Sebastian Vettel
Klar, dass der Weltmeister in dieser Rubrik ganz oben auftaucht. Aber Vettel hat es sich in dieser Saison redlich verdient. Die vier Punkte Vorsprung im WM-Klassement beschreiben nicht ansatzweise, wie der junge Deutsche das Feld in dieser Saison beherrscht hat. Schon eher die zehn Pole Positions – Vettel stand in mehr als der Hälfte aller Rennen auf Startplatz eins! Klar, auch andere Piloten mussten unverschuldet Punkte hergeben, aber keinen hat es so hart getroffen wie Vettel. Behält Vettel seine sympathische, unbekümmerte Art bei, legt hier und da in Sachen Rennintelligenz zu und macht bei der Wahl seiner Teams alles richtig, hat er das Zeug, der beliebteste Rekord-Weltmeister aller Zeiten zu werden. Denn Vettel hat noch einiges vor sich.
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- Mark Webber hat sich gegen die Widerstände – von denen es auch teamintern einige gab – durchgesetzt, am Saisonende aber doch ein wenig zu viel Nervenflattern bekommen.
Mark Webber
Okay, er hat es am Ende nur auf Platz drei geschafft. Doch wer hätte dem Australier zugetraut, bis zum letzten Saisonrennen intakte Meisterschafts-Chancen zu haben? 2010 war die – leider zu späte – Coming Out-Saison eines Kämpfers, der sehr wohl ein Grand Prix-Wochenende dominieren kann, wenn er im richtigen Auto sitzt. Webber hat sich gegen die Widerstände – von denen es auch teamintern einige gab – durchgesetzt, am Saisonende aber doch ein wenig zu viel Nervenflattern bekommen. Fraglich, ob es Webber noch einmal packt, aber in dieser Saison hat er endgültig bewiesen, dass er zu Recht im Cockpit eines Weltmeister-Autos sitzt.
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- Wie Fernando Alonso um seine WM-Chance gekämpft hat, verdient höchsten Respekt. Die Art und Weise, wie Ferrari den Titel im letzten Rennen verspielt hat, wird den Spanier nur weiter anstacheln.
Fernando Alonso
Ja, er hat nur den Vize-„Titel“. Und nein, ein sympathischer Vertreter der Formel 1-Fahrergilde wird er nie mehr werden. Aber wie Fernando Alonso um seine WM-Chance gekämpft hat, verdient höchsten Respekt. Stark zu Saisonbeginn, hat er sich von Ferraris Schwächephase zwischen dem Monaco- und Großbritannien-Grand Prix nicht beirren lassen. Ebenso wenig wie von den Diskussionen nach dem Teamorder-Sieg in Hockenheim. Stattdessen holte der Spanier alles aus seinem ganz sicher nicht perfekten Auto heraus und schnappte sich fast einen nicht für möglich gehaltenen WM-Titel. Die Niederlage im Saisonfinale wird ihn noch weiter anstacheln, Vettel sollte Alonso nächste Saison auf jeden Fall im Auge behalten.
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- Drei Podiumsplätze, mehr Punkte als Felipe Massa und fast doppelt so viele WM-Zähler wie der Teamkollege – das war eine Granaten-Saison von Nico Rosberg.
Nico Rosberg
Das letztjährige Weltmeister-Team ist 2010 abgestürzt. Na und, hat sich Nico Rosberg gedacht und im Mercedes GP-Boliden trotzdem ein ums andere Mal Top-Resultate eingefahren. Drei Podiumsplätze, mehr Punkte als Felipe Massa im deutlich schnelleren Ferrari und fast doppelt so viele WM-Zähler wie der Teamkollege, seines Zeichens Rekord-Weltmeister – das war eine Granaten-Saison eines Unterschätzten. Kein Zweifel: Wenn es das Auto irgendwann hergibt, kann Rosberg eines Tages Weltmeister werden.
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- Als einziger hat es Robert Kubica regelmäßig geschafft, den Jungs aus den Top Four-Teams Punkte abzuknöpfen. Ein zweiter und zwei dritte Plätze sprechen für sich.
Robert Kubica
Beeindruckend, wie der Pole sein Ding durchgezogen hat. Als einziger hat er es regelmäßig geschafft, den Jungs aus den Top Four-Teams Punkte abzuknöpfen. Ein zweiter Rang und zwei dritte Plätze in einem Auto, das höchstens Potenzial für ein paar Punkte hat, sind aller Ehren wert. Bleibt ihm zu wünschen, dass er irgendwann einmal Top-Material bekommt. Kubica im Red Bull, Ferrari oder McLaren? Könnte eng für den jeweiligen Teamkollegen werden…
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- Kobayashi hat in dieser Saison 32 Punkte gesammelt, seine Teamkollegen Nick Heidfeld und Pedro de la Rosa zusammen nur zwölf - ein starkes Jahr des Japaners!
Kamui Kobayashi
Schon folgender Fakt spricht für sich: Kobayashi hat in dieser Saison 32 Punkte gesammelt, seine Teamkollegen Nick Heidfeld und Pedro de la Rosa zusammen nur zwölf. Dabei hat er sich und das Team aus einem schauderhaften Saisonstart rausgezogen, immer mal wieder Glanzlichter gesetzt wie etwa in Valencia, Hockenheim oder Suzuka. Dabei hat er trotz seiner furchtlosen Fahrweise vergleichsweise wenig Schrott produziert. Der Japaner hat vollkommen zu Recht sein Sauber-Cockpit für 2011 sicher!
Morgen auf www.motorvision.de: Die Fahrer-Flops der Saison 2010. Diese Piloten haben uns bitter enttäuscht.

