Fahrbericht Mitsubishi Outlander: Saubere Manieren

In der Klasse der kompakten SUV ist mit dem neuen Mitsubishi Outlander ein ernsthafter Wettbewerber aufgetaucht. (D. Maier , 01.01.2009)

Antriebskonzept, Bodenfreiheit und Böschungswinkel befähigen den Japaner zu Fahrten im Gelände; das attraktive Blechkleid mit klarer Linienführung verleihen dem Allrader zudem Flanier-Flair für die Boulevards der Städte. Die Preisliste startet bei rund 29 000 Euro.

Als praktisch für schwere Lasten und Wasserkisten erweist sich die horizontal geteilte Heckklappe. Ist das obere Teil weggeschwenkt, lässt sich das untere Fünftel herunterklappen, so dass eine Ebene mit dem Laderaumboden entsteht. Darauf können Koffer und Kisten abgesetzt und auf Plastikschienen ins Innere bugsiert werden. Ideenreich die Vielzahl von Ablagen: Auf der Beifahrerseite lassen sich in einem doppelten Handschuhfach Atlanten, Brillen und Eiskratzer verstauen. Große Fächer in allen Türen können ebenfalls befüllt werden. Vor dem Schaltknüppel für das präzise Sechsgang-Handschaltgetriebe lassen sich zudem Papiertaschentücher und Naschwerk ablegen. In einem Klappfach über dem Radio werden Handy und Terminkalender blicksicher aufbewahrt.Das Entscheidende aber ist: Der Outlander verfügt in der neuen Modellgeneration endlich über einen Dieselmotor. Bislang fehlte den Japanern ein Selbstzünder. Das Aggregat ist ein alter Bekannter. Unter der Haube werkelt der für Sparsamkeit und einen wuchtigen Drehmomentschub bekannte Zwei-Liter-Vierzylinder mit Pumpe-Düse-Einspritzung von Volkswagen. 103 kW/140 PS liefern für den 1,7 Tonnen schweren Wagen befriedigende Resultate.Ein großer Drehknopf auf der Mittelkonsole erlaubt bei jeder Geschwindigkeit ein Umschalten vom reinen Frontantrieb auf Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung, die gezielt und in Sekundenschnelle für jedes Rad den erforderlichen Vortrieb ermittelt und dosiert. Die Bodenfreiheit ist mit knapp 18 Zentimetern nicht üppig, aber für den Weg zum Ufer mit der Jolle am Haken - die Anhängelast beträgt zwei Tonnen - ausreichend. Gleiches gilt für den Böschungswinkel von 22 Grad vorn und 21 Grad hinten.Noch boomen Mittelklasse-SUVs. Ob das Segment allerdings wie bislang prognostiziert bis 2009 eine Volumensteigerung von 35 Prozent in Deutschland erfährt, ist angesichts der aufgeregten CO2-Diskussion fraglich. Der sportive Allrader von Mitsubishi mit dem deutschen Dieselmotor jedoch überzeugt im Alltag durch seine Fahreigenschaften und seine sauberen Manieren, auch bei den Emissionswerten.

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