Zentrum der Formel 1-Aktivitäten
Der neue Formel 1-Einheitsreifen, der ab 2011 zum Einsatz kommt wird im türkischen Pirelli-Werk in Izmit produziert. Mit insgesamt acht Millionen produzierten Reifen jährlich hat das Werk den größten Output aller Pirelli-Fabriken. Seit 2007 fertigt Izmit, das heuer 50-jähriges Produktionsjubiläum feiert, in enger Zusammenarbeit mit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Mailand die Pirelli-Reifen für den Motorsport. Im nächsten Jahr wird Pirelli 200.000 Wettbewerbsreifen herstellen, 50.000 davon gehen an die Formel 1.
Die Reifen für die Königsklasse des Motorsports werden auf der Basis von Simulationsmodellen, Mischungen und Aufbauten, die von über 1.000 Ingenieuren und Technikern der Pirelli Forschungs-und Entwicklungsabteilung entwickelt wurden, auf 15.000 Quadratmetern mit modernster Maschinerie hergestellt. In Kooperation mit dem Pirelli-Zentrum für die Vorbereitung von Sportreifen im britischen Burton on Trent, wird das Werk in Izmit darüber hinaus zum Zentrum der Formel 1-Logistik. Dabei werden etwa 50 Techniker und 15 LKWs im Einsatz sein.
Die Tests laufen
Seit Mitte August wird der neue Pirelli PZero Formel 1-Reifen harten Tests unterzogen. Mit Nick Heidfeld am Steuer und dem letztjährigen Grand Prix-Renner TF 109 von Toyota, ging es in Mugello, Le Castellet, Jerez und Monza um die Optimierung der insgesamt sechs Reifenmischungen, von den vier verschiedenen Slicks über den Regenreifen bis zum Intermediate. Die finalen Testfahrten werden aller Voraussicht nach im November im Anschluß an den Grand Prix in Abu Dhabi stattfinden. Heidfeld zeigt sich aber jetzt schon recht angetan: „Die Tests liefen besser, als ich es erwartet hätte und ich denke Pirelli ist an einem guten Punkt, was die Reifenentwicklung angeht.“

