BMW startet mit dem neuen 5er eine wahre Technikoffensive. Neue, sparsamere Motoren, zahlreiche Fahrassistenzsysteme und dazu eine aufgefrischte Optik sollen den Mittelklässler nach knapp vier Jahren Bauzeit fit machen für die zweite Hälfte seiner Karriere. Die Modellpalette beginnt mit dem 520d für gut 37.000 Euro. Dafür gibt es 163 PS und einen Verbrauch von 5,9 Litern. Insgesamt neun Motoren haben die Bayern für den 5er im Angebot Die Topversion, der 550i, bietet 367 PS für fast 63.000 Euro.
Nur wenige optische Neuerungen
Optisch fällt der Neue nur Kennern auf. Eine Frontschürze mit nach oben gezogenen Mundwinkeln, neue Scheinwerfergrafik und eine chromeingefasste Niere. Getreu dem Motto „ Never change a winning team“ geht BMW behutsam ans Werk. Auch am Heck nicht viel Neues. Auffällig: Die fünf markanten Lichtleitstäbe in den Heckleuchten.Der Innenraum mit neuen Materialien zeigt sich technisch kühl und gut verarbeitet. Schaltpaddels am Lenkrad deuten auf die Sportautomatik hin, die sparsamer sein soll als der Handschalter. Das iDrive wurde weiter verbessert und der 5er bietet jetzt ebenfalls die acht programmierbaren Schnellwahltasten für Navi und Radio.Im Test: Der 530i mit Benzindirekteinspritzung und 272 PS. Der Motor hat keine Mühe mit dem 1,6-Tonnen- Schiff. Auf den kurvigen Straßen rund um Lissabon fühlt sich der 5er richtig wohl. Der Dreiliter- Sechszylinder stemmt ein maximales Drehmoment von 320 Newtonmetern auf die Hinterachse. Direkteinspritzung sei Dank, soll er in der Automatikversion mit 7,5 Litern Sprit auf 100 Kilometern auskommen. Mit Handschaltung genehmigt sich der 530i mit 7,7 Litern nur unwesentlich mehr! Topspeed: Abgeregelte 250 km/h.
Stürmischer, aber teurer Bajuware
Bei Bedarf stürmt der 530i in 6,3 Sekunden auf 100. Die Sportautomatik wechselt dabei mit kaum spürbaren Schaltpausen die Gänge. Sie fühlt sich fast an wie ein Doppelkupplungsgetriebe. Allerdings ist der Aufpreis von 2.300 Euro happig. Die normale Sechsgang-Automatik gibt es für 200 Euro weniger.Insgesamt bietet der 530i keinen Grund zu Beschwerden. Allerdings muss man auch mindestens 45.000 Euro für den stürmischen Bajuwaren übrig haben.

