Voraussichtlich ab 2013
Wie das Finanzmagazin "Bloomberg" unter Berufung auf Unternehmenskreise vermeldet, wird die Über-Limousine Bugatti 16 C Galibier wohl gebaut. VW soll Grünes Licht für den wahrscheinlich schnellsten Viertürer der Welt gegeben haben. Demnach soll die bis zu 1.000 PS starke 16-Zylinder-Wuchtbrumme frühestens ab 2013 im Bugatti-Werk Molsheim weitgehend in Handarbeit hergestellt werden. Bereits der Name des exklusiven Renners belegt die hochfliegenden Pläne der VW-Tochter. Ist der Galibier doch der fünfthöchste Alpenpass und stellt regelmäßig die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers auf eine harte Probe. Auf die wird auch das Bankkonto der künftigen Besitzer gestellt werden, dürfte beim neuen Bugatti doch unter einer Million Euro nicht viel gehen.
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- Gegen den 16 C Galibier wirkt der Bugatti Typ 57 Atlantic regelrecht zierlich. Der Neue bringt trotz Carbon-Karosse sowie Aluminium-Türen und -kotflügeln deutlich über zwei Tonnen auf die Waage.
Berühmtes Vorbild
Der 16 C Galibier ist eine Hommage an die ruhmreiche Vergangenheit des Hauses Bugatti. Für das Design stand eines der legendärsten Modelle Pate – der 57 Atlantic aus den späten Dreißiger Jahren. Wie beim historischen Vorbild teilt eine Kante, die sich vom markanten Kühlergrill über die Front, die Windschutzscheibe und das gesamte Dach bis ins Heck zieht, das Auto in Rechts und Links. Spektakulär auch die Motorhaube: Sie besteht wie bei vielen Autos der Vorkriegszeit aus zwei Flügeln, die sich elektrisch öffnen und schließen und dann den Blick auf das Triebwerk freigeben.Die Form des Hecks erinnert ebenfalls an den Urahnen, auch wenn ein Blick auf die Fotos unweigerlich den Porsche Panamera ins Gedächtnis ruft. Die beiden rechts und links in Viererpaketen angeordneten acht (!) Auspuff-Endrohre sind sicher auch als Reminiszenz zum Atlantic gedacht. Dieser präsentiert gleich sechs nebeneinander angeordnete Mündungen. Eine nicht unbedingt geschmackssicher Lösung, lässt sie den Betrachter doch eher an osteuropäische Tuning-Exzesse als an die unbezahlbare Rarität von einst denken.
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- Mit seinem kleinen Bruder, dem Veyron, teilt der Bugatti 16 C Galibier den 16-Zylinder-Motor. In der Limousine wird dieser aber nicht mit vier Turboladern, sondern zwei Kompressoren aufgeladen.
Hightech sorgt für Kraft im Überfluss
Unter der mit Aluminium-Kotflügeln und -türen ergänzten Carbon-Karosserie verblasst die Erinnerung an das 70 Jahre alte Vorbild, hier kommt ausschließlich Hightech zum Einsatz. Wie im Bugatti Veyron stellt ein 16-Zylinder-Triebwerk, im Galibier acht Liter groß und zweistufig per Kompressor aufgeladen, Kraft im Überfluss bereit. Wie viel Leistung dieses Monster von einem Motor tatsächlich bereitstellen wird, steht noch nicht fest. Gehandelt werden Werte zwischen 800 und 1.000 PS, was auch vom verwendeten Treibstoff abhängt. Denn wahlweise soll das Aggregat auch den Betrieb mit Ethanol erlauben. Schön, dass die schnellste Limousine dann auch E10 verträgt. Zu den Fahrleistungen des 16 C Galibier äußert sich Bugatti nicht. In punkto Topspeed liegt die hauseigene Messlatte allerdings sehr hoch, der Veyron schaffte immerhin unglaubliche 407 km/h! Der Tacho der Limousine reicht vorsorglich bis Tempo 420. Zudem ist die Keramik-Bremsanlage - eine Sonderanfertigung eigens für den Galibier - für alle Eventualitäten gerüstet. Und der permanente Allradantrieb dürfte genug Traktion bereithalten, um die rohen Kräfte zu zähmen.
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- Das exklusive Uhr des Schweizer Herstellers Parmigiani lässt sich aus dem Cockpit herausnehmen und auch am Handgelenk tragen.
Edel, geschmackvoll, detailverliebt
Herrschaftlich wie die Lounge eines französischen Chateaus ist der Innenraum eingerichtet. Die Designer haben edles Leder und glänzendes Holz geschmackvoll arrangiert, verzichten jedoch auf Design-Experimente. Tacho und Drehzahlmesser thronen zentral über der Mittelkonsole, die zudem einen großen LCD-Monitor und die Steuerelemente der Klimaautomatik beherbergt. Zwischen den vorderen Sitzen sind die Fahrstufen der Automatik und der Multimedia-Controller plan eingelassen, sodass sich eine ebene Fläche ergibt. Die Anzeige hinter dem Lenkrad informiert den Fahrer, wie viel Power der Motor gerade abgibt. Eine nette Spielerei, die aber von der Borduhr noch getoppt wird. Das exklusive Modell des Schweizer Herstellers Parmigiani lässt sich aus dem Cockpit herausnehmen und auch am Handgelenk tragen.

