Neues von Dodge
Wer sich nur ein bisschen für Oldtimer, insbesondere für amerikanische Klassiker, interessiert, erkennt den Namen der Dodge-Neuvorstellung auf der Detroit Motor Show sofort wieder. Die Modellbezeichnung „Dart“ ist nicht neu in der Modellhistorie des zum Chrysler-Konzern gehörenden Herstellers. Von 1959 bis 1976 lanciert Dodge den Dart unterhalb des Spitzenmodells Polara. Doch von den alten Tugenden in Form von maskulin-markantem Design, großvolumigen V8-Motoren und Hinterradantrieb ist nichts übrig geblieben. Der neue Dart ist alles andere als das, was sein Name suggeriert. Er ist keine Retro-Auflage wie Challenger oder Mustang, die an vergangene Erfolgszeiten erinnert. Vielmehr muss man ihn mit der aktuellen Dodge-DNA identifizieren. Tatsächlich basiert er auf der zum Allianzpartner Fiat gehörendenAlfa Romeo Giulietta. Damit ist der Dart das erste Modell der Chrysler-Gruppe, welches auf einer Fiat-Plattform aufbaut.
Dart-Besonderheiten
Für den amerikanischen Markt darf es gern etwas größer sein. Daher ist die Dart-Karosse im Vergleich zur Giulietta breiter und länger. Laut Dodge soll der wiedergeborene Dart damit den geräumigsten Innenraum seiner Klasse aufweisen. Bei den Motoren geht es wieder recht europäisch zu. Drei Benziner bietet Dodge an: ein 1,4 Liter-Turbo mit 160 PS, ein Zweiliter-Vierzylinder mit 16 Ventilen und ebenfalls 160 PS sowie ein 2,4 Liter-Vierzylinder mit 184 PS. Passend zur Motorisierung stehen ein manuelles Sechsganggetriebe, ein sechsstufiges DSG und ab 2013 eine Neungang-Automatik aus dem Hause ZF zur Wahl. Dodge wird den Dartzwar nicht in Europa anbieten, dennoch ist er für den europäischen Markt interessant. Wie Fiat-Chef Sergio Marchionne erklärt, könnte auf derselben Kompaktklasse-Plattform von Giulietta und Dart der neue Bravo entstehen. Die hohe Stückzahl der in den USA verkauften Darts bildet die Grundlage für ein weiteres Modell in Europa.

