Ein Ferrari nicht nur für Beach Boys: Der California, der im Herbst auf dem Pariser Autosalon vorgestellt werden soll, sieht nicht nur atemberaubend schön aus, sondern präsentiert auch wieder feinste Formel 1-Technik. (powered by Speed Heads , 01.01.2009)
Mit Spannung erwarten die Ferrari-Fans die Weltpremiere des California als neues Einstiegsmodell auf dem Pariser Autosalon (04. bis 19. Oktober 2008). Nun werden weitere Informationen über den offenen Sportwagen bekannt, der über ein Hardtop-Faltdach aus Aluminium verfügt und von den Italienern liebevoll als Gran Turismo (GT) bezeichnet wird.
Ferrari betitelte den California anfangs als 2+2-Sitzer, aktuell - wie auf den ersten Fotos erkennbar - nur noch als „2+“; denn der Raum hinter den zwei Vordersitzen wirkt sehr begrenzt, obwohl Gurte für die Rücksitze vorhanden sind. Aber seien wir ehrlich: Mit zwei Personen ist dieser Ferrari auch sehr gut für reichlich Fahrspaß zu haben.
Reminiszenz an eine Ferrari-Legende
Auf den neuen Fotos zeigt sich der von Pininfarina gezeichnete Ferrari California erstmals mit geschlossenem Dach und in der Farbe „Azzurro California“. Genau diese Lackierung war damals der Favorit vieler Käufer des legendären, im Jahre 1957 erstmals vorgestellten Klassikers Ferrari 250 GT Spider, der ebenfalls den Beinamen „California“ trug. Das Dach des neuen Californias öffnet und schließt übrigens in 14 Sekunden vollautomatisch.Bekannt sind nun auch die Abmessungen: Der Ferrari California, dessen Chassis aus Aluminium besteht, ist 4,56 Meter lang, 1,90 Meter breit und besitzt einen Radstand von 2,70 Metern. Das Kofferraumvolumen beträgt bei geschlossenem Dach 360 Liter. Ist das Dach im Fahrzeug verstaut, bietet der Kofferraum noch 260 Liter Kapazität.
Der „schwächste“ Ferrari – trotz 460 PS!
Der Ferrari California soll sich durch ein leichtes Handling und überzeugende Fahrleistungen auszeichnen. Der neue V8-Motor mobilisiert aus 4,3 Litern Hubraum insgesamt 460 PS bei 7.500 U/min. Die Anordnung als Front-Mittelmotor in Richtung Cockpit ermöglicht eine bessere Gewichtsverteilung und damit einhergehend bessere Fahrdynamik. Das noch nicht bezifferte Drehmoment soll das für Ferrari typische Fahrvergnügen bieten.In unter vier Sekunden sprintet der Ferrari California aus dem Stand auf Tempo 100. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Den CO2-Ausstoß gibt Ferrari mit ca. 310 g/km an, den kombinierten Verbrauch mit 13,2 Litern auf 100 Kilometern.
Optisches Vorbild: Der große Bruder
Optisch orientiert sich die Front des Ferrari California am 612 Scaglietti, wirkt durch eine modifizierte Linienführung und eine flache Lüftungshutze auf der Motorhaube, einhergehend mit den kurzen Überhängen, jedoch dynamischer. Die geschwungene Seitenlinie samt einer langen Sicke, die in den runden Heckscheinwerfern endet, betont den athletischen Auftritt zusätzlich. Am Heck fallen der Diffusor und die übereinanderliegenden Auspuffendrohre ins Auge. Den Komfort soll ein neues Fahrwerk steigern. Darüber hinaus verfügt der Ferrari California über die bereits aus dem 599 GTB bekannte F1-Traktionskontrolle, die man aus der Formel 1 für die Serienfahrzeuge ableitete und speziell für das neue Modell anpasste. In den Leichtmetallrädern im 5-Speichen-Design befindet sich serienmäßig eine Brembo-Sportbremsanlage mit Keramikscheiben.
Ab 2009 nicht nur an Kaliforniens Stränden
Auch den Innenraum nahmen die Italiener unter ihre Fittiche. Hochwertiges Leder vereint sich im Cockpit mit frischen Accessoires sowie neuen Sitzen, einem modifizierten Lenkrad, einem geänderten Armaturenbrett und einem überarbeiteten Infotainment-System.Einen ersten Fan hat der California bereits. Nämlich jemanden, der von Berufs wegen gar nichts anderes sein darf. Luca di Montezemolo, seines Zeichens Ferrari-Boss, hat das jüngste, von Formel 1-Legende Michael Schumacher mitenwickelte Fohlen aus Maranello bereits auf der hauseigenen Teststrecke in Fiorano getestet und ein überschwängliches Urteil gefällt: „Wir haben einen großartigen Ferrari, der beim Fahren einzigartige Emotionen vermittelt“, sagt der Italiener. „Mit der Arbeit der Ferrari-Mannschaft bin ich äußerst zufrieden.”Angaben zu Preisen für den California macht Ferrari noch nicht - über 150.000 Euro sollte man jedoch einplanen. Mit der Auslieferung ist im ersten Quartal 2009 zu rechnen.