Mini Inspired by Goodwood

Der Mini-Rolls: Mini „Inspired by Goodwood“

Mini präsentiert auf der Automesse in Shanghai ein edles Sondermodell. Der Mini „Inspired by Goodwood“ versprüht britische Clubatmosphäre – kein Wunder, denn das Design kommt von Rolls-Royce. ( , 13.04.2011)

Ein guter Name

Der Name Goodwood hat in der Autowelt einen guten Klang. Hier findet alljährlich das Festival of Speed statt, bei dem sich Legenden der Rennstrecke ein Stelldichein geben und feine Herren mit schicken Damen in zeitgenössischer Kleidung vor altem Blech posieren. Im südenglischen Goodwood sitzt aber auch eine ganze besondere Designschmiede, nämlich die von Rolls-Royce. Die Briten haben nun den Mini in die Mangel genommen und daraus das Sondermodell „Mini Inspired by Goodwood“ geschaffen.

Mini Inspired by Goodwood
Unter der Haube werkelt der 1,6 Liter große Turbo-Vierzylinder mit 184 PS. Er ist ebenfalls vom Cooper S entliehen.

Äußerlich gelassen

Von außen erinnert zunächst nichts an die britische Luxusmarke, wenn man nicht gerade weiß, dass der Farbton „Diamond Black Metallic“ bei Rolls-Royce zusammengemischt wurde. Das Sondermodell rollt auf 17 Zoll großen Speichenfelgen. Die Front- und Heckschürzen entsprechen denen des Mini Cooper S, bei der Motorhaube wählte man jedoch die glatte Haube des Cooper D ohne Lufthutze. Sie passt besser zum eher ruhigen Auftritt des kleinen Edel-Flitzers. Auf dem Kühlergrill prangt nicht etwa die Spirit of Ecstasy, sondern das normale Mini-Emblem. Unter der Haube werkelt der 1,6 Liter große Turbo-Vierzylinder mit 184 PS – soweit, so gewöhnlich.

Mini Inspired by Goodwood
Sobald man den Verschlag des kleinen Briten öffnet, ist es vorbei mit dem Understatement. Statt eines Großserien-Interieurs aus Plastik und Stoff wartet eine gemütliche Lounge aus Holz und Leder.

Wie in der Nobel-Lounge

Sobald man den Verschlag des kleinen Briten öffnet, ist es aber vorbei mit dem Understatement. Statt eines Großserien-Interieurs aus Plastik und Stoff wartet eine gemütliche Lounge aus Holz und Leder. Teile des Instrumentenbrettes oder die inneren Türgriffe zum Beispiel werden in der Rolls-Royce-Manufaktur aus Walnussholz gefertigt. Die Ziffernblätter von Tachometer und Drehzahlmesser übernehmen das Schriftbild der Luxusmarke. Der obere Teil der Instrumententafel ist mit Walknappa-Leder bezogen, viele Tastenfelder sind in Piano Black lackiert. Dachhimmel und diverse Verkleidungen sind in der Rolls-Royce-Farbe Cornsilk gehalten, einem warmen Beigeton. Auf einer schnöden Gummimatte muss der Pilot seine müden Füße natürlich nicht absetzen, dafür stehen im Goodwood-Mini flauschige Matten aus Lammwolle zur Verfügung. Die Endfertigung des Wagens geschieht allerdings nicht bei Rolls-Royce, sondern im Mini-Werk in Oxford.

Mini Inspired by Goodwood
Der exklusive Kleinwagen wird in einer limitierten Auflage von 1.000 Exemplaren hergestellt, die ersten Autos werden im Frühjahr 2012 ausgeliefert. Was das Schmuckstück kosten soll, haben die Briten allerdings noch nicht verraten.

1.000 Stück mit allem

Während man von Mini eine karge Ausstattung gewohnt ist, schöpft das Sondermodell natürlich aus dem Vollen. Zum Serienumfang gehören unter anderem Xenon-Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht, akustische Einparkhilfe, Klimaautomatik, Bordcomputer und ein hochwertiges Audiosystem. Alternativ zur Sechsgangschaltung gibt es eine Sechsgang-Automatik. Der Durchschnittsverbrauch des Mini liegt laut Werksangabe bei 5,8 Litern pro 100 Kilometer – davon kann ein Rolls-Royce nur träumen. Der exklusive Kleinwagen wird in einer limitierten Auflage von 1.000 Exemplaren hergestellt, die ersten Autos werden im Frühjahr 2012 ausgeliefert. Was das Schmuckstück kosten soll, haben die Briten allerdings noch nicht verraten.

Trend zum Edelzwerg

Mit dem Rolls-Mini reitet der Hersteller auf einer Trendwelle. Aston Martin zum Beispiel nahm sich einen Toyota IQ vor und macht daraus einen fast 38.000 Euro teuren Luxus-Winzling. Der Aston Martin Cygnet übernimmt sogar die Lack-Palette seiner großen Sportwagenbrüder. Bei Fiat stößt man mit dem 500 Abarth 695 Tributo Ferrari ins selbe Horn. Mit Hilfe aus Maranello wurde der 1,4-Liter Vierzylinder des Abarth gnadenlos auf mehr als 180 PS aufgepumpt. Natürlich präsentiert sich der Winzling in Ferrari-Rot und mit Schmankerln wie Xenonscheinwerfern oder Karbon-Außenspiegeln.

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