Autositze - es geht auch anders
Die bisherige Sitzordnung im Pkw könnte in Zukunft eine andere sein. Statt in zwei oder drei Reihen hintereinander sitzt man zu mehreren nebeneinander oder von Angesicht zu Angesicht. Denn ein flexibles Gestühl sorgt nämlich für mehr Platz und Komfort, macht aus kleinen Autos richtige Raumwunder und bringt Wohnzimmeratmosphäre in die größeren Fahrzeuge. (C. Fulk
, 01.01.2009)
In der Studie des Mercedes-Benz F700, der futuristischen Technik- und Design-Vision eines Oberklasse-Reisewagens, sitzt zum Beispiel einer der Fond-Passagiere in einer Art Babyschale. Diese lässt sich nach Wunsch in oder gegen die Fahrtrichtung kippen, so dass das, was vorher Rückenlehne war, nun Sitzfläche ist und umgekehrt. So kann der Passagier auch einem weiteren Fondinsassen sogar gegenübersitzen.
Mehr Flexibilität bietet auch eine Neuentwicklung des Zulieferers Johnson Controls. In seinem Technik-Konzeptfahrzeug lassen sich die Sitze der Rückbank hochklappen, so dass sie komplett in der Rückenlehne verschwinden und unsichtbar werden. Statt zweier Sitzplätze steht dann hinter den Vordersitzen zusätzlicher Stauraum zur Verfügung. Weiteren Platzgewinn bringt ein besonders schlankes Design der Vordersitz-Lehne. Das System soll in den kommenden Jahren marktreif sein.
Eher eine Spielerei der Designer ist die Sitzanordnung in der Nissan-Studie Mixim. Dort nimmt der Fahrer auf einem zentralen Mittelsitz Platz, zwei weitere Passagiere finden seitlich hinter ihm versetzt eine Sitzgelegenheit. Ein Serieneinsatz des Konzepts ist jedoch eher unwahrscheinlich.
Aber nicht alles ist Zukunftsmusik. Schon heute finden sich in einigen Fahrzeugen spezielle Wohlfühlsitze. So lässt sich der hintere Fondplatz der Oberklasselimousine Lexus LS optional als automobiler Massagesitz ordern.
Nahezu in Liegeposition knetet er seine Insassen elektronisch per Shiatsu oder herkömmlicher Massage die Rücken- oder Nackenpartien durch. Für Sicherheit bei einem Unfall sorgt ein spezieller Airbag in der Sitzfläche.
Er pumpt bei einem Crash die Beine des Passagiers millisekundenschnell hoch, so dass dieser nicht unter dem Sicherheitsgurt durchrutschen kann.
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