Das C-Klasse Sportcoupé hat im Portfolio der Stuttgarter eine wichtigere Rolle gespielt, als es auf den ersten Blick scheint. Denn immerhin waren 70 Prozent aller Sportcoupé-Käufer neue Mercedes-Kunden. Die dreitürige Schrägheck-C-Klasse hat also die Rolle des Lockmittels gespielt – beim neuen CLC soll das nicht anders sein. Ab Mai soll die jüngste Baureihe mit Stern Mercedes-Novizen für die schwäbische Marke begeistern und den Weg zum Aufstieg in größere und teurere Modelle aus Untertürkheim ebnen. Dem Vorgänger ist dies erstaunlich gut gelungen: Laut Mercedes sind 40 Prozent aller C-Klasse Sportcoupé-Fahrer danach in die E-Klasse, den CLK oder den SLK umgestiegen.
Verständlich, dass der CLC optisch die Nähe zu den größeren Mercedes-Modellen sucht. Zwar bleibt die Silhouette nahezu unverändert, auch die Heckpartie wirkt trotz einer Auffrischung vertraut. Anders die Front: Sie ähnelt dem Gesicht der C-Klasse Avantgarde mit neuen Projektionsscheinwerfern und der gestreckten Kühlermaske mit großem, integriertem Stern.
Sportpaket mit optischen und technischen Finessen
Um Mercedes-Einsteiger anzulocken, muss der CLC auch Emotionen wecken. Passend zu diesem Anspruch bieten die Schwaben ein Sportpaket für das kompakte Coupé an. Darin sind 18-Zoll-Felgen mit Breitreifen, Scheinwerfer mit schwarz gefärbten Innenrahmen und ein Sportfahrwerk mit tiefer gelegter Karosserie enthalten. Ein weiterer Bestandteil dieses Paketes ist die neue Direktlenkung, die das Fahrverhalten des CLC fühlbar dynamischer gestalten soll.Im Innenraum wird deutlich, dass der CLC kein vollkommen neues Auto ist, sondern auf dem Vorgängermodell basiert. Am Platzangebot ändert sich nichts Wesentliches. Indizien dafür: Radstand und Kofferraumvolumen (310 bis maximal 1.100 Liter) bleiben gleich. Neu sind dagegen die Sportsitze mit verbesserter Seitenführung sowie das Dreispeichen-Multifunktionslenkrad. Zudem gehören eine Klimaautomatik und Aluminium-Zierteile zum Ausstattungsumfang. Wer das Sportpaket ordert, darf sich über ein Leder-Sportlenkrad, Zierteile aus abgedunkeltem Aluminium und Instrumente mit roten Zeigern freuen.
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- Sechs Motoren stehen für den Mercedes CLC zur Wahl: Vier Vierzylinder (zwei Kompressor-Benziner, zwei Turbodiesel) und zwei V6-Benziner
Vier Benziner, zwei Diesel
Die vier Vier- und zwei Sechszylindermotoren decken ein Leistungsspektrum von 122 bis 272 PS ab. Den 1,8-Liter-Kompressor bietet Mercedes in zwei Leistungsstufen (143 und 184 PS) an. Die stärkere Variante ist ein Neuzugang im Sportcoupé; das Aggregat ist 20 PS stärker als der Vorgängermotor, soll aber im Schnitt bis zu 0,7 Liter weniger verbrauchen als bisher. Die beiden Dieselmotoren bringen es auf 122 PS und 270 Nm (CLC 200 CDI) bzw. 150 PS und 340 Nm (CLC 220 CDI). Dabei soll vor allem der Basisdiesel die Rolle des Ökoantriebs spielen und mit 5,8 bis 6,1 Litern im Schnitt auskommen. Der V6 des CLC 230 leistet 204 PS, das Toptriebwerk des CLC 350 fördert 272 PS zutage. Serienmäßig werden die Gänge mittels manueller Sechsgang-Box gewechselt. Auf Wunsch kombiniert Mercedes die Vierzylinder mit einer Fünfgang-Automatik und die V6-Motoren mit dem Siebengang-Automatikgetriebe 7G-Tronic. In Verbindung mit dem Sportpaket lassen sich die Fahrstufen per Lenkrad-Schaltpaddel auch manuell anwählen.Weitere technische Updates betreffen die Entertainment-Systeme. Erstmals lassen sich auch iPods, USB-Sticks oder andere externe Audiogeräte an das Infotainmentsystem anschließen. Sind Navigationssystem und CD-Wechsler an Bord, verfügt der CLC serienmäßig über die Spracheingabe „Lingua Tronic“.Bis die ersten Exemplare zu den Händlern rollen, dauert es noch eine Weile – erst im Juni 2008 soll es soweit sein. Bis auf den Einstandspreis (28.130 Euro für den CLC 180 Kompressor) nennt Mercedes keine genauen Investitionssummen. Diese sollen im Rahmen des Genfer Autosalons (6. bis 16. März) bekannt gegeben werden.

