Mein Gott, was seid Ihr langsam!
Sie haben es schon wieder getan. Die Rekordjäger von G-Power haben mal wieder das schnellste Auto seiner Fahrzeugklasse gebaut. Diesmal geht es um den flottesten Kombi der Welt. Während der MTM RS6 R im Jahr 2009 gerade einmal 344,2 km/h erreicht hat und der Brabus T V12 anno 1997 nur auf lächerliche 320 km/h kam, ist der G-Power Hurricane RS Touring satte 360 km/h schnell. Okay, so ganz offiziell ist der Bestwert noch nicht, schließlich steht eine von FIA, TÜV oder ähnlichen Institutionen beglaubigte Rekordfahrt noch aus. Als vorläufiger Beweis muss bisher dieses Youtube-Video reichen:
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- 400 km/h-Tacho: Sieht auf den ersten Blick übertrieben aus, ist es angesichts von abgeregelten 360 km/h Topspeed jedoch ganz und gar nicht.
Warum nicht Nardo oder Papenburg?
So richtig überzeugt sind wir davon noch nicht, schließlich verfügen Videos dieser Machart über reichlich Fake-Potential. Auch ist es aus unserer Sicht keine besonders verantwortungsbewusste Aktion, nachts mit 360 km/h über eine zweispurige öffentliche Autobahn zu jagen. Aber an dieser Stelle wollen wir den Jungs von G-Power einfach glauben, dass sie wissen, was sie da tun. Und die offizielle Rekordfahrt werden sie sicher nachreichen, das haben sie bei den anderen Hurricane-Bestmarken-Sammlern ja auch getan.
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- Die Beschleunigungswerte des G-Power M5 Hurricane RS Touring: 0 auf 100 km/h in 4,5 s, 0 auf 200 km/h in 9,7 s und 0 auf 300 km/h in 26,0 s.
Wie gehabt: Zwei Zylinderbänke, zwei Kompressoren
Der bei G-Power so bewährte Bi-Kompressor-Umbau des BMW M5 Touring wird schon dafür sorgen, dass der Tuner seine Geschwindigkeits-Ziele auch erreicht. Schließlich verfügt der Kombi über genau jene Zutaten, die auch dem M5 Hurricane RS und dem M6 Hurricane CS zu Highspeed-Ehren gereicht haben. Je ein riemengetriebener ASA-Kompressor setzt eine Zylinderbank des Fünfliter-V10-Triebwerks unter Druck, was die Leistung von 507 auf 750 PS anhebt. Das maximale Drehmoment steigt von 520 auf 750 Nm.
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- Je ein riemengetriebener ASA-Kompressor setzt eine Zylinderbank des Fünfliter-V10-Triebwerks unter Druck, was die Leistung von 507 auf 750 PS anhebt. Das maximale Drehmoment steigt von 520 auf 750 Nm.
G-Power verabreicht das Komplettpaket
Doch nur die Kompressoren können es nicht richten, das Gesamtpaket muss stimmen. Ein zweiflutiges, wassergekühltes Ladeluft-Kühlsystem sorgt für einen angenehmen Temperaturhaushalt. Auch im Innenleben des Zehnzylinders hat sich einiges getan: Schmiedekolben des Spezialisten Mahle sowie spezielle Pleuel und Kolbenbolzen sollen der enormen Mehr-Power besser gewachsen sein als die Serienteile. Schließlich stimmt die neu programmierte Motorelektronik alle Komponenten aufeinander ab. Daraus resultiert nicht nur der kranke Topspeed von 360 km/h, den G-Power laut eigener Aussage sogar elektronisch abregelt. Nein, der M5 Hurricane RS Touring hat auch seine Qualitäten als Sprinter: Okay, die 4,5 Sekunden von Null auf Hundert hauen uns jetzt nicht um, schließlich ist das Serienauto nur drei Zehntel langsamer. Aber 9,7 Sekunden von Null auf 200? Klingt nach Blutsturz beim Beschleunigen! Null auf 300 in 26,0 Sekunden? Klingt so hardcore wie eine Autobahn-Fahrt mit 360 km/h!
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- Ein neunfach in Zug- und Druckstufe verstellbares Gewindefahrwerk ist Standard beim G-Power M5 Hurricane RS.
Mehr Understatement geht nicht
Mit dem Look des M5 Hurricane RS Touring erobert G-Power unser Herz dann endgültig. Denn es weist praktisch nichts daraufhin, dass hier kein Serien-M5 vor uns steht. Und der geht schon nicht gerade mit seinen Sportler-Genen hausieren. Ein Bodykit hat der Wirbelsturm nicht nötig, einzig die neuen Felgen weisen auf das Tuning hin. G-Power spendiert seine „Silverstone Diamond“-Felge im 20-Zoll-Format und zieht Michelin Pilot Sport-Reifen der Dimension 255/35 (vorne) und 285/30 (hinten) auf. In den Felgen hausiert zudem eine neue Bremsanlage mit 396er Scheiben sowie Sechs-Kolben-Festsätteln vorne. Hinten sind 380er und Vier-Kolben-Pendants angesagt. Wer möchte, kann die Bremsanlage auch in einer Keramik-Ausführung ordern. Das neunfach in Zug- und Druckstufe verstellbare Gewindefahrwerk ist dagegen Standard beim M5 Hurricane RS.
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- Die im Diamantstich ausgeführten Ziernähte finden sich nicht nur auf den Sitzen, sondern auch an den Dachsäulen, am Dachhimmel und auf Fußmatten und Laderaumboden wieder.
Diamanten, wohin das Auge blickt
Besonders stolz ist G-Power zudem auf die Inneneinrichtung seiner neuesten Errungenschaft. Der Tuner hat aufwändig die Sitze anders gepolstert, um sie dann mit Leder und Alcantara neu zu beziehen. Hinzu kommen im Diamantstich ausgeführte Ziernähte, die sich nicht nur auf den Sitzen, sondern auch an den Dachsäulen, am Dachhimmel und auf Fußmatten und Laderaumboden wiederfinden.
Viel Aufwand hat seinen Preis. Das ist auch beim G-Power M5 Hurricane RS
Touring nicht anders. Für das Komplettfahrzeug inklusive
750-PS-Leistungssteigerung, 20-Zoll-Radsatz, Fahrwerk, Bremsen und
Lederausstattung rufen die Bayern 288.000 Euro auf. Und, liebe
G-Power-Testfahrer und Youtube-Filmer: Wäre doch echt schade, wenn ein
Auto dieser Preis- und Güteklasse an einem Lkw zerschellt, dessen Fahrer
vorher bei der Lektüre der „St. Pauli Nachrichten“ unachtsam auf die
linke Spur ausgeschert ist, oder?

