Autosalon Genf 2010: Renault Mégane CC, die Zweite

Hierzulande hatte Renault mit dem Mégane CC bisher eher mäßigen Erfolg. Ein Grund dafür war sicher auch das zu plump gestaltete Heck. Mit dem Nachfolger dürfte sich das ändern, denn der neue Renault Mégane CC überzeugt mit gelungener Linienführung. ( , 05.03.2010)

Stimmige Formen

Die Mégane-Familie wächst weiter. Nach Fünftürer, Grandtour und Coupé folgt jetzt der CC – sprich Coupé-Cabriolet. Sowohl offen als auch geschlossen bietet der Franzose absolutes Freiluftfeeling dank seines voll versenkbaren Panorama-Glasdaches. So bleibt den Insassen auch bei verriegeltem Verdeck die Sicht gen Himmel nicht verwehrt. Hat man doch Lust, echte Frischluft zu schnuppern, faltet der Renault Mégane CC sein Klappdach in 21 Sekunden kunstvoll zusammen. Das Kofferraumvolumen minimiert sich dabei von 417 auf 211 Liter. Immer noch ausreichend für einen Wochenendausflug in sonnige Gefilde. Im Gegensatz zum Vorgänger schleppt die Neuauflage diesmal keinen pummeligen Hintern mit sich herum. Fast schon nordisch filigrane Züge formen die Heckpartie. Ähnlichkeiten zum Volvo C70 sind durchaus erkennbar. Ein Kompliment – schließlich gilt dieser als eines der schönsten Klappdachcabrios auf dem Markt. Auch der Windschutzscheibenrahmen aus satiniertem Chrom strahlt Eleganz und Stil aus. Keine Spur mehr vom spröden Charme des Vorläufers.

Renault Mégane CC - Heck 1
Im Gegensatz zum Vorgänger schleppt die Neuauflage des Renault Mégane CC diesmal keinen pummeligen Hintern mit sich herum

Bis 90 km/h nichts für Puristen

Als Neuheit in seinem Segment verfügt der Mégane CC serienmäßig über einen zentral hinter den Kopfstützen installierten Winddeflektor. Sowohl Fahrer als auch Fondpassagiere werden dadurch bei offenem Dach vor störenden Luftwirbeln geschützt. Allerdings nur bis Tempo 90 – darüber hinaus ist jede Frisur zur Zerstörung freigegeben. Gerade die 2-Liter-Topmotorisierung mit 140 PS hat das größte Potential, die Haare ordentlich durcheinander zu wirbeln. Als Basisbenziner kommt der 1.6 16V mit 110 PS zum Einsatz. Er wird ergänzt durch den 1,4-Liter-Turbo, der 130 PS mobilisiert. Für Freunde des Selbstzünders bietet Renault den überarbeiteten 1,9-Liter-Turbodiesel (ebenfalls 130 PS) mit serienmäßigem Rußpartikelfilter an.

Renault Mégane CC - Seite Still
Mit dem großflächigen Panorama-Glasdach bleibt eine der besten Eigenschaften des alten Renault Mégane CC beim Modellwechsel erhalten

Selbst offen gut geschützt

Doch nicht nur vor Wind versucht Renault die Mégane CC-Passagiere zu schützen. Auch bei extremen Unfallsituationen lässt das Coupé-Cabrio nicht allein gelassen. Das passive Sicherheitspaket enthält automatisch ausfahrende Überrollbügel. Sobald Sensoren einen drohenden Überschlag registrieren, richtet ein pyrotechnischer Mechanismus die beiden Bügel in Sekundenbruchteilen auf. In Kombination mit der verstärkten A-Säule merzt der Renault die bei Überschlägen bauartbedingten Nachteile nahezu aus. So gerüstet steht einer entspannten Cabriofahrt nichts im Wege. Einzig das nasskalte Wetter und die Tatsache, dass der Mégane CC erst im Juni erscheint, machen einen Freiluftausflug derzeit unmöglich.

Zu den Preisen äußert sich Renault momentan noch nicht. 25.000 Euro scheinen aber realistisch.

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