GM ist tot? Von wegen! Mit der verbesserten Corvette ZR1 des Modelljahres 2010 gibt der insolvente Konzern ein 647 PS starkes und 330 km/h schnelles Lebenszeichen von sich. (powered by Speed Heads , 01.01.2009)
Die Corvette ZR1 – so viel Power für so wenig Geld gibt es sonst nirgends. Ein Jahr hat General Motors sein heißestes Eisen weiter geschmiedet, um ihm für das Modelljahr 2010 ein Update zu spendieren, welches das Fahrerlebnis spürbar verbessern soll. So erhält die Corvette ZR1 ein erweitertes Performance-Traktions-Management (PTM), das die Traktion optimiert. Das System hält konsequent eine vorgegebene Motordrehzahl, während der Fahrer das Gaspedal durchdrückt. Auf diese Weise kann der Fahrer die Kupplung schneller loslassen, und das System passt derweil 100 Mal pro Sekunde das Motordrehmoment zur Steigerung der Traktion an.
Die Traktionskontrolle und das „Magnetic Selective Ride Control“-Fahrwerk mit variabler Dämpfung haben die Macher in das PTM-System integriert, um die Gesamt-Performance und das Handling zu verbessern. Beschleunigt der Fahrer mit Vollgas aus einer Kurve heraus, übernimmt PTM ferner das Management der Beschleunigungs-Dynamik. Um noch schneller vom Fleck zu kommen, gibt es im Modelljahr 2010 serienmäßig eine „Launch Control“.
Acht Zylinder und ein Kompressor für ein Halleluja
Für die brachiale Kraft sorgt nach wie vor der bewährte 6,2-Liter-V8-Motor, der dank Kompressoraufladung gewaltige 647 PS und ein maximales Drehmoment von 819 Nm mobilisiert. Für den Spurt von 0 auf Tempo 100 vergehen nur 3,4 Sekunden. Erst bei 330 km/h endet der elektronisch abgeregelte Vortrieb der Corvette ZR1. Das LS9-Triebwerk überträgt die gewaltige Leistung und enorme Schubkraft über eine knackige Sechsgang-Handschaltung und eine verstärkte Kupplung an die Hinterräder. Der Einsatz von jeder Menge Kohlefaser reduziert zudem das Gewicht auf nur 1.512 Kilogramm.Optisch unterscheidet sich die Corvette ZR1, die es nun auch in der Außenfarbe „Touch Red“ gibt, durch zahlreiche Details von ihren Serienbrüdern. Auf der komplett aus Carbon gefertigten Motorhaube thront ein Powerdome mit einem Fenster aus Polycarbonat, das den Blick auf die mächtige Maschine preisgibt. Eingeprägt auf dem Ladeluftkühler befindet sich der Schriftzug „LS9 Supercharged“, während die Motorverkleidung das Corvette-Logo mit den zwei gekreuzten Flaggen ziert. In den Kotflügeln befinden sich zusätzliche Entlüftungselemente für die Bremsanlage. Von hinten gibt sich die ZR1 durch die vier tonangebenden Auspuffendrohre und einen spezifischen Heckspoiler mit angehobenen Außenelementen zu erkennen.
XL-Räder, XXL-Bremsen
Die Verbindung zum Asphalt stellen vorne 10 x 19 Zoll große Leichtmetallfelgen mit Reifen im Format 285/30 her. Hinten kommen wuchtige Pendants in 12 x 20 Zoll und Pneus der Dimension 335/25 zum Einsatz. Neu im Modelljahr 2010: Auf Wunsch sind die Räder in der Farbe „Competition Grey“ erhältlich. In den Felgen verbirgt sich eine Carbon-Keramik-Verbundbremsanlage. Vorne beißen innenbelüftete, gelochte Sechskolben-Zangen mit einem Durchmesser von 394 Millimetern zu; an der Hinterachse sind es 380 Millimeter große Gegenstücke mit vier Kolben.Im Innenraum der Corvette ZR1 steht im Modeljahr 2010 optional die Interieur-Farbe „Cashmere“ zur Verfügung. ZR1-Logos befinden sich auf den Einstiegsleisten, der Mittelkonsole, gestickt in die Kopfstützen sowie auf dem Tachometer, der eine Skala bis 370 km/h sowie eine Ladedruckanzeige besitzt. Die wichtigen fahrrelevanten Informationen kann der Fahrer über ein Head-Up-Display auf der Frontscheibe ablesen, um seinen Blick nicht von der Straße wenden zu müssen. Ihren Platz nehmen die zwei Insassen in Sportsitzen ein.
Teurer, aber immer noch saugünstig!
Vergleichbar mit einem guten Edel-Wein, steigt mit dem Modelljahr 2010 und der erweiterten Ausstattung auch der Preis der gereiften Corvette ZR1. Der amerikanische Supersportwagen soll in den USA nun 107.830 US-Dollar kosten (aktuell ca. 77.350 Euro). Das entspricht einer Preissteigerung in Höhe von 2.910 US-Dollar (derzeit rund 2.090 Euro). Unterm Strich gibt es aber nach wie vor eine brachiale Power und Performance zum günstigen Preis.