-Innenraum hat Nissan ebenfalls Hand angelegt. Neue Materialien und Oberflächen sollen den Qualitätseindruck verbessern, zudem kommt nun Echtcarbon zum Einsatz. Die Sitze sollen nun nicht nur bequemer sein, sondern auch mehr Seitenhalt bieten.
Während der aufgefrischte Nissan GT-R in Japan schon am 17. November in den Handel kommt, müssen sich die deutschen Fans japanischer Sportwagenkunst noch bis Februar 2011 gedulden. Die genauen Preise für den deutschen Markt stehen noch nicht fest.

