Fast zeitgleich zum 100. Geburtstag seines Erfinders und der Einführung des neuen Modells kommt das erste offizielle Buch zum Mini heraus. (D. Maier , 01.01.2009)
Am 18. November hätte Sir Alec Issigonis, seines Zeichens der „Vater“ des Mini, seinen 100. Geburtstag gefeiert. Fast zeitgleich führt BMW die zweite Generation des neuen Mini ein – und bringt zusammen mit dem Verlag „Hoffmann und Campe“ das erste offizielle Buch über die Marke heraus. Und so vielseitig und lifestylig wie das Auto zeigt sich auch die Lektüre. Anders als bei vielen anderen Autoikonen handelt es sich nicht um ein pures Heritagebuch oder eine Produktbibel, sondern um ein Werk, das in vielerlei Hinsicht neue Wege geht. Von Design und Entwicklung über Technik und Historie bis hin zur Mini Challenge - Mini bewegt, und im Buch ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Ein Krimi – Der Werksumzug
"Einen einzigen Anruf nur hatte Paul Chantrys Büro in die Einsatzzentrale eines Industriethrillers verwandelt. Bis dahin war es ein gewöhnliches Büro auf der oberen Etage einer Automobilfabrik." So beginnt der Krimi, den Joachim Bessing über den Umzug des Mini-Werkes von Longbridge nach Oxford geschrieben hat. Dieses Kapitel zeigt, wie unkonventionell „Mini – The Book“ mit vermeintlich nüchternen Themen umgeht. Somit ist interessanter Lesegenuss von Anfang bis Ende garantiert.Bereits im ersten Kapitel erhält der Leser einen Einblick in die Welt, in die der neue Mini hineingeboren wurde. Anhand der der Produkte, die das neue Millennium prägen, wird der Zeitgeist um das Auto herum beschrieben. Das zeigt unser Verlangen nach Artikeln, deren Wert über die reine Funktionalität hinausgeht, die eine emotionale Bindung zu uns herstellen. Eben deshalb ist der Mini auch so einzigartig und in den verschiedensten Kulturen akzeptiert. Diese länderübergreifende Anpassungsfähigkeit wird in einem Fotokapitel und den sechs Sprachen, in denen dieses Buch erhältlich sein wird, verdeutlicht. Hier haben zehn Künstler, Repräsentanten der kreativen Szene aus Städten wie Istanbul, Buenos Aires oder Hong Kong, den neuen Mini in ihre kulturelle Identität eingebettet.
Der Pfeiler der Mini-Ära
Weiter geht es mit den Swinging Sixties und den unverkennbaren britischen Wurzeln des Mini, verkörpert in den Stilikonen Paul Smith und Mary Quandt. Paul Smith erlebt die Geburt des Ur-MINI inmitten der kulturellen Explosion der wilden Londoner Zeiten: „Ich war von Anfang an ein Riesenfan, weil das ursprüngliche Design gleich so funktional war." In den nächsten Kapiteln werden unter anderem die drei Pfeiler der Mini-Ära vorgestellt: Alec Issigonis, der Erfinder des Ur-Mini. John Cooper – derjenige, der den kleinen Briten auf die Rennstrecke bringt. Und natürlich der Mann, der ihm als Rallyefahrer von 1965 bis 1967 in Monte Carlo zu Ruhm verhilft: Rauno Aaltonen. Drei Querdenker (bzw. -fahrer), ohne die der Mini nicht das wäre, was er heute ist.
Mehr als nur ein Auto
Weiter geht es auf der Reise in die Mini-Welt. Im Buch sind die aufsehenerregendsten Aktionen rund um das Auto festgehalten: Ob der Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde, die Mini XXL-Stretch-Limousine, die Bisazza-Minis, Minis umfunktioniert als Tannenbaum in London sowie als Mini Hotel International. Das alles zeigt: Der Mini ist mehr als nur ein Auto.Deshalb gehört „Mini - The Book“ ins Bücherregal eines jeden Mini-Liebhabers oder derjenigen, die es noch werden möchten. In Deutschland kostet das Buch 29,90 Euro und wird in ausgewählten Buchhandlungen Anfang 2007 erhältlich sein – leider zu spät, um es noch unter den Weihnachtsbaum zu legen.