Zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit haben in den letzten Jahren Früchte getragen. Damit das so bleibt, erneuert der ADAC seine Verpflichtungen im Rahmen der EU-Charta. (Florian Bauer , 02.03.2010)
Stark rückläufige Zahl der Verkehrstoten
Neben Schweden, den Niederlanden und Großbritannien zählt Deutschland zu den Ländern mit der höchsten Straßenverkehrssicherheit. Zwischen 2001 und 2009 konnte nach Angaben des ADAC die Zahl der Verkehrstoten hierzulande um 45 Prozent reduziert werden. Nicht ganz so erfolgreich waren die übrigen europäischen Staaten. Europaweit sank die Zahl der Verkehrstoten in diesem Zeitraum von rund 52 000 auf 35 000 - ein Rückgang um lediglich 35 Prozent.
ADAC erneuert seine Verpflichtungen
Eine nicht unerhebliche Rolle spielt dabei das ständig steigende Sicherheitsniveau moderner Kraftfahrzeuge. Dieser Trend dürfte sich dank der Abwrackprämie weiter verstärkt haben – viele Autos ohne Airbags und ABS wanderten in die Presse und wurden durch sichere Neufahrzeuge ersetzt. Doch auch andere Maßnahmen können zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit führen. Aus diesem Grund erneuerte der ADAC gemeinsam mit anderen deutschen Organisationen am Dienstag, dem 2. März 2010, seine im Jahr 2004 gegebene Verpflichtung im Rahmen der EU-Charta für Straßenverkehrssicherheit. Die Charta wurde 2004 ins Leben gerufen, als die EU sich das Ziel gesetzt hat, die Zahl der Verkehrstoten – ausgehend vom Jahr 2001 – bis 2010 zu halbieren. Der ADAC war einer der 39 Erstunterzeichner.
Vielfältige Programme für jung und alt
Kernpunkt der ADAC-Aktivitäten ist hierbei der weitere Ausbau der Verkehrssicherheitsprogramme. So sollen künftig Vorschulkinder und Erstklässler im von der ADAC-Stiftung „Gelber Engel“ unterstützten Programm "Aufgepasst mit ADACUS" spielerisch an ihre Rolle als Fußgänger herangeführt werden. Zudem werden die jüngsten und damit auch gefährdetsten Verkehrsteilnehmer kostenlos mit Sicherheitswesten ausgestattet. Damit sind die ABC-Schützen schon von weitem zu erkennen – ein wichtiges Sicherheitsplus, gerade in den dunklen Wintermonaten.
Aber auch der „Generation 50+“ muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. In Zukunft wird deren Bevölkerungsanteil noch weiter steigen - und Mobilität bis ins hohe Alter hinein ist für viele enorm wichtig. Senioren können daher in einem Fahrfitness-Check ihre Fahreignung von speziell geschulten Moderatoren überprüfen lassen. Außerdem in Planung: die konsequente Weiterführung des ADAC-Straßentests sowie der Ausbau der ADAC-Fahrsicherheitstrainings und der ADAC-Luftrettung.