Gelebte Basisdemokratie
Euer Wunsch ist uns Befehl: Ihr wollt keine getunten Porsche Cayennes mehr auf www.motorvision.de sehen. Deshalb werden wir ab sofort auch nicht mehr über das Thema berichten. Großes Journalisten-Ehrenwort! Der erste getunte Cayenne, der unseren Boykott zu spüren bekommt, ist der Hamann Guardian. Es ist uns völlig egal, wie breit dessen Bodykit ist. Es interessiert uns auch nicht, wie viel Power das Ding hat. Und erst recht nicht, was Hamann sonst noch mit dem Cayenne Turbo veranstaltet hat. Ihr wollt es nicht lesen, wir werden es nicht schreiben – so einfach ist das.
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- Die neue Carbon-Motorhaube sorgt mit geschlitzten Powerdomes dafür, dass der Temperaturhaushalt im Bug des Hamann Guardian stets im gesunden Rahmen bleibt.
Wir schweigen beharrlich
Jetzt müsst Ihr damit klarkommen, nicht zu wissen, dass der Hamann Guardian dank Kotflügel-Verbreiterungen vorne 120 und hinten 160 Millimeter breiter ist als das Original. Euch ist sicher vollkommen egal, dass die Frontschürze nicht nur über größere Kühllufteinlässe, sondern auch über neue Fern- und Nebelscheinwerfer sowie LED-Tagfahrlichter verfügt. Die neue Carbon-Motorhaube mit geschlitzten Powerdomes? Lässt uns und Euch völlig kalt, oder? Die Seitenschweller und die Heckschürze mit Diffusor und mittig angebrachten 120-Millimeter-Edelstahl-Endrohren wollen wir dann erst gar nicht erwähnen.
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- Der Hamann Guardian rollt auf 11x23 Zoll großen Schmiederädern, die mit 315/25er Reifen ringsum bestückt sind. Ein Sportmodul senkt das Luftfahrwerk um bis zu 35 Millimeter ab.
Fahrleistungen? Wen interessiert´s?!?
Auch die Leistungssteigerung ist nicht der Rede wert. Wegen 50 Zusatz-PS (550 statt 500) und 70 Extra-Nm (770 statt 700) lohnt sich der Aufwand nun wahrlich nicht. Deshalb ist es noch nicht einmal eine Randnotiz wert, dass der Cayenne Turbo den Zuwachs an Power dem neuen Auspuff bestehend aus Sport-Katalysatoren und -Endschalldämpfer sowie einem Sportluftfilter und der optimierten Motorelektronik zu verdanken hat. Verschweigen wollen wir außerdem, dass der Hamann Guardian ein Zehntel schneller auf 100 km/h sprintet als das Cayenne-Original (4,6 statt 4,7 Sekunden) und im Topspeed 22 Sachen drauflegt (300 statt 278 km/h).
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- Hamann verpasst dem Porsche Cayenne Turbo eine Keramik-Sportbremsanlage von MOV´IT. Diese arbeitet mit 420er Scheiben und Sechs-Kolben-Zangen vorne und 380er und Vier-Kolben-Pendants hinten.
Bitte erspart uns die Details
Dafür würden wir Euch wirklich gern berichten, dass Hamann dem Porsche Cayenne Turbo eine Keramik-Sportbremsanlage von MOV´IT verpasst hat. Aber das interessiert Euch genau so wenig wie die Tatsache, dass sie mit 420er Scheiben und Sechs-Kolben-Zangen vorne und 380er und Vier-Kolben-Pendants hinten arbeitet. Echt schade auch, dass Ihr nicht wissen wollt, dass der dicke Schwabe auf 11x23 Zoll großen Schmiederädern rollt, die mit 315/25er Reifen ringsum bestückt sind. Das Sportmodul für die Luftfederung, das die Karosserie um bis zu 35 Millimeter absenkt, ist erst recht keine Erwähnung wert.
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- Hamann gestaltet den Innenraum des Porsche Cayenne Turbo mit einer Komplett-Lederausstattung, einem Sportlenkrad und zahlreichen Carbon-Applikationen um.
Das Interieur? Interessiert vielleicht den Fahrer.
Vom Hamann-Komplett-Interieur ganz zu schweigen. Leder samt perfekt ausgeführter Ziernähte für Armaturenbrett und Sitze? Interessiert höchstens Tierschützer, die sich für die Rechte wiederkäuender Nutztiere einsetzen. Der Fahrer wird schon irgendwann merken, dass das neue Lenkrad besonders griffig ist und Armaturen und Mittelkonsole mit Sichtcarbon-Applikationen aufgewertet werden. In diesem Artikel hat diese Info jedenfalls keinen Platz.
So, jetzt wisst Ihr eben nicht über den Hamann Guardian Bescheid. Ihr habt es ja nicht anders gewollt.

