Die sieben Siegel – Aston Martin One-77
Auf dem Autosalon in Genf wurde er bereits enthüllt, der neue Aston Martin Supersportwagen One-77. Und doch bleibt er ein geheimnisumwitterter Luxus-Keil, dem man wohl nicht allzu oft auf der Straße begegnen wird.
(Florian Maier
, 01.01.2009)
Der Aston Martin One-77 soll modernste High-Tech mit bodenständiger Handarbeit verbinden und dabei das innovative Potenzial der Aston-Ingenieure demonstrieren. Rein optisch zeigt sich der One-77 im kontrastreichen Flundergewand: fast schon liebevolle Augen umschmeicheln ein gierig aufgerissenes Maul, das aggressive Sogwirkung vermittelt. Die Rückleuchten sind sichelförmig ausgeprägt und – mehr oder weniger stilsicher – als Band zusammengefasst. Das knackige Heck wirkt aber vor allem durch die muskulös-ausgestellten Kotflügel wie ein fitness-gestähltes Ideal-Hinterteil.
Charakteristische Sicken, zahlreiche Lüftungsöffnungen und der üppige Heckdiffusor lassen nur erahnen, welches Ungetüm unter der Haube sein Unwesen treibt. In Zusammenarbeit mit den Motorenspezialisten von Cosworth erfährt der aus DBS, DB9 und den Vantage-Modellen bekannte 6,0-Liter-V12 eine Überarbeitung, die sich gewaschen hat. Am Ende sollen 7,3 Liter Hubraum, über 700 PS und eine Maximalgeschwindigkeit von circa 320 km/h stehen. Für den Spurt von 0 auf 100 km/h benötigt der Supersportler dann voraussichtlich nur noch knapp 3,5 Sekunden – und das bei einem relativ stattlichen Gewicht von circa 1.500 Kilogramm.Zur Preisgestaltung des One-77 hat man sich bei Aston Martin bisher nicht offiziell geäußert. Gerüchteweise steht jedoch ein apokalyptischer Preis von circa 1.5 Millionen Euro im Raum. Eine Gesamtauflage von voraussichtlich nur 77 Stück verleiht dem bislang teuersten Aston Martin aller Zeiten schon vor seinem Erscheinen Sammlerstatus.
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