Dodge Challenger: Hauseigenes Beschleunigungs-Paket

Dodge macht ernst: Mit dem neuen Challenger will man nicht nur die Herzen eingefleischter Muscle Car-Fans im Sturm erobern, sondern auch im Motorsport mitmischen. Die entsprechenden Autos hat Haustuner „Mopar“ jetzt vorgestellt. ( , 01.01.2009)

Dodge möchte mit dem neuen Challenger die Drag Racing-Szene erobern und enthüllte zwei Challenger-Prototypen mit einem Drag Race-Package, die zukünftig auf der „Quartermile“ auftrumpfen sollen. Die Enthüllung fand bei den 29. Annual Mopar Mile-High Nationals auf dem Bandimere Speedway in Morrison, Colorado, statt. Für die brutale Optik und speziellen Modifizierungen zeichnet Mopar, der offizielle Teilelieferant der Chrysler-Gruppe für Tuning und Rennsport, verantwortlich. Mopar steht für „Motorteile“; das englische Kunstwort entstand aus „MOtor“ und „PARts“.

Keine Geringeren als “Big Daddy” Don Garlits und Judy “Miss Mighty Mopar” Lilly saßen beim Eröffnungsrennen hinter dem Steuer der Prototypen. Garlits gilt als Pionier des Drag Racings, feierte zahllose Siege und durchbrach im Jahre 1964 als erster Fahrer die 200 mph-Marke (321,89 km/h). Miss Mighty Mopar zählt zu den ersten weiblichen Drag Racing-Piloten und konnte als einzige Frau in einem Jahr zwei Events der National Hot Rod Association (NHRA) gewinnen.

Challenger Drag Race - Start
Die beiden Dodge Challenger mit Drag Race Package sind nur für einen Zweck gebaut: Möglichst schnell die Viertelmeile zu durcheilen

Abgespeckter Kraftprotz

Die ersten zwei Challengers mit dem Drag Race-Package will Dodge für Tests und den Feinschliff nutzen. Basierend auf dem Challenger SRT8, entsprechen die Prototypen dem Reglement der NHRA und wurden gegenüber der Serienversion um rund 450 Kilogramm erleichtert. Somit kann der Challenger in diversen Klassen der NHRA an den Start gehen.Um das geringe Gewicht weiter zu akzentuieren, hat Mopar für den Challenger Komponenten aus Verbundwerkstoff, Polycarbonat und weitere in Leichtbauweise entstandene Elemente entwickelt. Dazu gehören beispielsweise die Motorhaube mit der großen Lufthutze, Vordersitze, wie sie in der Viper zum Einsatz kommen, Fenster aus Polycarbonat, ein besonders leichtes Kühlsystem und diverse technische Komponenten.Um die Gewichtsverteilung zu verbessern, positionierte Mopar den Motor neu. Den ursprünglichen Radstand von 2,95 Metern kürzten die Macher um 1,27 Zentimeter. Darüber hinaus verstärkte man die Achsen. Für den Vortrieb des Drag Racers sollen voraussichtlich drei Motoren zum Einsatz kommen: ein HEMI mit 6,1 oder 5,7 Litern Hubraum sowie ein 5,9 Liter großer Magnum Wedge. Die Kraftübertragung erfolgt wahlweise über eine Handschaltung oder eine Automatik.

Challenger Drag Race - Beide Frontansicht
Zwischen 30.000 und 35.000 US-Dollar (umgerechnet rund 18.850 Euro bis 22.000 Euro) kostet es, den Dodge Challenger zum ultimativen Drag Racer umzubauen

Mindestens 100 müssen es sein

Um die Anforderungen der NHRA zu erfüllen, wird Mopar mindestens 100 Dodge Challenger mit dem Drag Race-Package bauen, das sich ab Ende August/Anfang September 2008 bestellen lässt. Die Preise für den Challenger Drag Race Package sollen - abhängig von der Konfiguration - zwischen 30.000 und 35.000 US-Dollar beginnen; das sind aktuell umgerechnet rund 18.850 Euro bis 22.000 Euro.Jeder Käufer erhält ein Handbuch, das die Modifikationen am Dodge Challenger SRT8 und den weiteren Umbau zur Teilnahme an den sogenannten Stock Eliminator-Wettbewerben dokumentiert.

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