Exklusives aus Affalterbach

Um die besonders betuchte Klientel für ihren Sportroadster zu begeistern, legen AMG und Mercedes eine exklusive Sonderserie des SLK 55 AMG auf. ( , 01.01.2009)

Wem ein normaler Mercedes-Benz nicht exklusiv oder sportlich genug ist, der sieht sich in Affalterbach um. Denn dort ist der Mercedes-„Haus und Hof“-Tuner AMG ansässig. Wem selbst ein AMG-Mercedes nicht exklusiv genug ist, der wird trotzdem in Affalterbach fündig – sofern er sich für einen SLK 55 AMG interessiert. Denn der Tuner legt nun eine puristische Variante des Sportroadsters auf, die nicht nur mit einer überarbeiteten Optik, sondern auch mit allerlei technischen Schmankerln glänzt. Als Basis dient dabei der nicht für die Straße zugelassene Bolide, den der Tuner für die „Ultimate Experience Asia“, einem „Markenpokal für Besserverdienende“ auf dem asiatischen Kontinent, optimiert hat.

Anders als bei diesem Renngerät hat AMG bei seinem neuesten Erzeugnis auch am Motor Hand angelegt. Dank einiger Detailverbesserungen (modifizierte Ansaugluftführung, AMG-Sportluftfilter sowie neu entwickelte Fächerkrümmer) knackt der unaufgeladene 5,5-Liter-V8 die 400 PS-Marke. Der normale SLK 55 AMG hat „nur“ 360 PS zu bieten. Kraft in jeder Lebenslage verspricht außerdem das maximale Drehmoment von 520 Newtonmetern. Das Ergebnis sind effizientere Gaswechsel, die für ein spontaneres Ansprechverhalten sorgen sollen. Die Fahrleistungen jedenfalls sprechen für sich: Von 0 auf 100 geht es in 4,5 Sekunden (Serie: 4,9 Sekunden), Tempo 200 ist schon nach 15,5 Sekunden und damit satte zwei Sekunden schneller als bei der Serienversion erreicht. Ein Novum gibt es in punkto Topspeed zu vermelden: Eigens für diese Sonderserie springt AMG über seinen Schatten und hebt die 250 km/h-Beschränkung auf. Damit sind für den Boliden maximal 280 km/h drin.

SLK 55 AMG 2
SLK 55 AMG 2

Coupé statt Roadster

Damit sich die Sonderserie von den normalen AMG-Brüdern abhebt, spendieren ihm die Affalterbacher neben einem noch brachialeren Motorsound einige exklusive Anbauteile. Die Schlagworte heißen: Spektakulärere Optik, Frischluftzufuhr und Gewichtsersparnis. Die riesigen Öffnungen der neu gestylten Frontschürze sehen nicht nur besonders eindrucksvoll aus, sondern haben eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Denn dahinter verbergen sich die Kühler für Getriebe- und Lenkungsöl. Seitliche Luftauslässe führen verbrauchte Luft gezielt vom größer dimensionierten Motorölkühlers ab.Ansonsten regiert Leichtbau: Die breiter ausgestellten Kotflügel bestehen aus besonders leichtem Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK). Die hier angedeuteten Ausströmöffnungen dienen allerdings nur Showzecken. Wer ab und an auch einmal offen fahren möchte, muss weiterhin zur „normalen“ SLK 55 AMG-Version greifen. Denn das Variodach samt schwerer Dachhydraulik ersetzt AMG durch ein festes Hardtop aus CFK. Das senkt einerseits das Gewicht um rund 45 Kilogramm, andererseits den Schwerpunkt des Autos. In Verbindung mit der höheren Leistung im Vergleich zur Basisversion sorgt das für ein ordentliches Leistungsgewicht von 3,7 Kilogramm pro PS. Bei der Basisversion schleppt jede Pferdestärke immerhin 4,3 Kilo.

SLK 55 AMG 3
SLK 55 AMG 3

Für die Rennstrecke prädestiniert

Dynamik pur versprechen auch die weiteren Komponenten des Antriebspaketes. Die Kraftübertragung übernimmt die „AMG Speedshift 7G-Tronic“, die im manuellen Modus mit Aluminium-Paddles am Lenkrad geschaltet werden kann. Das Gewinde-Sportfahrwerk erlaubt allerhand Einstellungen - inklusive verstellbarer Stoßdämpfer - und ist damit für den Rennstreckeneinsatz prädestiniert. Um trotz sportlicher Gangart alles im Lot zu halten, ist im Motorraum eine Domstrebe verbaut. Die 19 Zoll großen AMG-Leichtmetallräder sind dank Schmiedetechnologie besonders leicht und tragen Mischbereifung. Vorne stellen 235/35er Reifen Fahrbahnkontakt her, hinten kommen 265/30er Schlappen zum Einsatz. Für die Verzögerung ist eine Hochleistungs-Bremsanlage zuständig, die an der Vorderachse mit größer dimensionierten Verbundbremsscheiben arbeitet.Kompromisslos und puristisch präsentiert sich die SLK 55 AMG-Sonderserie auch im Innenraum. Speziell entwickelte Sportschalensitze ohne Seitenairbags umschlingen Fahrer und Co-Pilot. Dank Sportlenkrad in Leder und Alcantara lässt sich der Bolide zielgenau um die Ecken zirkeln. Reichlich verbautes Carbon rundet den sportlich-funktionellen Charakter des Affalterbachers ab.Übrigens: Sollten sie nicht sofort über die nötigen 107.300 Euro verfügen, die der besondere SLK 55 AMG mindestens kostet, können Sie sich mit dem Sparen Zeit lassen. Denn die Sonderserie ist nicht limitiert. Schon ab Juli werden die ersten Exemplare ausgeliefert.

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