Mit neuen Modellen aus der Krise
Der US-Autobauer Chrysler kann sich langsam wieder berappeln. Auch wenn Chrysler noch der schwächste der amerikanischen Big Three ist, ist der Aufschwung auch an den Zahlen festzumachen. Damit sich dieser Positivtrend weiterhin fortsetzt, fährt Chrysler eine neue Strategie. Chrysler- und Fiat- Firmenchef Sergio Marchionne will aus dem krisengebeuteltem Autobauer ein wettbewerbsfähiges Unternehmen machen und lässt dafür keinen Stein auf dem anderen. Gerade kündigte er eine komplett neue Modellpalette für das kommende Jahr an. Nachdem in Krisenzeiten das Geld für Auto-Neuentwicklungen fehlte, soll das Defizit nun aufgeholt werden. Modelle, die dabei keine Neuheiten sind, sollen zumindest komplett überarbeitet werden. So wird aus dem Chrysler Sebring die neue Mittelklasse-Limousine Chrysler 200. Mit dem Durango kehrt Dodge zu den SUVs zurück. Komplett runderneuert ist der Grand Cherokee der Chrysler-Tochter Jeep. Letzterer wird auch in Deutschland verkauft.
Italo-amerikanische Synergien
In Deutschland dagegen soll Chrysler total von der Bildfläche verschwinden. Seit Fiat zwanzig Prozent an Chrysler erworben hat,geht Marchionne neue Wege. Massenproduktion ist das Ziel. Daher sollen mehr Synergien zwischen der amerikanischen und der italienischen Automarke geschaffen werden. Zum Beispiel soll der Chrysler 300, der in den USA 2011 als überarbeitetes Modell erscheint, in Europa als Lancia verkauft werden. Der „Markenwechsel“ ist bisher für Sommer anvisiert. Der Vertrieb soll über 180 deutschlandweite Standorte erfolgen. Ob der Chrysler 200 auch zum Lancia-Portfolio gehören wird, ist noch unklar. Den Chrysler-Weg wird auch Dodge einschlagen. Mit Inkrafttreten des Lancia-Händlervertrages endet auch der Verkauf von Dodge-Modellen in Deutschland. Der Caliber wird eingestellt. Der Nachfolger des Dodge Journey erscheint nächstes Jahr als Fiat in Europa.

