Lamborghini geht weiter in die Extreme und präsentiert mit dem Murciélago LP 670-4 SuperVeloce den neuen König der Stiere: noch stärker, noch leichter und noch schneller. (powered by Speed Heads , 01.01.2009)
Der Murciélago stellt eine Ikone der Marke Lamborghini dar - ein Sportgerät von martialischem Charakter und brutaler Kraft. Doch auch dieser Charakter lässt sich noch schärfen. Dies zeigt schon der erste Blick auf die komplett neu gestaltete Frontpartie. Der weit nach vorne gezogene und in mattschwarz lackiertem Carbon ausgeführte Spoiler ist durch zwei vertikale Stege mit dem Frontend verbunden. Die großen Lufteinlässe für die vorderen Bremsen sind stärker betont, während sich in den vorderen Kotflügeln zusätzliche Luftauslässe zur Bremsenentlüftung befinden. Wie die Seitenschweller hat Lamborghini die Öffnung für den Ölkühler im Schwellerbereich der Fahrerseite in Mattschwarz lackiert.
Noch deutlicher sind die Modifikationen rund um das mächtige Maschinenabteil des Murciélago LP 670-4 SuperVeloce. So präsentiert sich der Zwölfzylinder unter einer transparenten Motorhaube in völlig neuer Architektur: Sechseckige Kunststoffplatten aus durchsichtigem Polycarbonat sind in drei Stufen in eine Umrahmung aus Kohlefaser eingesetzt. Zur thermischen Gesundheit des Hochleistungs-Motors sind die Waben nach hinten offen. Das beeindruckende Heck des Murciélago LP 670-4 SuperVeloce wird dominiert vom Endrohr der Abgasanlage sowie an der Unterseite von einem zweistufigen Kohlefaser-Diffusor. Die Heckleuchten zeigen ihre Lichtsignale in jener Y-Form, die seit dem Murciélago LP 640, Reventón und Gallardo LP 560-4 fest zum Lamborghini-Design gehört.
Effiziente Aerodynamik
Die Aerodynamik hat Lamborghini komplett überarbeitet. Neben dem vergrößerten Frontspoiler und dem doppelten Diffusor am Heck kommt dem feststehenden Heckspoiler eine wichtige Rolle zu. Der Kunde hat die Wahl zwischen zwei Versionen: Auf Wunsch montiert Lamborghini statt des „kleinen“ Flügels den „Aeropack Wing“. Dabei handelt es sich um einen großen, feststehenden Kohlefaser-Flügel auf zwei Kohlefaser-Stützen. Von der neuen Aerodynamik profitiert die Richtungsstabilität bei hohen Tempi deutlich. Mit dem kleinen Standard-Heckflügel liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 342 km/h, mit dem großen „Aeropack Wing“ und dessen zusätzlicher Downforce sind es 337 km/h Spitze.Der Murciélago LP 670-4 SuperVeloce entsteht in Leichtbauweise. So führt Lamborghini die Struktur des Supersportwagens in einer Mischbauweise aus Carbon-Teilen und einem stählernen Rohrrahmen aus. Mitteltunnel und Boden bestehen aus Carbon, verklebt und vernietet mit dem Stahlrahmen. Dach und Türaußenseiten sind aus Stahlblech gefertigt. Der Rest der Außenhaut besteht wiederum aus Kohlefaser-Verbundmaterial. Das Ergebnis: Trotz mehr als 100 Kilogramm Gewichtsersparnis ist die Torsionssteifigkeit des Chassis laut Lamborghini um 12 Prozent gewachsen.
Triebwerk und Kraftübertragung
Der längs eingebaute V12-Motor mit 6,5 Liter Hubraum liefert mit 670 PS eine noch mal um 30 PS stärkere Power als im Murciélago LP 640. Das Drehmoment von 660 Nm stemmen die zwölf Zylinder bei 6.500 U/min auf die Kurbelwelle, während die Nennleistung bei 8.000 U/min anliegt. Wenn der Motor mehr Kühlluft braucht, fahren Ansaugtrichter aus den hinteren Dachsäulen aus; im Ruhezustand liegen sie bündig in die Karosserie integriert. Eine Trockensumpfschmierung erlaubt es, den V12 zugunsten des dynamischen Handlings extrem tief einzubauen. Zudem ermöglicht sie auch im Grenzbereich der Fahrphysik jederzeit eine sichere Ölversorgung.Serienmäßig ist beim Murciélago LP 670-4 SuperVeloce das sequenzielle, automatisierte Schaltgetriebe e.gear, bei dem eine Elektrohydraulik die Gangwechsel besorgt. Ein Display im Cockpit informiert den Fahrer über den eingelegten Gang. Neben einem speziellen „Corsa“-Modus gibt es einen „Low Adherence“ (niedrige Haftung)-Modus. Wahlweise und ohne Aufpreis ist der Murciélago LP 670-4 SuperVeloce mit einer manuellen Sechsgangschaltung lieferbar.
Allradantrieb und Fahrwerk
Seine extreme Kraft bringt der Murciélago LP 670-4 SuperVeloce über einen permanenten Allradantrieb auf die Straße. Bevor die Hinterräder durchdrehen, schickt die Visco-Kupplung über eine zusätzliche Welle bis zu 35 Prozent der Momente an die Vorderachse. 58 Prozent seines Gesamtgewichts liegen auf der Hinterachse - eine Verteilung, die sich sehr günstig auf die Traktion auswirkt. Vor Hindernissen wie zum Beispiel Garageneinfahrten kann man den Vorderwagen mit dem serienmäßigen Lifting-System um 45 Millimeter anheben. Der Murciélago LP 670-4 SuperVeloce trägt die Aluminium-Schmiede-Leichtbau-Räder „Ares“, gestaltet im exklusiven Fünf-Doppelspeichen-Design. Die vorderen Reifen besitzen das Format 245/35, die hinteren die Dimension 335/30. Besonders griffige Sportreifen vom Typ Pirelli P Zero Corsa gibt es serienmäßig.Die Kohlefaser-Keramik-Bremsen arbeiten mit einem Hightech-ABS und werden durch vergrößerte Kanäle in der Karosserie vom kühlenden Fahrtwind bestrichen. Öffnungen in den vorderen Kotflügeln sorgen beim Murciélago LP 670-4 SuperVeloce für zusätzliche Entlüftung.
Im Motor-, nicht im Innenraum, spielt die Musik
Die Lamborghini-typisch nach oben öffnenden Türen öffnen den Blick auf das exklusive Interieur des Murciélago LP 670-4 SuperVeloce. Im Interieur dominieren Alcantara sowie Kohlefaser. Das schafft nicht nur ein ebenso hochwertiges wie sportlich-puristisches Ambiente, sondern spart auch Gewicht. Genau wie der Verzicht auf ein Radio-Navigationssystem, das auf Wunsch aber lieferbar ist. Sport-Schalensitze mit Alcantara-Bezug und einer besonders intensiven Unterstützung im Hüft- und im Schulterbereich gibt es ab Werk. Die Sitzschalen fertigt Lamborghini aus leichter und stabiler Kohlefaser. Als Option sind die Standard-Sitze des Murciélago ohne Aufpreis verfügbar.Lieferbar ist der Murciélago LP 670-4 SuperVeloce in den Lackfarben „Giallo Orion“, „Arancio Atlas“, „Bianco Isis“, „Grigio Telesto“, Nero Aldebaran“, dazu „Bianco Canopus“ (Mattweiss) und „Nero Nemesis“ (Mattschwarz).