Lamborghini Aventador LP 700-4

Donner-Vogel: Neuvorstellung Lamborghini Aventador LP 700-4

Mit einem Donnergrollen ist der neue Lamborghini-Supersportwagen namens Aventador aus Sant‘ Agata über die Alpen an den Genfer See gekommen, um auf der wichtigsten europäischen Frühlingsmesse endlich alle Verkleidungen von sich zu werfen. ( , 28.02.2011)

Genf: Die perfekte Bühne für den Aventador

Über zwei Jahre lang war der Nachfolger des Lamborghini Murciélago in düsteren Tarnungen über Teststrecken auf der ganzen Welt gedonnert. Die Anwohner des Nürburgrings konnten sich vom akustischen Potenzial des neu entwickelten Zwölfzylinders dabei ebenso einen klangvollen Eindruck verschaffen wie die Seelen im verschlafenen Lappland-Örtchen Arjeplog oder die Zufallsbesucher von Nardo. Jetzt legt der Supersportler endlich seine Tarnung ab und präsentiert sich erstmals unkostümiert dem Publikum. Keine Automobilmesse der Welt würde besser für die Weltpremiere des Aventador passen als der Genfer Automobilsalon. Denn hier zeigen sich jedes Jahr Anfang März die Schönsten der Schönen und zumeist auch die Stärksten der Starken.

Lamborghini Aventador LP 700-4
Der V12-Mittelmotor, ein Saugmotor mit 6,5 Litern Hubraum, bringt es auf 515 KW / 700 PS und 690 Nm maximales Drehmoment.

Power satt aus zwölf Zylindern

Der neue Super-Lamborghini sieht nicht nur gefährlich aus – mit ihm sollte man sich im Fahrbetrieb auf keinerlei Spielchen einlassen. V12-Mittelmotor, 6,5 Liter Hubraum, 515 KW / 700 PS und eine brachiale Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h zeigen, dass der neue Stier aus Norditalien mit seinen 690 Nm maximalem Drehmoment keine Gefangenen machen will. Er sucht ausschließlich Opfer. „Mit dem Aventador ist die Zukunft der Supersportwagen Realität geworden. Das emotionale Paket aus innovativen Technologien ist einzigartig und die Performance schlicht überwältigend“, strahlt Lamborghini-Präsident Stephan Winkelmann.„Der Aventador ist ein Sprung von zwei Generationen in Sachen Design und Technologie.“

Lamborghini Aventador LP 700-4
Die Heckleuchtengrafik des Lamborghini Aventador LP 700-4 zeigt sich vom hochexklusiven Reventon inspiriert.

Massive Abmagerungskur

Seinen alten Namen Murciélago hat der stärkste aller Lamborghini über Nacht verloren. Das neue Flaggschiff trägt die Bezeichnung Aventador, benannt nach einem besonders imposanten Stier, der Anfang der 90er Jahre im spanischen Saragossa die Massen verzückte. Bereits seit längerer Zeit war durchgesickert, dass der zumindest im trockenen Zustand nicht einmal 1,6 Tonnen schwere Aventador den Spurt 0 auf 100 km/h in unter drei Sekunden erledigen könne. Möglich macht dies nicht nur der artgerechte Allradantrieb mit Haldex-Kupplung, sondern ein neu entwickeltes Rennsportgetriebe, das im LP 700-4 Höchstleistungen vollbringt. Gleiches soll für den Motor gelten, allerdings nicht nur beim Thema Power: Dem Leistungsplus um rund fünf Prozent von 670 auf 700 PS stellt Lamborghini einen Minderverbrauch von rund 20 Prozent gegenüber.

Lamborghini Aventador LP 700-4
Geblieben sind beim Lamborghini Aventador LP 700-4 die Fledermaustüren und die gigantische Breite von 2,26 Metern. Dabei ist die Flunder aus Sant‘ Agata gerade einmal 1,13 Meter hoch.

Doppelt so breit wie hoch

Highlight des 4,78 Meter langen Supersportlers ist nicht sein mächtiges Saugtriebwerk mit 6,5 Litern Hubraum, sondern in erster Linie seine High-Tech-Karosserie aus Kohlefaserkomponenten, die den Boliden rund 250 Kilogramm leichter machen. Überraschend klein dabei sind die Veränderungen am Außendesign. So zeigt sich der Kampfstier Aventador im ähnlichen Kleid wie sein Vorgänger. Die Front ist bullig und Angst einflößend, wirkt jedoch nach vielen Murciélago-Jahren nicht mehr derart martialisch wie früher. Das trifft auch auf die steil ansteigende Seitenlinie und das nunmehr leicht stimmigere Heck zu. Geblieben sind die Fledermaustüren und die gigantische Breite von 2,26 Metern. Dabei ist die Flunder aus Sant‘ Agata gerade einmal 1,13 Meter hoch.

Lamborghini Aventador LP 700-4
Der zweite TFT-Bildschirm baut sich nach dem Starten des Triebwerks direkt vor den Augen des Piloten auf. Wie man es von einem Flugzeug-Cockpit kennt, werden alle Armaturen projiziert.

Wie in einem Flugzeug-Cockpit

Auch das Cockpit der ebenso leichten wie hochfesten Fahrgastzelle in Monocoque-Bauweise zeigt deutliche Anlehnungen an den Stil des Vorgängers. Jedoch ist die Mittelkonsole höher als bisher und trägt nunmehr deutlich selbstverständlicher einen Multifunktionsbildschirm. Der zweite TFT-Bildschirm baut sich nach dem Starten des Triebwerks direkt vor den Augen des Piloten auf. Wie man es von einem Flugzeug-Cockpit kennt, werden alle Armaturen ähnlich wie bei Jaguar XJ und Range Rover projiziert. Wie bisher kann der Pilot zwischen den Fahrmodi Straße, Sport und Rennstrecke wählen.

Kein Zweifel: Ungetarnt ist der Lamborghini Aventador der strahlende Sportwagenstar des Genfer Automobilsalons.

BEWERTE DIESEN ARTIKEL
rating_image rating_1 rating_2 rating_3 rating_4 rating_5
UMFRAGE

Der erste Eindruck vom Aventador?

  • Oh man ist der heiß! Lamborghini hat es einfach drauf!
    91%
  • Gefällt mir gar nicht! Der Murciélago ist viel schöner!
    6 %
  • Lamborghini interessiert mich nicht! Wo sind die Bilder vom neuen Smart Forspeed?
    3 %
KOMMENTARE
Ähnliche Artikel

Lamborghini Aventador

Da ist das Ding! Erste Bilder des Lamborghini Aventador

Den Untiefen des Internet sei Dank! Was Lamborghini unbedingt bis zum großen Knall in Genf geheim halten wollte, ist jetzt doch durchgesickert: Hier sind die ersten Bilder des neuen Über-Stiers Aventador.

DMC Aventador „Molto Veloce“

DMC: Mehr Leistung im Lambo Aventador

Was braucht der 700 PS starke Lamborghini Aventador? Ganz klar: mehr Leistung! Hier hilft DMC, eine internationale Veredelungsschmiede aus Düsseldorf, weiter.

Genfer Autosalon 2012 - Rundgang

Die Supersportler in Genf: Leistung geht immer

Brachiale, kantige, sauschnelle und exorbitant teure Mega-Boliden sorgen natürlich auch in Genf für offene Münder und feuchte Träume. Seht die „Abteilung Attacke“ in unserer Supersportler-Fotoshow.

Aventador & 458 Spider-Tuning

Italienische Momente von Wheelsandmore

Wheelsandmore hat Neues im Programm: den Rabbioso und den Perfetto. Wer jetzt an Pizza, Taschenspielertricks und Dolce Vita denkt, liegt gar nicht so falsch: Hier handelt es sich um veredelte Varianten des Lamborghini Aventador und Ferrari 458 Spider.

Murciélago LP670-4 SV Twin Turbo

Der 1.000 PS-Lambo aus dem Untergrund

In den USA etabliert sich derzeit ein neuer Volkssport: Nämlich Supersportwagen mit mindestens 1.000 PS zu bauen. Der nächste Vertreter dieser Spezies ist ein Lamborghini Murciélago LP 670-4 SuperVeloce, den US-Tuner Underground Racing mit zwei Turboladern auf Höchstleistung trimmt.
Ähnliche Videos

Lamborghini Aventador LP700-4

Der Aventador LP 700-4 ist der Sportwagen-Star des Genfer Autosalons 2011. Motorvision stellt den neuen Über-Lambo vor.

Genfer Autosalon 2012: Lamborghini Aventador J

Auf dem Genfer Autosalon 2012 ging es betont sportlich zu. Das gilt besonders für Lamborghini. Am Stand der Italiener war das aufregende Einzelstück namens Aventador J das Highlight. Motorvision stellt den Boliden vor und befragt Lamborghini-Chef Dr. Stephan Winkelmann zu den Zukunftsplänen der Marke.

Test Lamborghini Murciélago

Bei Motorvision muss der Lamborghini Murciélago beweisen, was er auf dem Hockenheimring und auf der Nordschleife so drauf hat.

Die Sportwagen-Highlights des Genfer Autosalons 2011

Lamborghini Aventador LP 700-4, Ferrari FF, Jaguar XKR-S und Koenigsegg Agera R: PS-Fetischisten kommen in Genf voll auf ihre kosten. Hier ist Staunen und Genießen angesagt.

Mythos Lamborghini - Teil 1

Motorvision blickt zurück auf die Firmengeschichte von Lamborghini. Mit dabei: der legendäre Testfahrer Valentino Balboni.

Mythos Lamborghini - Teil 2

Motorvision wirft einen Blick hinter die Kulissen des Lamborghini-Heiligtums - der Designabteilung.
MOTORVISION MAGAZIN
MOTORVISION AUF FACEBOOK
AKTUELLES VIDEO
Lucy bei Knud Tiroch Teil 6
FACEBOOK EMPFEHLUNGEN
BILDERGALERIEN