Nur ein umweltfreundliches Auto zu fahren reicht eben nicht! Deshalb hat sich Mitsubishi mit dem Fertighausspezialist Weber zusammen getan, um ein Haus zu bauen, dass sich selbst und dazu noch den Mitsubishi i-Miev mit Strom versorgt. (Jessica Fischer , 29.03.2010)
Fertighausspezialist "WeberHaus" stellt jetzt das Projekt "Generation 5.0" vor, ein Gebäude mit angeschlossener Stromtankstelle für den Mitsubishi i-MiEV, das weltweit erste in Serie gefertigte Elektroauto. Laut WeberHaus gehört das Hauskonzept "Generation 5.0" zur neuesten Gattung der sogenannten PlusEnergie-Häuser: Durch modernste Technik produzieren sie mehr Energie, als für die Heizung und die elektrische Anlage benötigt werden. So kann die Immobilie überschüssigen Strom zur Ladung des Mitsubishi i-MiEV liefern.
Autarke Stromversorgung
Autarke Stromversorgung
Hochspezialisierte Technik auch beim neuesten WeberHaus "Generation 5.0": Architektur, Gebäudehülle, Heizkonzept und Technik - alles ist auf Energiegewinnung ausgerichtet. Das Haus hat einen rechnerischen Gesamtwärmebedarf von 10.850 Kilowattstunden (kWh). Dieser wird zu über 60 Prozent von einer thermischen Solaranlage gedeckt. So wird die Beheizung des Hauses mit 6.315 kWh unterstützt. Durch die Photovoltaikanlage kommen weitere 10.569 kWh Energieertrag hinzu, was den Gesamtwert erzeugter Energie von 16.884 kWh ergibt: Das Haus produziert somit einen Überschuss von fast 6.000 kWh, 56 Prozent mehr, als die Immobilie benötigt.
Dieser Überschuss kann dem Mitsubishi i-MiEV zu Gute kommen: Bei einem Verbrauch von circa 12 kWh auf 100 Kilometer und einer Jahresfahrleistung von rund 15.000 Kilometern verbraucht der Elektroflitzer rund 1.800 kWh und kann dabei bares Geld verdienen: Denn wenn selbstproduzierte Energie auch selbst verbraucht wird, ist eine Vergütung von 25,1 Cent pro Kilowattstunde möglich. Dies bedeutet bei den angegebenen Fahrleistungen einen Zuschuss von 450 Euro im Jahr. Der rechnerische Überschuss an Energie von etwa 4.200 kWh, der nicht für den Betrieb des i-MiEV genutzt wird, kann in das Stromnetz eingespeist werden.
Autofahren und damit Geld verdienen
Martin van Vugt, Geschäftsführer von Mitsubishi Motors Deutschland, ist von diesem Konzept überzeugt: „Wir können uns gut vorstellen, dass diese Kombination von Mobilität und Immobilie für zukünftige Generationen eine wichtige Rolle spielen wird, wenn es darum geht, Energie mit der Immobilie zu sparen und trotzdem umweltverträglich mobil zu bleiben".
Der knapp 3.40 Meter lange Viersitzer ist der Wegbereiter für die ehrgeizigen Umweltziele des traditionsreichen japanischen Herstellers. Bis zum Jahr 2020 will Mitsubishi Motors 20 Prozent seiner Modelle mit Elektroantrieb ausrüsten: alltagstauglich, nahezu emissionsfrei im Betrieb, leise - dabei fahragil und sicher im Handling, so stellt sich das automobile Zukunftskonzept dar.