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Das langgezogene Heck erinnert mit seinen sanften Rundungen, den charakteristischen Höckern und Heckleuchten an den nicht mehr gebauten Supersportwagen Carrera GT
Der „Little Bastard“ kehrt zurück: Porsche Boxster SpyderPorsche ist immer für eine Überraschung gut. Diesmal geht es allerdings nicht um großspurige Übernahmepläne oder Milliarden-Schulden, sondern um ein neues Modell. Mit dem Boxster Spyder besinnen sich die Schwaben endlich wieder auf gute alte Traditionen.

Der „Little Bastard“ kehrt zurück: Porsche Boxster Spyder

T. HarloffPorsche ist immer für eine Überraschung gut. Diesmal geht es allerdings nicht um großspurige Übernahmepläne oder Milliarden-Schulden, sondern um ein neues Modell. Mit dem Boxster Spyder besinnen sich die Schwaben endlich wieder auf gute alte Traditionen.
Neben Opel hat Porsche in den vergangenen Wochen die Schlagzeilen beherrscht – leider meist in negativer Hinsicht und im Wirtschaftsteil der Nachrichten. Doch jetzt macht die Sportwagenschmiede wieder wegen ihrer Autos von sich reden. Nach der erfolgreichen Einführung des Panamera und der Komplettrenovierung der 911er-Baureihe kommen die Schwaben jetzt mit einer faustdicken Überraschung ums Eck. Auf der L.A. Auto Show (4. bis 13. Dezember 2009) präsentieren sie erstmals den Boxster Spyder der Weltöffentlichkeit. Damit lebt nicht nur ein traditionsreicher Name wieder auf, sondern auch ein im Porsche-Portfolio lange vermisstes Konzept: Der Neue ist leicht, stark, offen und konsequent puristisch.


Vorne Boxster, hinten Carrera GT

Rein optisch zeigt sich der Spyder als Mischung aus Boxster und Carrera GT. Gerade das Heck mit seinen markanten Hutzen, der gestreckten Linienführung und den charakteristisch geformten Leuchten erinnert an den nicht mehr gebauten Supersportwagen. Dass der Boxster Spyder konsequent für Oben ohne entwickelt worden ist, beweist das Stoffverdeck: Es fügt sich nicht gerade harmonisch ins Design ein und wirkt sich nicht sonderlich positiv auf das Raumgefühl aus. Sogar Porsche selbst meint, dass es „lediglich als Sonnen- und Wetterschutz“ dienen soll.Ein tieferer Schwerpunkt und ein komplett neues Sportfahrwerk sorgen dafür, dass der Spyder fahrdynamisch hält, was der optische Eindruck verspricht. Zudem hat Porsche den Roadster auf Diät gesetzt: Er wiegt nur noch 1.275 Kilogramm – der reguläre Boxster S bringt 60 Kilo mehr auf die Waage. Vor der Hinterachse arbeitet ein 3,4-Liter-Sechszylindermotor mit Benzindirekteinspritzung. Er leistet 320 PS – zehn PS mehr als im Boxster S. Ausgestattet mit Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) und Sport Chrono Paket beschleunigt der neue Spyder dank Launch Control in 4,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Mit dem optionalen PDK liegt der Verbrauch bei 9,3 Liter auf 100 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 267 km/h – mit offenem Verdeck.


Spyder mit ruhmreicher Vergangenheit

Der neue Boxster Spyder reiht sich in eine ruhmreiche Ahnengalerie ein, deren Tradition 1953 mit dem legendären 550 Spyder begann. Der Zweisitzer war der erste speziell für den Renneinsatz entwickelte Sportwagen aus Stuttgart-Zuffenhausen. Der puristische Roadster zeichnete sich durch ein geringes Gewicht (550 Kilogramm) sowie sein Mittelmotorkonzept aus. Der 550 Spyder feierte zahlreiche Siege bei Rundstrecken- und Straßenrennen, seinen Legendenstatus erlangte der Bolide aber durch ein trauriges Ereignis: Am 30 September 1955 fand James Dean an Bord des „Little Bastard“ - so Deans Spitzname für das Auto - bei einem schweren Verkehrsunfall den Tod.Der neue Porsche Boxster Spyder wird hoffentlich aus erfreulicheren Gründen Ruhm und Ehre erlangen. Ab 2010 kann er zeigen, was in ihm steckt – dann rollt er weltweit zu den Händlern. In Deutschland beträgt der Grundpreis 63.404 Euro.


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