Edo macht den Enzo froh

Auf diesen Boliden wäre „Il Commendatore“ sicher stolz gewesen: Edo Competition wagt sich an den Ferrari Enzo und verpasst ihm allerlei Technik aus dem Rennsport und dem FXX. ( , 01.01.2009)

Wenn ein Ferrari nicht nur den Nach-, sondern auch den Vornamen des legendären Firmengründers trägt, muss es sich um ein ganz besonderes Gefährt handeln. Besonders ist der Ferrari Enzo ohne Zweifel, schließlich gibt es von diesem einst rund 700.000 Euro teuren straßenzugelassenen Rennwagen nur 399 Exemplare. Jeder einzelne befindet sich im Besitz auserwählter Ferrari-Enthusiasten. Doch selbst 660 PS und 350 km/h Topspeed können irgendwann gewöhnlich werden – mehr Leistung und vor allem Exklusivität muss her. Bei einem „Problem“ dieser Art kann Edo Competition helfen: Der Veredler aus dem westfälischen Ahlen bringt den Enzo mit zahlreichen Feinheiten aus dem Rennsport und dem stärkeren, nicht für den Straßenverkehr zugelassenen, FXX auf Touren.

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Den Topspeed gibt der Ahlener Veredler mit mehr als 370 km/h an.

Von einem Extrem ins nächste

Der FXX spendiert beispielsweise den Fächerkrümmer, der im Zusammenspiel mit Sportkatalysatoren und einem neuen Endschalldämpfer ein neues Klangbild erzeugt. Wie laut der Edo Enzo tatsächlich ist, kann der Pilot jedoch selbst bestimmen: Per Knopfdruck im Cockpit bedient er die im Auspuff integrierte Klappensteuerung, die den Sound je nach Gusto zwischen „gerade noch erträglich“ und „Formel 1-Niveau“ variiert. Doch damit nicht genug: Edo quetscht aus dem am Limit gebauten Sechsliter-V12 auch mehr Leistung heraus: Ein neuer Sportluftfilter sowie eine überarbeitete Ansauganlage und Motorelektronik sorgen dafür, dass nun 700 „cavallino rampante“ unter der Motorhaube galoppieren und das maximale Drehmoment von 657 auf 715 Newtonmeter steigt.Da ist es keine Überraschung, dass die Fahrleistungen trotz des in dieser Hinsicht schon extremen Basismodells profitieren. Dass der Ferrari Enzo von Edo Competition zwei Zehntel schneller von Null auf Hundert schießt (3,5 statt 3,7 Sekunden), liegt auch an der neuen Getriebesteuerung, die Schaltzeiten wie beim FXX ermöglichen soll. Je nach Einsatzzweck bietet Edo eine Sportkupplung mit zwei verschiedenen Belägen („strada“ und „pista“) an. Den Topspeed gibt der Ahlener Veredler mit mehr als 370 km/h an – da sollte die Autobahn aber wirklich frei sein…

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Etwas komfortabler als in der Formel 1.

Exklusiver Kundenkreis

In diesen Geschwindigkeitsregionen muss sich der Pilot auf sein Fahrwerk verlassen können. Deshalb kommt auch hier FXX-Technik zum Einsatz: Das Sportfahrwerk ist in Zug- und Druckstufe einstellbar und bietet zudem eine Lift-Funktion, falls sich die Temposchwellen am Drive In-Schalter wieder einmal als unüberwindbares Hindernis präsentieren sollten. Die Leichtbau- Felgen, die Edo je nach Kundenwunsch in allen erdenklichen Farben lackiert, tragen Michelin-Pneus der Dimension 265/35 ZR 19 (vorne) und 335/30 ZR 20 (hinten).Preise gibt Edo nur auf Anfrage bekannt. Angesichts des überschaubaren Fahrzeugbestandes ist aber nicht davon auszugehen, dass in der Ahlener Firmenzentrale nun Telefonterror angesagt ist.

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