Genf: Die perfekte Bühne für den Aventador
Über zwei Jahre lang war der Nachfolger des Lamborghini Murciélago in düsteren Tarnungen über Teststrecken auf der ganzen Welt gedonnert. Die Anwohner des Nürburgrings konnten sich vom akustischen Potenzial des neu entwickelten Zwölfzylinders dabei ebenso einen klangvollen Eindruck verschaffen wie die Seelen im verschlafenen Lappland-Örtchen Arjeplog oder die Zufallsbesucher von Nardo. Jetzt legt der Supersportler endlich seine Tarnung ab und präsentiert sich erstmals unkostümiert dem Publikum. Keine Automobilmesse der Welt würde besser für die Weltpremiere des Aventador passen als der Genfer Automobilsalon. Denn hier zeigen sich jedes Jahr Anfang März die Schönsten der Schönen und zumeist auch die Stärksten der Starken.
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- Der V12-Mittelmotor, ein Saugmotor mit 6,5 Litern Hubraum, bringt es auf 515 KW / 700 PS und 690 Nm maximales Drehmoment.
Power satt aus zwölf Zylindern
Der neue Super-Lamborghini sieht nicht nur gefährlich aus – mit ihm sollte man sich im Fahrbetrieb auf keinerlei Spielchen einlassen. V12-Mittelmotor, 6,5 Liter Hubraum, 515 KW / 700 PS und eine brachiale Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h zeigen, dass der neue Stier aus Norditalien mit seinen 690 Nm maximalem Drehmoment keine Gefangenen machen will. Er sucht ausschließlich Opfer. „Mit dem Aventador ist die Zukunft der Supersportwagen Realität geworden. Das emotionale Paket aus innovativen Technologien ist einzigartig und die Performance schlicht überwältigend“, strahlt Lamborghini-Präsident Stephan Winkelmann.„Der Aventador ist ein Sprung von zwei Generationen in Sachen Design und Technologie.“
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- Die Heckleuchtengrafik des Lamborghini Aventador LP 700-4 zeigt sich vom hochexklusiven Reventon inspiriert.
Massive Abmagerungskur
Seinen alten Namen Murciélago hat der stärkste aller Lamborghini über Nacht verloren. Das neue Flaggschiff trägt die Bezeichnung Aventador, benannt nach einem besonders imposanten Stier, der Anfang der 90er Jahre im spanischen Saragossa die Massen verzückte. Bereits seit längerer Zeit war durchgesickert, dass der zumindest im trockenen Zustand nicht einmal 1,6 Tonnen schwere Aventador den Spurt 0 auf 100 km/h in unter drei Sekunden erledigen könne. Möglich macht dies nicht nur der artgerechte Allradantrieb mit Haldex-Kupplung, sondern ein neu entwickeltes Rennsportgetriebe, das im LP 700-4 Höchstleistungen vollbringt. Gleiches soll für den Motor gelten, allerdings nicht nur beim Thema Power: Dem Leistungsplus um rund fünf Prozent von 670 auf 700 PS stellt Lamborghini einen Minderverbrauch von rund 20 Prozent gegenüber.
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- Geblieben sind beim Lamborghini Aventador LP 700-4 die Fledermaustüren und die gigantische Breite von 2,26 Metern. Dabei ist die Flunder aus Sant‘ Agata gerade einmal 1,13 Meter hoch.
Doppelt so breit wie hoch
Highlight des 4,78 Meter langen Supersportlers ist nicht sein mächtiges Saugtriebwerk mit 6,5 Litern Hubraum, sondern in erster Linie seine High-Tech-Karosserie aus Kohlefaserkomponenten, die den Boliden rund 250 Kilogramm leichter machen. Überraschend klein dabei sind die Veränderungen am Außendesign. So zeigt sich der Kampfstier Aventador im ähnlichen Kleid wie sein Vorgänger. Die Front ist bullig und Angst einflößend, wirkt jedoch nach vielen Murciélago-Jahren nicht mehr derart martialisch wie früher. Das trifft auch auf die steil ansteigende Seitenlinie und das nunmehr leicht stimmigere Heck zu. Geblieben sind die Fledermaustüren und die gigantische Breite von 2,26 Metern. Dabei ist die Flunder aus Sant‘ Agata gerade einmal 1,13 Meter hoch.
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- Der zweite TFT-Bildschirm baut sich nach dem Starten des Triebwerks direkt vor den Augen des Piloten auf. Wie man es von einem Flugzeug-Cockpit kennt, werden alle Armaturen projiziert.
Wie in einem Flugzeug-Cockpit
Auch das Cockpit der ebenso leichten wie hochfesten Fahrgastzelle in Monocoque-Bauweise zeigt deutliche Anlehnungen an den Stil des Vorgängers. Jedoch ist die Mittelkonsole höher als bisher und trägt nunmehr deutlich selbstverständlicher einen Multifunktionsbildschirm. Der zweite TFT-Bildschirm baut sich nach dem Starten des Triebwerks direkt vor den Augen des Piloten auf. Wie man es von einem Flugzeug-Cockpit kennt, werden alle Armaturen ähnlich wie bei Jaguar XJ und Range Rover projiziert. Wie bisher kann der Pilot zwischen den Fahrmodi Straße, Sport und Rennstrecke wählen.
Kein Zweifel: Ungetarnt ist der Lamborghini Aventador der strahlende Sportwagenstar des Genfer Automobilsalons.

