Veyron wer?
Wie war das gleich mit dem Bugatti Veyron Super Sport und seinem Geschwindigkeitsrekord von 431 km/h? Für N. Craig Miller, Gründer von TranStar Racing, soll dieser Wert im nächsten Jahr schon kalter Kaffee sein. Dann nämlich will er mit seinem 2.500 PS starken Dagger GT alle Geschwindigkeits-Rekorde brechen und auch die ersten zwölf Exemplare der Boden-Boden-Rakete sollen noch 2011 zum Basispreis von 500.000 Dollar ausgeliefert werden.
-
- Die Straßenversion des Dagger GT wird aus Sicherheitsgründen wohl kaum die 300 Meilen pro Stunde knacken. Es gebe gute Gründe, warum das bisher noch kein Supercar geschafft hat, heißt es bei TranStar. Die irrwitzigen Speed-Rekorde bleiben also dem extra dafür ausgelegten Dagger GT-LS (land-speed) vorbehalten. Kaufen kann man den aber auch.
Eher ein Dragster
Der Dagger GT ist mehr Dragster als Sportwagen, will das schnellste Serien-Fahrzeug aller Zeiten werden. Neuerungen am Prototypen betreffen das Chassis, das aus Gewichtsgründen jetzt nicht mehr aus Stahl, sondern aus Aluminium besteht und den von Nelson Racing Engines beigesteuerten Motor. Der 9,4-Liter-Twinturbo-V8 soll nun im Standard-Trimm 2.000 PS ausspucken, im Rekordfahrzeug Dagger GT-LS (land-speed) sind mit Rennbenzin angeblich sogar 2.500 PS drin. Beide Varianten erfüllen wohl die amerikanischen Umweltauflagen, nur in Kalifornien soll es Probleme geben. Deswegen hat TranStar kurzerhand eine Variante mit 7-Liter-Kompressor und schlappen 850 PS angekündigt.
-
- Für den Standardsprint soll der Dagger GT nur 1,5 Sekunden brauchen. Die Viertelmeile erledigt er in 6,7 Sekunden, soll dann 325 km/h drauf haben. Auf den Salzseen in Bonneville will TranStar 314 Meilen pro Stunde (505 km/h) schaffen. Hoffentlich nicht mit offenem Verdeck.
Verwirrende Fahrleistungen
Ähnlich verwirrend wie die Leistungsangaben lesen sich die anvisierten Fahrleistungen des amerikanischen Übercars: Von 0-100 sollen lediglich 1,5 Sekunden vergehen. Die Viertelmeile will der Dagger in 6,7 Sekunden abfrühstücken und dabei auf 325 km/h kommen. Was die Endgeschwindigkeit betrifft, so ist das TranStar-Team guter Dinge, dass auf den Salzseen in Bonneville 314 Meilen pro Stunde, also wahnwitzige 505 km/h, drin sind. Ja richtig, auch uns fällt es schwer, all diese Voraussagen für voll zu nehmen. Genauso wie die Verlautbarung, den Nordschleifen-Rundenrekord knacken zu wollen. Bei allem Respekt, liebe Leute bei TranStar Racing: Geradeaus schnell sein ist das eine – der Nürburgring das komplette Gegenteil. Lassen wir uns überraschen…

