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Der Väth V58: 565 PS und 770 Nm im Frauen-Roadster

Eigentlich gilt der Mercedes SLK ja eher als Hausfrauen-Porsche. In der verschärften Variante von Väth mutiert der Stuttgarter zur Kompressor-Rakete. (Florian Bauer, 15.03.2010)

Als Basis dient der SLK AMG R171, der es in der Väth-Version auf 565 PS bringt.
Als Basis dient der SLK AMG R171, der es in der Väth-Version auf 565 PS bringt.

Kleines Detail mit großer Wirkung

​Dorfjugend-Tuning oder ehrlicher Hochleistungssportler? Beim Erstkontakt mit dem Väth V58 kommt man ins Grübeln. Zu sehr lenken die billig wirkenden LED-Tagfahrlichter vom eigentlich gelungenen Gesamtkonzept ab. Nur eines ist sicher: Understatement zählt nicht zu den bevorzugten Eigenschaften des V58. Als Basis dient der SLK AMG R171, der es in der Väth-Version auf 565 PS bringt. Die Leistungssteigerung besteht aus einer Hubraumerhöhung auf 5,8 Liter in Verbindung mit einem Kompressor. Dazu gesellen sich Sportkolben, Sportnockenwellen, Fächerkrümmer, Edelstahl-Katalysatoren, Sportendschalldämpfer, polierte Zylinderköpfe, Sportluftfilter und eine langhubige Kurbelwelle. 770 Nm und eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h sind somit möglich. Der Preis für diese Leistungssteigerung beträgt stolze 30.785 Euro. Auf Wunsch liefert Väth auch ein Sperrdifferential für 5.224 Euro und den hauseigenen und patentierten Kraftstoffkühler für 2.070 Euro. Dieser sorgt für eine verbesserte Verbrennung im Zylinder.

In der verschärften Variante von Väth mutiert der Stuttgarter zur Kompressor-Rakete.
In der verschärften Variante von Väth mutiert der Stuttgarter zur Kompressor-Rakete.

Felgen in Wagenfarbe

Um zu unterstreichen, dass hier kein gewöhnlicher SLK steht, verpasst Väth dem Roadster stattliche 19-Zöller mit einem auf Hochglanz polierten Edelstahlfelgenaußenbett. Diese sind wahlweise in Silber, Schwarz oder Wagenfarbe lieferbar. Den Kontakt zur Straße stellen Hochleistungsreifen der Größe 235/35 vorne und 275/30 an der Hinterachse her. Um dieses Monster zu bändigen, kann optional eine Hochleistungs-Bremsanlage geordert werden, die mit gut 6.000 Euro zu Buche schlägt. Ordentliche Zutaten für einen soliden Hochleistungssportler – und ohne peinliches LED-Tagfahrlicht auch durchaus ernst zu nehmen.

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