Feuer im Showroom
Die Zeiten, in denen der Camaro nur über den Importeur zu bekommen war, sind endlich vorbei. Denn Chevy hat sich, gestützt durch die großen Erfolge seiner „vernünftigen“ Modellpalette um Spark, Cruze, Orlando und Co., dazu entschieden, auch hochoffiziell wieder etwas Feuer in die eigenen Showrooms zu bringen. Die Muscle-Car-Fraktion freut‘s, bekommt sie doch neben einem Haufen Emotion nun auch mehr Sicherheit in Sachen Service und Garantie (drei Jahre oder 100.000 Kilometer). Pünktlich zur IAA startet der Verkauf des Camaro in Deutschland und zwar zu Preisen ab 38.990 Euro fürs Coupé und 43.990 Euro für das Cabrio. Das kann, trotz eines nicht vergleichbaren Preisgefüges in den Staaten (dort startet der Sportler bei 23.000 Dollar, der V8 kostet ab 34.000 Dollar), durchaus als Kampfansage gewertet werden. Wo bekommt man für das Geld schließlich sonst acht Zylinder, 6,2 Liter Hubraum und 432 PS beziehungsweise 569 Nm Drehmoment?
Viel Ausstattung, viel Dampf
Außerdem muss berücksichtigt werden, dass der muskulöse Ami mit einer mehr als ordentlichen Serienausstattung an den Start geht: Leder, Klima, Xenonlicht oder LED-Rückleuchten sind obligatorisch. Die Wahl hat der Kunde beim Getriebe. Neben einer manuellen Sechsgang-Box kann gegen 2.000 Euro Aufpreis auch eine Sechsstufen-Automatik geordert werden. Dann fährt der Camaro allerdings nur mit 405 PS und 565 Nm vor. Wie sehr das die Fahrleistungen beeinflusst, ist noch nicht klar. Fest steht jedoch, dass die 0-100-Werksangabe für das handgeschaltete Coupé bei 5,2 Sekunden liegt. Das Cabrio dürfte hier minimal hinterherhinken. Beide Versionen werden bei 250 km/h elektronisch eingebremst. Den Verbrauch gibt Chevrolet mit saftigen 14,1 Litern an, mit dem Automatikgetriebe soll ein Liter weniger durch die Brennräume wandern.

