Einer der Stars der Messe ist - zumindest aus US-Sicht - die neue Ford F-Serie. Der robuste Pick-up ist seit Dekaden das meistverkaufte Auto in den Staaten, rund 800 000 Einheiten werden jährlich neu zugelassen. Da der bis zu 6,60 Meter lange Pritschenwagen zu den durstigsten Fahrzeugen auf dem Markt zählt, soll in der neuen Generation erstmals auch ein Dieselmotor und ein Hybridantrieb erhältlich sein. Mit der Neuauflage des Retro-Flitzers Chevrolet Camaro und der Topversion des Sportwagens Corvette stehen zwei weitere US-Ikonen in den Startlöchern.
In Sachen Umweltschutz setzen die US-Marken vor allem auf zahlreiche neue Hybridmodelle. Allein General Motors (GM) will in den kommenden vier Jahren alle drei Monate ein Fahrzeug mit der Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor auf den Markt bringen. Den Anfang macht unter anderem der neue Saturn Vue 2 Mode Hybrid, ein SUV mit der gemeinsam von GM, Daimler und BMW entwickelten Spritspartechnik. Ford USA setzt neben der Hybridisierung auf das so genannte Downsizing. Durch den Einsatz von Turboladern sollen die Hubräume der Motoren und damit der Kraftstoffverbrauch sinken. Chrysler stellt eine Reihe von Konzept-Fahrzeugen mit Elektro-Antrieben vor, darunter einen Hybrid-Jeep mit Dieselmotor.Im Gegensatz zu den Klassiker-Neuauflagen der Amerikaner wartet BMW mit einem ganz neuen Fahrzeugkonzept auf. Als Design-Mischung aus Gelände- und Sportwagen feiert der BMW X6 Weltpremiere. Optisch zeigt sich die Mischung der widerstreitenden Konzepte einerseits durch die hohe Gürtellinie, kräftig ausgestellte Radhäuser und die von den anderen X-Modellen übernommene bullige Front. Andererseits trägt die Karosserie mit ihrer abfallenden Dachlinie und den kleinen Seitenfenstern deutliche Coupé-Züge. Für sportliches Fahrverhalten soll ein neu entwickelter Allradantrieb sorgen, der die Kraft sowohl zwischen der Vorder- und Hinterachsen als auch zwischen den einzelnen Hinterrädern verteilt. Zu den deutschen Händlern rollt der Viersitzer Ende Mai mit einem von zwei Diesel- und Ottomotoren zu Preisen abZudem wollen nun auch die Münchner, ähnlich wie VW, Audi und Daimler, den US-Markt mit sparsamen Dieselmotoren aufrollen. Das SUV BMW X5 3.0sd und das Mittelklassemodell BMW 335d werden zukünftig mit einem rund 198 kW/269 PS starken 3,0-Liter-Twin-Turbo-6-Zylinder-Dieselmotor angeboten, der dank Oxidationskatalysator, Dieselpartikelfilter und einem SCR-Katalysator zur Stickoxidminderung alle Abgasnormen der USA erfüllt.Die Deutschen versprechen sich von den steigenden Kraftstoffpreisen in den USA neue Chancen für die einst verpönte Ölbrenner-Technik. Audi wirbt in Detroit ebenfalls mächtig für den Diesel. Ein 12-Zylinder-Turbodieselmotor steht auch im Zentrum des Messe-Auftritts. Das rund 500 PS starke Triebwerk befeuert eine Studie auf Basis des Sportwagens R8, der bislang lediglich mit einem Achtzylinder-Ottomotor erhältlich ist. Optisch unterscheidet sich das Selbstzündermodell nur durch dezente Änderungen an der Front von dem Benziner. Zudem zeigen die Ingolstädter die modellgepflegte Version des A3.
Erstmals ist der Kompakte nun neben den drei- und fünftürigen Limousinenversionen auch als Cabrio mit Stoffdach erhältlich. Allen Karosserievarianten ist eine neue Frontpartie gemein, die sich am kürzlich vorgestellten Mittelklassemodell A4 orientiert. Die Scheinwerfer-Augen blicken ein wenig böser als bislang, der Kühlergrill kommt etwas größer daher. Am Heck prangen horizontale, zur Mitte spitz zulaufende Leuchten.

