Der neue Lamborghini Gallardo LP560-4 Spyder feiert derzeit sein Debüt auf der Los Angeles Auto Show (noch bis 30. November 2008). Er kombiniert das Design, die Performance und das Handling des Coupés mit dem enormen Fahrspaß eines Sportwagens mit Faltverdeck. So besitzt nun auch der Spyder das neue V10-Triebwerk mit 5,2 Litern Hubraum und einer gegenüber dem Vorgänger um 40 PS gesteigerten Leistung. In Zahlen ausgedrückt: 560 PS bei 6.000 U/min und ein maximales Drehmoment von 540 Nm, das bei 6.500 U/min anliegt. Die füllige Drehmomentkurve sorgt für satten Durchzug aus jeder Drehzahl.
Mit dieser Kraft katapultiert sich der offene LP560-4 in nur vier Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 324 km/h. Fahrpräzision und Dynamik konnte Lamborghini durch das neue, leichtere Getriebe mit seinen im „Corsa Mode“ um bis zu 40 Prozent verkürzten Schaltzeiten, dem überarbeiteten Fahrwerk und dem permanenten Allradantrieb erheblich steigern. Der Durchschnittsverbrauch mit dem e.Gear-Getriebe soll bei 14 l/100 km liegen, die CO2-Emissionen bei 330 g/km - eine Senkung um 18 Prozent im Vergleich zum Vorgänger.
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- Die Front lässt den LP560-4 Spyder satt und tief auf der Straße erscheinen, dient aber ebenso der aerodynamischen Effizienz
Das Design: Kraftvoll und typisch Lamborghini
Die Front lässt den LP560-4 Spyder satt und tief auf der Straße erscheinen, dient aber ebenso der aerodynamischen Effizienz. Für den wichtigen Luftdurchsatz sorgen dabei die großen Kühllufteinlässe. Der tief zwischen den Lufteinlässen angeordnete Spoiler verbessert die aerodynamische Balance bei hohen Geschwindigkeiten. Die Scheinwerfer tragen unterhalb der Bi-Xenon-Lampen ein charakteristisches Tagfahrlicht: Die 15 LEDs haben die Macher Y-förmig angeordnet. Dasselbe Motiv taucht in den Heckleuchten wieder auf: Die Schluss- und Bremsleuchten sind inspiriert vom Miura Concept, Murciélago LP640 sowie vom Reventón und zeigen die Y-Form gleich dreifach auf beiden Seiten.Heckleuchten, Luftauslassgitter, Stoßfänger und Diffusor sind so positioniert, dass sie den LP560-4 Spyder enorm breit und gleichsam mit der Straße verwachsen erscheinen lassen. Die Auspuffanlage zeigt ihre Präsenz durch vier verchromte Endrohre. Der Heckdiffusor liefert mehr Abtrieb und trägt zusammen mit dem glattflächigen Unterboden zur exzellenten Richtungsstabilität selbst bei Höchstgeschwindigkeit bei. Aufwändig in Aluminium gefertigte Einfülldeckel für Benzin sowie Motoröl und eine Rückfahrkamera, die man in eine kleine Finne im selbsttätig ausfahrenden Heckspoiler integriert hat, oder die fein ausgearbeiteten Gitter in den Auspuff-Endrohren runden die Maßnahmen gelungen ab.
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- Heckleuchten, Luftauslassgitter, Stoßfänger und Diffusor sind so positioniert, dass sie den Spyder enorm breit und gleichsam mit der Straße verwachsen erscheinen lassen
Oben ohne: Das klassische Faltverdeck
Zum vollautomatisierten Öffnen und Schließen des Verdecks müssen zwei Schalter auf der Mittelkonsole bedient werden. Das Ganze dauert jeweils nur rund 20 Sekunden. Eine Servicefunktion erlaubt es, das Dach so zu positionieren, dass der im Heck positionierte Motor zugänglich ist - die gläserne Abdeckung des Triebwerkes bleibt dem Coupé vorbehalten. Platz für das Verdeck schafft die leicht erhöhte Schulterlinie.Gewicht ist schlecht für einen Sportwagen, Leichtbau fördert die Dynamik. Aluminium ist viel leichter als Stahlblech - deshalb besitzt der Gallardo LP560-4 Spyder eine Karosserie in leichter und dennoch fester Aluminium-Bauweise. Weil der neue Motor leichter baut als sein Vorgänger, bringt der Zweisitzer trocken nur rund 1.550 Kilogramm auf die Waage. Die Karosserie ist nicht nur leicht, sondern auch verwindungssteif und damit das Fundament für ausgezeichnete Handlingeigenschaften.
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- Sieben Rundinstrumente informieren den Fahrer über die wichtigsten Funktionen des Motors. Ein Multifunktionsdisplay präsentiert wichtige Informationen des Bordcomputers
Kohlefaser-Keramik-Bremsanlage als Option
Der Gallardo macht seine Dynamik sinnlich erlebbar. Im Grenzbereich scheinen sich die Reifen in den Formaten 235/35 ZR 19 vorn und 295/30 ZR 19 hinten geradezu mit dem Asphalt zu verzahnen. Bei einer Geschwindigkeit über 120 km/h erhöht ein selbsttätig ausfahrender Heckspoiler den Abtrieb auf der Hinterachse. Er spielt mit dem speziell ausgeformten Unterboden zusammen, der die Strömung unter dem Wagen lenkt.Die Bremsanlage verzögert mit brachialer Gewalt - vorn greifen Achtkolbensättel des Spezialisten Brembo auf Bremsscheiben von 365 Millimetern Durchmesser zu. Hinten arbeiten Vierkolbensättel und 356 Millimeter große Scheiben. Das Ventilationssystem der Scheiben verbessert die Standfestigkeit bei extremen Einsätzen zusätzlich. Optional gibt es extrem standfeste Scheiben aus Kohlefaser-Keramik. Vorne messen die CCB (Carbon Ceramic Brake)-Scheiben 380 Millimeter, hinten ebenfalls 356 Millimeter. Insgesamt ist die CCB-Bremsanlage leichter, was gerade sowohl Fahrdynamik als auch Komfort verbessern soll.
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- Zum Öffnen und Schließen des Verdecks müssen zwei Schalter auf der Mittelkonsole bedient werden. Das Ganze dauert jeweils nur rund 20 Sekunden
Innenraum mit hochwertiger Individualität
Der Lamborghini Gallardo LP560-4 Spyder empfängt seine Passagiere mit einem sportlich-luxuriösen Innenraum. Die festen Halt gebenden Sportsitze überziehen die Macher mit feinem Leder oder Alcantara. Die breite Mittelkonsole beherbergt unter anderem das serienmäßige Audio- und Multimediasystem. Unter dem Monitor liegt eine Leiste aus klassisch-eleganten Kippschaltern. Sieben Rundinstrumente informieren den Fahrer über die wichtigsten Funktionen des Motors, ein Multifunktionsdisplay zwischen Tacho und Drehzahlmesser präsentiert wichtige Informationen des Bordcomputers.Ab Werk sind beispielsweise Fahrer-, Beifahrer- und Seitenairbags, eine Zweizonen-Klimaautomatik mit Sonnenstands-Regelung, eine Audioanlage samt USB-Schnittstelle, Sportsitze mit elektrisch verstellbarer Rückenlehne, eine Ausstattung in feinem Leder und Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht an Bord. Die Markteinführung des Lamborghini Gallardo LP560-4 Spyder wird im Frühjahr 2009 stattfinden. In Deutschland ist der offene Sportwagen voraussichtlich ab 191.494,80 Euro erhältlich.

