Ruf schließt die Lücke
Nicht nur Porsche-Fans wissen: Der Targa ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Statt eines herausnehmbaren Dachteiles gibt es seit dem 993er nur ein besseres Sonnendach. Puristen fahren deshalb entweder 911 Cabrio, einen alten Targa – oder vielleicht demnächst den Ruf Roadster. Denn die Mannen um Alois Ruf haben sich nun auf die Fahnen geschrieben, die von Porsche offen gelassene Lücke in der Modellpalette mit eben jenem Ruf Roadster zu schließen.
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- Auch wenn er "Roadster" heißt, verfolgt das neueste Ruf-Modell das klassische Targa-Konzept. Der Überrollbügel besteht aus Stahl, das Heckfenster ist wie eine Persenning mit der Karosserie verknüpft.
Flexible Frischluft-Grade
Als Inspirationsquelle dient dabei unverkennbar der erste 911 Targa aus den 60er Jahren. Bei diesem kann nicht nur das Dachmittelteil entfernt, sondern auch die Kunststoff-Heckscheibe nach unten geklappt werden. Gleiches gilt für den Ruf Roadster: Man kann komplett geschlossen oder offen fahren, nur die Heckscheibe öffnen und das Dach geschlossen halten oder eben andersrum. Möglich machen diese Flexibilität zwei herausnehmbare Dachhälften aus Carbon sowie die „weiche“ Heckscheibe. Diese besteht aus dreilagigem Polyglas und wird von einem Elektromotor auf Spannung gehalten. Während die Windschutzscheibe aerodynamisch günstig niedrig gehalten ist, steht der Stahl-Überrollbügel Targa-typisch männlich im Wind.
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- Das zweiteilige Dachmittelteil des Ruf Roadster besteht aus Carbon und kann komplett entfernt werden. Das flexible Heckfenster lässt sich vollständig versenken.
Drei Motorvarianten: Sauger, Turbo und E-Motor
Damit auch ein Sturm im Cockpit losbricht, verfügt der Ruf Roadster über wahrlich leistungsstarke Triebwerke. Der Sechszylinder-Boxer-Motor ist in der Basisvariante 400 PS stark. Wer mehr will, kann auf die 560 PS starke Turbo-Variante zurückgreifen. Neben der serienmäßigen Sechsgang-Schaltbox stehen ein Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb in der Aufpreisliste. Umweltbewusste Frischluftfans können auch den ab 2011 erhältlichen und von einem Elektromotor angetriebenen eRuf als Roadster-Variante ordern.
Für das Targa-Revival muss man allerdings grundsätzlich tief in die Tasche greifen. Der Netto-Basispreis beträgt 195.000 Euro, was zuzüglich der deutschen Mehrwertsteuer einen Tarif von gut 232.000 Euro zur Folge hat. Somit können nur wirklich wohlhabende Puristen über die Anschaffung des einzig echten Targa-Nachfolgers nachdenken.

