Touareg: leichter, aerodynamischer und sparsamer
Mit über 500.000 verkauften Exemplaren zählt der Touareg zu den Erfolgsgeschichten im Volkswagenkonzern. Doch auch die aktuelle Debatte um Sparsamkeit bei Verbrauch und Größe ging am Wolfsburger SUV nicht spurlos vorbei. Zuletzt entschieden sich viele Kunden für den kleineren Bruder Tiguan. Durch umfangreiche Maßnahmen versucht VW nun wieder an die früheren Erfolge des Touaregs anzuknüpfen. Nichts weniger als „den technisch innovativsten VW seit Bestehen der Marke“ wollen die Niedersachsen geschaffen haben. Und sie scheinen Wort gehalten zu haben: ein um fast 20 Prozent sparsameres Antriebsspektrum sowie Hybridantrieb sorgen jetzt auch bei SUV-Fahrern für ein reines Gewissen – zumindest ansatzweise. Zusätzlich speckte der Touareg über 200 Kilogramm ab. Verbrauchswerte von 8,2 Litern beim Benzin-Hybriden und 7,4 Liter beim V6-TDI sollen realistisch sein. Natürlich nur unter Laborbedingungen und mit samtenem Gasfuß. Ob das von den oft sportlich fahrenden Touareg-Eignern goutiert wird, weiß noch niemand. Das höhere Gewicht des Hybridantriebs ist im Kampf um die linke Autobahnspur eher von Nachteil, erst im Stadtverkehr kann er seine Vorteile ausspielen.
Weiterentwicklung der bekannten Formensprache
Von außen ist der neue Touareg sofort als solcher zu erkennen. Behutsam haben die Designer die Hülle des SUV weiterentwickelt und dabei deutlich mehr Dynamik ins Blech gepresst als beim Vorgänger. Geduckter und agiler steht er da. Speziell die Rückansicht hat dank der wohlgeformten Schulterpartie und dem stärker abfallenden Dach an Kontur gewonnen. Die Verwandtschaft zum Porsche Cayenne ist nicht zu übersehen.
Auch innen ein Allrountalent
Gewicht, Motoren, Design – überall hat VW nachgelegt. Auch im Innenraum. Größtes Novum dürfte hier wohl die um 160 Millimeter in der Länge verschiebbare Rückbank sein. Bei Kleinwagen und Minivans längst Standard, findet dieses Feature nun auch Einzug in den Luxus-SUV. Zum Variabilitätswunder wird der Touareg dadurch zwar nicht, aber mit einem maximalen Kofferraumvolumen von 1.642 Litern ist er fast jeder Transport-Herausforderung gewachsen. Zudem wurde der Innenraum funktioneller gestaltet, die Sitze sind bequemer und die Beinfreiheit im Fond ist größer.
Qualität hat ihren Preis
Ein Schnäppchen war der Touareg noch nie und auch in der Neuauflage ist der VW nicht preiswert. Der Einstiegspreis liegt bei 50.700 Euro für den V6 TDI 3.0 mit 240 PS, die Hybrid-Version mit V6 TSI 3.0 und 333 PS ist ab 73.500 Euro erhältlich. Ab April steht der Wolfsburger bei den Händlern. Mit den zeitgemäßen Verbesserungen dürfte der Touareg an die gewohnten Erfolge anknüpfen können und vielleicht so manchen Tiguan-Fahrer zurückerobern.
Sharan: Jetzt mit Schiebetüren
Darauf haben viele VW-Fans lange gewartet. Während Ford seinen Galaxy-Nachfolger bereits 2006 ins Rennen schickte, mussten sich Sharan-Fahrer bis jetzt gedulden. Dafür kommt der Neue aus Wolfsburg mit einem Ausstattungsmerkmal, das mittlerweile selten geworden ist im Van-Segment: Schiebetüren. Gerade in engen Parklücken ein Pluspunkt. Auch ansonsten zeigt sich der VW von seiner familienfreundlichen Seite. Das variable Sitzkonzept EasyFold mit bis zu sieben Sitzen lässt sich kinderleicht bedienen. Doch nicht nur Familien sieht Volkswagen als Zielgruppe, auch geschäftliche Vielfahrer mit erhöhtem Platzbedarf sollen mit allerlei Komfort- und Sicherheitsfeatures gelockt werden. Sie dürfen sich u.a. auf eine automatische Fernlichtsteuerung , Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahr- und Positionslicht, adaptive Fahrwerksregelung und eine Niveauregulierung freuen.
Alles neu
Keine einzige Schraube soll angeblich mit dem alten Modell übereinstimmen. Insbesondere bei den Motoren hat sich einiges getan. Die aktuellen und modernen TDI- und TSI-Motoren (140 PS bis 200 PS) sind neu an Bord. Optional kann auch ein DSG-Getriebe geordert werden. Am sparsamsten zeigt sich dabei der 140 PS starke 2.0 TDI. Mit 5,3 l /100 km erreicht er den niedrigsten Verbrauchswert aller Vans dieser Klasse. Preise nennt Volkswagen noch nicht, diese dürften sich jedoch am Vorgänger orientieren. Mit mindestens 30.000 Euro muss man also rechnen.

