KTM 125 Duke

Fahrbericht KTM 125 Duke: Eine coole Kiste

Das Wort "cool" bekommt man als Fahrer der KTM 125 Duke immer wieder zu hören. Wer mit der neuen Achtellitermaschine unterwegs ist, erfährt viele positive Reaktionen. ( , 14.11.2011)

Cool!

Das Wort "cool" bekommt man als Fahrer der KTM 125 Duke immer wieder zu hören – vom kleinen Buben über den erwachsenen Motorradlaien bis hin zum Zweiradexperten, für den die Marke KTM primär als Hersteller für extreme Geländemotorräder steht. Sie alle äußern sich anerkennend über das kleine Supermoto-Funbike. Wer mit der neuen Achtelliter-Maschine unterwegs ist, erfährt viele positive Reaktionen, und die kommen fast nie ohne das Wörtchen "cool" aus. In der Tat sieht die kleine Österreicherin auch für ältere Augen durchaus flott aus. Sie wirkt keineswegs wie ein Einsteigermotorrad, auf dem man sich als gesetzterer Biker nur lächerlich machen kann. Nein, auch mit mehreren Lebensjahrzehnten auf dem Buckel kann man getrost auf der KTM Platz nehmen, denn sie wurde quasi als Fahrzeug für Vater und Sohn konzipiert. Die ungedrosselte Version verfügt über 11 kW/15 PS Maximalleistung und fährt nach Angaben des Herstellers bis zu 115 km/h schnell.

KTM 125 Duke
Um halbwegs zügig voranzukommen, müssen der flüssigkeitsgekühlte Einzylindermotor mit 125 ccm Hubraum dann aber ordentlich gedreht und die sechs Gänge fleißig durchgeschaltet werden.

Ready to race

Gleich nach Drehen des Zündschlüssels erscheint im zentralen Cockpit in LED-Zeichen das vielversprechende KTM-Motto "Ready to Race", das man bei diesem Modell aber vielleicht realistischer mit "Start frei!" übersetzen sollte. Auch der Sound, der dem Auspuff entweicht, klingt recht sportlich. Um halbwegs zügig voranzukommen, müssen der flüssigkeitsgekühlte Einzylindermotor mit 125 ccm Hubraum dann aber ordentlich gedreht und die sechs Gänge sollten fleißig durchgeschaltet werden. Beides klappt jedoch bestens, und vor allem im Stadtverkehr schwimmt man mit der kleinen KTM zügig mit. Außerorts fehlt der Duke an Steigungen aber ein wenig die Kraft. Aber weil sich die Gänge so schön schnell und weich schalten lassen, ist man selten als Verkehrshindernis unterwegs. Zum Sicherheitsgefühl tragen die vibrationsfreien Rückspiegel und die gut dosierbaren und sauber zupackenden Bremsen bei - am Vorderrad gar mit Vierkolben-Festsattel. Die nach vorne orientierte Sitzposition sowie der kurze Radstand sorgen dafür, dass auf dem Vorderrad viel Druck lastet, was vor allem in Kurven das Sicherheitsgefühl erhöht. Nicht zuletzt dank des geringen Gewichts von 132 Kilogramm und der exakt ansprechenden Lenkung lässt sich die kleine Österreicherin fast spielerisch bewegen und sauber um Kurven zirkeln. Die Erfahrung im Bau von Supermotos hat KTM auch beim Einsteigermodell einfließen lassen.

KTM 125 Duke
Mit 1,80 Metern Körpergröße gelingt der Knieschluss am Kunststofftank gerade noch, die straffe Polsterung des Fahrersitzes stört dagegen selbst nach längerer Fahrt nicht.

Vollwertiges Motorrad

Den Eindruck, hier mit einem vollwertigen Motorrad unterwegs zu sein, unterstützen das coole Design, die saubere Verarbeitung sowie die hochwertige Ausstattung, bei der vor allem das informative Cockpit hervorzuheben ist, dessen Zahlen teilweise aber selbst von Alterskurzsichtigen nur schwer abzulesen sind. Mit 1,80 Metern Körpergröße gelingt der Knieschluss am Kunststofftank gerade noch, die straffe Polsterung des Fahrersitzes stört dagegen selbst nach längerer Fahrt nicht. Kleiner, exklusiver Gag: Die beleuchteten Schalter für Licht, Hupe und Blinker haben wir so noch bei keinem anderen Motorrad gesehen.

KTM 125 Duke
Den Eindruck, hier mit einem vollwertigen Motorrad unterwegs zu sein, unterstützen das coole Design, die saubere Verarbeitung sowie die hochwertige Ausstattung.

Generationsübergreifend

KTM erhofft sich mit der ersten Straßen-125er nicht nur Sympathien beim älteren Semester, sondern will auch denjenigen Nachwuchs an die sportliche Marke binden, der sein Glück nicht nur im Gelände findet. Der Verbrauch von 3,0 Litern auf 100 Kilometern ist in Anbetracht der Fahrleistungen durchaus taschengeldfreundlich, der Kaufpreis von 3.995 Euro dürfte jedoch bei den meisten Jugendlichen einen ordentlichen Zuschuss erfordern - Daddy wird sich als Gegenleistung dann schon ab und zu mal den Schlüssel ausleihen. Weil's so eine coole Kiste ist.

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