
Bei VW geht es up! Vorstellung VW Up! LiteDer Up! Lite - die neueste Studie aus der Up!- Kleinwagenfamilie soll der sparsamste Viersitzer der Welt sein.
Bei VW geht es up! Vorstellung VW Up! Lite
Jessica FischerDer Up! Lite - die neueste Studie aus der Up!- Kleinwagenfamilie soll der sparsamste Viersitzer der Welt sein.Trotz aller grünen Ambitionen der (Verkehrs-)Politik scheinen bei den Petrolheads dieser Welt Kleinstwagen mit umweltfreundlichen Antrieben noch nicht zu den Traumautos zu gehören. Daher versuchen viele Hersteller Brennstoffzellen, Wasserstoff- und Hybridantriebe in SUVs wie den Lexus RX 450h und Oberklasselimousinen wie die S-Klasse zu implantieren. Bei einem Fahrzeuggewicht von 1.800 kg plus x leuchtet der Sinn dieser Operationen auch auf den zweiten Blick nicht ein. Einen anderen Zugang zum Thema haben sich die Musterschüler von VW ausgesucht. Die Wolfsburger setzen bei ihren grünen Ambitionen auf die kleinste Fahrzeuggattung. Ihre VW „New Small Family“ bekommt seit der IAA 2007 ständig Nachwuchs. VW lässt keine Gelegenheit aus, um bei einer der weltweit größten Automessen einen neuen Up! vorzustellen. Nach dem Up!, dem Space Up!, Space Up! Blue und dem E-Up! präsentiert VW auf der Los Angeles Auto Show gerade das jüngste Familienmitglied – den Up! Lite.
Ökonomische Synthese
Hinter dem Anglizismen -und Satzzeichen-Gewirr verbergen sich Studien zu Kleinstwagen und Microvans, die entweder mit Hybrid, Brennstoffzelle, Elektromotor oder sogar Solarunterstützung ausgerüstet sind. Der Hybridmotor des Up! Lite soll mit 2,44 Liter Diesel pro 100 km auskommen. Andere Studien haben diesen Wert zwar jüngst unterboten, dafür lockt der Up! Lite jedoch mit einem vergleichsweise üppigen Platzangebot. Im Gegensatz zu anderen Spritsparmodellen wartet die Studie mit größerem Praxisnutzen auf. Vier Personen sollen ausreichend Platz haben und auch das Gepäck muss nicht im Anhänger transportiert werden. VW visiert somit den Titel des umweltfreundlichsten Viersitzers der Welt an.
Zierlicher Diesel-Hybrid
Motorisiert ist das ambitionierte Gefährt mit einem Zweizylinder und 800 Kubikzentimetern. Er soll 51 PS leisten und von einem 14 PS Elektromotor unterstützt werden. Laut VW sorgt diese Antriebskonzeption aus Turbodiesel, Elektromotor, Doppelkupplungsgetriebe und ausgefeilter Aerodynamik angesichts des Gewichts von 695 kg für einen konkurrenzlos niedrigen Verbrauch. Die Stromversorgung übernehmen Lithium-Ionen-Akkus. Beschleunigungswerte von 12,5 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h heben den rasenden Plastikbomber schon fast in „normale“ Leistungsregionen.
Äußere Bescheidenheit
Das Äußere des Up! Lite wirkt für eine Studie wenig spektakulär. Das Heck erinnert stark an die Formensprache des Scirocco. Der Innenraum ist sehr aufgeräumt und nüchtern. Hier findet der Betrachter keine verspielten Rundinstrumente oder bunten Gimmicks wie bei anderen Kleinwagen. Bei der Gestaltung scheint die Designer auf halbem Weg der Mut verlassen zu haben, Science Fiction sieht anders aus.
Alternativer Antrieb bleibt vorerst Zukunftsmusik
Wer angesichts der marketingschwangeren Namensgebung den Überblick behalten hat, kann sich ab 2011 auf den ersten tatsächlich käuflichen Up! freuen. Der kommt nach all dem Umweltgedenke jedoch eher konventionell als Dreitürer mit simplem Benzinmotor daher. Dafür gibt es dann aber einen alltagstauglichen Namen zum Gebrauch. Die Preise für all die Energiesparer stehen noch nicht fest. Klar ist bisher lediglich, dass der Up! den Fox ablöst und sich vermutlich auch preislich auf dessen Niveau ansiedeln wird. 2013 soll dann der E-Up! mit Elektromotor folgen. Das slowakische VW-Werk in Bratislava wird den Up! bauen.Die Zukunft ist für VW offensichtlich grün und vielleicht schafft es die Autoschmiede aus Niedersachsen ja auch in nicht allzu ferner Zukunft, aus einem umweltfreundlichen Kleinwagen einen Traumwagen zu formen.

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