John Hennesseys weltbekannte Pferdezucht
Der Held dieser Geschichte trägt Jeans und Polohemd statt Hut und Lederweste. Er reitet die wildesten Turnierhengste zu und trainiert sie auf seiner Ranch in Sealy, Texas, bis sie ihr volles Leistungspotential ausschöpfen. Seine Pferdezucht ist weltbekannt, stets traben deutlich mehr Vollblüter aus dem Stall, als ursprünglich hineingeritten sind. Der Held dieses modernen Westerns ist John Hennessey, der Cowboy unter den amerikanischen Sportwagen-Tunern, dessen Religion Pferdestärken, Newtonmeter und Geschwindigkeiten weit jenseits der 300 km/h-Marke sind. NeuestesFohlen aus John Hennesseys Stall: die Corvette ZR750.
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- Optisches Chichi an seinen Zugpferden? Durchnummerierte Motor- und Armaturenbrett-Plaketten, Typenschilder und Fußmatten sind genug der Außendarstellung, meint John Hennessey.
Aufgepäppeltes Wildpferd
Damit wagt sich der Pferdestärken-Züchter einmal mehr an das derzeit heißeste Sportgerät aus Übersee. Die Eckdaten: 6,2-Liter-V8 mit Kompressoraufladung, 647 PS und 823 Nm – im Serienzustand. Das liest sich nicht gerade, als müsste das Herz dieses Wildpferdes dringend aufgepäppelt werden.Doch John Hennessey schöpft nur zu gern das Entwicklungspotential der acht zwangsbeatmeten Herzkammern aus. Er sorgt für mehr Luftdurchsatz im Kompressor, erhöht den Ladedruck von 0,6 auf 0,9 bar, führt dem V8 mehr Frischluft zu und passt die Zylinderköpfe an. Im Motor arbeiten nun neue Ventilfedern und eine optimierte Nockenwelle. Sportkatalysatoren winken die Abgase freudig erregt durch zum Auspuff, eine geänderte Motorelektronik stimmt alles aufeinander ab und hebt zudem die Höchstdrehzahl um 200 auf 6.700 Umdrehungen an.
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- Um die Corvette ZR1 auf 765 PS und 987 Nm zu bringen, legt Hennessey vor allem am Kompressor und der Luftzufuhr für den 6,2-Liter-V8-Motor Hand an.
Siegkandidat in Ascot
Das Ergebnis der Kraftkur: 765 PS bei 6.600 Touren und 987 Nm bei 4.700 Kurbelwellen-Rotationen. Und Reit-, Verzeihung…, Fahrleistungen, die Corvette-Jüngern die Freudentränen in die Augen schießen lassen. Von Null auf 60 mph (96,6 km/h) galoppiert die ZR750 in 2,8 Sekunden – sechs Zehntel schneller als die Serien-Variante, was in diesen Geschwindigkeitsregionen eine echte Hausnummer ist. In punkto Topspeed sattelt die Mega-Corvette um 30 km/h auf. War sie vorher mit 330 Sachen vielleicht in Hoppegarten ein Siegkandidat, würden wir unser Geld nun selbst beim Royal Ascot-Pferderennen auf die Hennessey Corvette ZR750 setzen.
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- Von Null auf 60 mph (96,6 km/h) galoppiert die Hennessey Corvette ZR750 in 2,8 Sekunden – sechs Zehntel schneller als die Serien-Variante. Der Topspeed steigt von 330 auf 360 km/h.
Zugpferde ohne optisches Chichi
Doch genug gewitzelt: Wenn es um Performance geht, versteht John Hennessey keinen Spaß. Deshalb verzichtet der Leistungsfetischist auf jeglichen optischen Schnickschnack, der vom wirklich wichtigen ablenkt. Optisches Chichi an seinen Zugpferden? Durchnummerierte Motor- und Armaturenbrett-Plaketten, Typenschilder und Fußmatten sind genug der Außendarstellung.
Als einer der letzten Aufrechten geht der Texaner unbeirrt seinen Weg
und reitet auf 765 Pferden dem Sonnenuntergang entgegen. Mundharmonika-
und Banjo-Klänge, Schwarzblende, Abspann: So stellen wir uns das
perfekte Ende eines Auto-Westerns vor.

