„Mehr Luxus und Fahrdynamik, trotzdem aber vielseitig und funktional.“ All diese Attribute standen laut Volvo im Lastenheft zur Entwicklung des neuen V70 ganz oben. Beim Design vertraut Volvo jedoch auf Bewährtes. Denn anders als beim neuen Kompakten C30 heißt die Devise in dieser Disziplin „Evolution statt Revolution“. Auch der große Kombi zitiert nun das aktuelle Markengesicht mit der selbstbewusst nach vorn gestreckten Nase und den deutlich abrundeten Scheinwerfern. Der Kühlergrill trägt neben dem neuen, etwas größeren Markenlogo auch Längsstreben in Chromoptik. Das verleiht dem Schweden einen gleichzeitig edlen und dynamischen Charakter. Mut zur Kante dagegen beim Heck: Hier haben die Designer scharf geschnittene Linien mit großen, hoch angeordneten Rückleuchten kombiniert. Die Seitenfenster werden von Chromrändern begrenzt. Die Volvo-typisch stark ausgeformten Hüften erhöhen den Wiedererkennungswert, während die ansteigende Gürtellinie Sportlichkeit vermitteln soll.
Groß ist der Wiedererkennungswert auch im V70- Innenraum. Lenkrad und Cockpit haben die Designer ganz nach Art des Hauses gestaltet. Auch die sehr flache Mittelkonsole kennt man aus anderen Volvo-Modellen. Für den um 55 auf maximal 1.696 Liter gewachsenen Kofferraum haben sich die Ingenieure einige clevere Details einfallen lassen: Zum Beispiel eine zusätzliche Ablage unterhalb des Laderaum- bodens, die mit der Heckklappe verschlossen wird. Optional stehen eine automatisch zu betätigende, hydraulische Heckklappenbetätigung sowie ein flexibler, auf Bodenschienen beweglicher Laderaumboden zur Verfügung. Auch für die Sinne wird einiges geboten: Mit „Cranberry Rot“ gibt es eine neue warme Farbe für die sechs Polstervarianten. Auf Wunsch rüstet Volvo die V70-Sitze mit Ventilatoren in Rückenlehne und Sitzfläche aus, um an heißen Tagen für angenehme Temperaturen zu sorgen. Das Audiosystem bewegt sich laut Volvo auf „Weltklasse-Niveau“, die Rücksitze verfügen über zwei doppelt in der Höhe verstellbare Kindersitze.
Neue Sicherheits-Features
Damit wäre bereits ein Feature genannt, mit dem Volvo auch beim neuen V70 seiner Vorreiterrolle in Sachen Sicherheit gerecht werden möchte. Außerdem zeigen sich die Schulter/Kopfairbags vergrößert und in ihrer Struktur verstärkt. Um alle Insassen beim Crash vor schweren Verletzungen zu schützen, hat Volvo die Karosseriestruktur dank verschiedener Stahl- Härtegrade so gestaltet, dass sie die Aufprallenergie möglichst wirkungsvoll um die Fahrgastzelle herumleitet. Fußgänger profitieren bei einem Unfall von der weicher strukturierten V70-Front mit größeren Stoßfängern und einer weiter nach vorne gezogenen Unterkante des Frontspoilers. Auch die Motoren leisten ihren Beitrag zur passiven Sicherheit: Alle Triebwerke werden quer im Motorraum verbaut, womit das Risiko des Eindringens in die Fahrgastzelle bei einer Frontkollision reduziert wird.Eine Verbindung zwischen aktiver und passiver Sicherheit stellt das neue aktive Geschwindigkeits- und Abstandswarnsystem dar. Nachdem das Feature bei der Detroiter XC60-Studie Weltpremiere gefeiert hat, kommt es im neuen V70 erstmals in der Serie zum Einsatz. Radarsensoren überwachen bei geringen Geschwindigkeiten den Bereich vor dem Auto und entschärfen automatisch potenzielle Unfallsituationen. Eine weitere Innovation ist das „BLIS“-System: Kameras überwachen dabei den so genannten „toten Winkel“. Sobald ein Fahrzeug in diesem Bereich erscheint, blinkt ein Licht im Spiegeldreieck auf, um den Fahrer auf die Gefahr hinzuweisen und die entsprechende Reaktion zu ermöglichen. Auf Wunsch verfügt der neue V70 auch über ein aktives Fahrwerk, bei dem sich per Knopfdruck drei unterschiedliche Charakteristika („Comfort“, „Sport“ und „Advanced“) wählen lassen. Zudem passt das System selbständig die Dämpferkennung an die aktuell gefahrene Geschwindigkeit an.
Erstmals Sechszylinder im V70
Premiere bei den Motoren: Erstmals kommen im V70 Sechszylinder-Motoren zum Einsatz. Die Sauger- variante im V70 3.2 leistet 238 PS, während es die „T6“ genannte turbo-aufgeladene Topversion – dann jedoch nur mit drei Litern Hubraum - auf 285 PS und satte 400 Newtonmeter bringt. Hinzu kommen die bekannten Fünfzylinder-Diesel 2.4D (163 PS; 340 Nm) und D5 (185 PS; 400 Nm) sowie der Fünfzylinder- Turbobenziner mit 200 PS und 300 Newtonmetern. Für alle Motoren bietet Volvo optional ein Sechsgang-Automatikgetriebe an, das beim T6 zusätzlich über einen Sportmodus verfügt, der schnellere Gangwechsel ermöglicht. Wie üblich treiben die Aggregate serienmäßig die Vorderräder an. Nur beim Topmodell T6 ist der Allradantrieb obligatorisch.75.000 Exemplare des neuen V70 will Volvo jährlich verkaufen, 80 Prozent davon in Europa. Er wird gemeinsam mit der etwas kerniger gestylten Offroad-Variante XC70 Anfang März auf dem Internationalen Automobil-Salon in Genf präsentiert. Der Verkauf startet im August zunächst in Skandinavien, die übrigen Länder ziehen im Verlauf des Jahres 2007 nach. Zu den genauen Preisen äußert sich Volvo noch nicht.

