Imagepflege auf amerikanisch
Es war wohl eine der besten Entscheidungen der amerikanischen Autohersteller im vergangenen Jahrzehnt, ihre Muscle Car-Ikonen aus den späten Sechziger und frühen Siebziger Jahren wieder aufleben zu lassen. Ford Mustang, Dodge Challenger und Chevrolet Camaro verkaufen sich nicht nur exzellent, sondern schärfen auch das Profil der Großen Drei aus Detroit. Zeigen sie doch, dass die Amis mehr können als überdimensionierte Pick Ups oder billig wirkende, charakterlose Allerweltsautos zu bauen. Nicht zuletzt freuen sich die Tuner, dass sie sich endlich wieder an anständigem Material aus den Staaten verwirklichen dürfen. Selbst in Good Old Germany schnappen sich die Veredler immer öfter eines dieser wiederauferstandenen Muscle Cars – wie nun die Hertener Firma Speed Box.
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- Ein 8.999 Euro teures Kompressor-Kit hebt die Leistung des Chevrolet Camaro SS von 432 auf gewaltige 625 PS an. Die mattschwarze Lackierung schlägt mit 3.500 Euro zu Buche.
Eine Macht auf Dragstrip und Landstraße
Das typisch amerikanische Motto „Bigger is better“ scheinen die Ruhrpottler bereits verinnerlicht zu haben. Deshalb gibt sich Speed Box auch nicht mit dem serienmäßigen Output des 6,2-Liter-V8 zufrieden – obwohl die Zahlen (432 PS und 569 Nm) wahrlich nicht von schlechten Eltern sind. Ein 8.999 Euro teures Kompressor-Kit hebt die Leistung auf gewaltige 625 PS an, weshalb dieser Camaro eine Macht auf dem Dragstrip sein dürfte. Damit Ähnliches für die Kurvenhatz auf der Landstraße gilt, installiert Speed Box ein H&R-Gewindefahrwerk für 1.272 Euro. Optional liefert der Fahrwerksspezialist zudem einen 530 Euro teuren SatzStabilisatoren.
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- Die Wahl der Mannen um Speed Box-Boss Udo Kaune fällt beim Chevrolet Camaro SS auf die Rhino-Felge aus dem Hause Schmidt Revolution, natürlich im 11x22-Zoll-King-Size-Format.
Felgen im King-Size-Format
Amis machen gerne auf sich aufmerksam. Genau das tut der Chevy Camaro schon ab Werk, auch wenn er nach dem Speed Box-Umbau noch prominenter im Rampenlicht stehen dürfte. Da wäre zum einen die Akustik: Die Halbauspuffanlage ohne Endschalldämpfer aus dem Hause Borla dürfte das V8-Donnergrollen noch etwas intensiver gestalten. Kostenpunkt: 999 Euro. Während die mattschwarze Lackierung (3.500 Euro) eher Tarnungszwecken dienen könnte, ist hüftabwärts reichlich Bling-Bling angesagt. Die Wahl der Mannen um Speed Box-Boss Udo Kaune fällt auf die Rhino-Felge aus dem Hause Schmidt Revolution, natürlich im 11x22-Zoll-King-Size-Format. Das dürfte zwar einen Teil der durch das Fahrwerk gewonnenen Fahrdynamik wieder zunichte machen, passt aber gut zum sonstigen Auftritt des Camaro. Die Felgen werden von Speed Box mit Reifen der Dimension 265/30 R 22 vorne und 295/25 R 22 hinten besohlt. Kostenpunkt für den Komplettradsatz: 3.399 Euro. Wer es etwas kleiner und/oder günstiger mag, kann die Felgen auch in 9x20- oder 10x22 Zoll ordern.
Bigger is better – ein Motto, das offensichtlich auch wunderbar zum Ruhrpott passt. Insofern ist es dem Chevy Camaro SS von Speed Box wunderbar gelungen, nicht nur das Profil seines Vaterlandes, sondern auch das seiner Wahlheimat zu schärfen.

