Bewegt und bewegend: Die Geschichte von Maserati

Bora, Merak, Khamsin oder Ghibli – Namen, die eingefleischten Maserati-Fans wie Musik in den Ohren klingen. Besonders die Modelle aus den 60er und 70er Jahren stehen bei Liebhabern hoch im Kurs. ( , 20.02.2010)

Ursprung allen Erfolgs ist die Rennleidenschaft der Gebrüder Maserati. Seit der Firmengründung 1914 fahren Alfieri und Ernesto Maserati mit einem selbst gebauten Rennwagen Siege ein. Die frühen Maserati-Boliden, zum Beispiel der 400 PS starke 450S, verlangen dem Fahrer alles ab. Gefährliche Unfälle sind an der Tagesordnung. Renngrößen wie Stirling Moss, Tazio Nuvolari oder Alberto [Ascari machen die Marke aus Modena zum Nummer-Eins-Gegner für Ferrari und Mercedes. In den Jahren 1954 und 1957 fährt Juan Manuel Fangio den WM-Titel für Maserati ein.

Finanziell läuft es dagegen weit weniger erfolgreich. Nur um den drohenden Bankrott zu entgehen, beginnt Maserati mit dem Bau von Serienautos. Zu Beginn verwenden die Ingenieure bei den Straßenfahrzeugen noch domestizierte Renn-Sechszylinder, erst später bauen sie eigens für die Straße konstruierte Motoren in ihre Autos ein. Die Idee, eigene und konkurrenzfähige Autos zu bauen, funktioniert. Jedoch läuft das Serienwagengeschäft mit einer Stückzahl von 139 produzierten Autos in zwölf Jahren eher halbherzig. Den Anfang machen 60 Coupés mit der Bezeichnung A6, die auf dem Genfer Autosalon 1947 für helle Begeisterung sorgen.Aufgrund mehrerer Konkurse wird die Tridente durch viele Hände gereicht. Nach dem ersten Bankrott 1937 kauft Graf Orsi Maserati auf. In den 50er Jahren steht Maserati unter staatlicher Zwangsverwaltung. 1968 kauft Citroen Maserati auf. In den 80er Jahren steht die Marke mit dem Dreizack unter der Herrschaft von DeTomaso, bis 1993 der Fiat-Konzern Mehrheitseigner von Maserati wird. Nun steigt auch wieder der Absatz und Maserati schreibt schwarze Zahlen. 2006 findet Maserati in Deutschland sogar mehr Abnehmer als Konzernschwester Ferrari.Die neuen Modelle Gran Turismo und Quattroporte sollen dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Genau wie beim A6 GranTurismo von 1947 stammt das Design des neuen Coupes von Pininfarina. Der Quattroporte ist laut Maserati „das sportlichste Modell der Luxuslimousine“. Das Rezept für den luxuriösen Sportwagen mit Platz für vier wird bereits 1963 geschrieben. Mittlerweile in der sechsten Generation ist er eleganter und temperamentvoller denn je.Anders als in den 50er Jahren ist Maseratis Renneinsatz heute ein Bonus, von dem die Serienfahrzeuge profitieren. In der FIA GT-Serie knüpft Maserati an frühere Rennerfolge an. Mittel zum Sieg ist der Maserati MC12 - ein Supersportwagen mit sechs Litern Hubraum und 632 PS. Nach zwei Meistertiteln seit 2005 holt Thomas Biagi auch 2007 den Fahrertitel für die italienische Luxusschmiede, und dazu noch den Gesamtsieg der Herstellerwertung. Die Legende aus Modena lebt!

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