Mit gleich vier Neuheiten tritt Lotus beim Genfer Autosalon an. Doch nur zwei sind bald erhältlich. (Florian Bauer , 11.03.2010)
Lotus Evora 414E Hybrid:
Auch Lotus kann sich dem allgemeinen Hybridtrend nicht entziehen. Mit dem Showcar Evora 414E Hybrid wollen die Briten zeigen, was derzeit möglich ist. Die Namensgebung kommt nicht von ungefähr: 414 PS mobilisieren die zwei Elektromotoren insgesamt. Ein 1,2-Liter-Benziner mit 47 PS dient als Reichweitenverlängerer. So soll ein Aktionsradius von gut 480 Kilometern möglich sein. Wie zu erwarten, ist der Lotus aber kein reines Ökomobil. Lediglich vier Sekunden vergehen beim Sprint von 0 auf 100 km/h – nahezu geräuschlos. Doch die Lotus-Ingenieure haben auch an die zahlreichen Klangfetischisten gedacht. Ein Sound-Generator simuliert vier verschiedene Töne, darunter auch V6- oder V12-Sound. Selbst eine Mischform aus Elektro- und Motorklang soll möglich sein.
Lotus Evora Carbon Concept:
Auf einen traditionellen Antrieb setzt der Evora Carbon Concept. Ein V6-Benziner mit 280 PS befeuert den britischen Sportwagen, bei dem Leichtbau im Vordergrund steht. Zahlreiche Teile wurden aus Karbon gefertigt, beispielsweise das komplette Dach, der Diffusor am Heck oder das Armaturenbrett. Die restliche Karosserie besteht vollständig aus Aluminium. Die genaue Gewichtsreduzierung des Showcars ist nicht bekannt. Eine Serienfertigung ist vorerst nicht geplant.
Lotus Evora Cup:
Speziell für den Renneinsatz fertigt Lotus den Evora Cup. Statt des serienmäßigen 3,5-Liter-V6 mit 280 PS kommt ein Vier-Liter-Aggregat mit 400 PS zum Einsatz. Zusätzlich kommt ein von Dallara entwickeltes Spoilerpaket aus Kohlefaser zum Einsatz. Knapp 1.250 Kilogramm bringt der Sportler damit auf die Waage. In einem Markencup soll der Evora ab 2011 um den Sieg fahren. 100.000 Euro winken als Preisgeld. Damit hätte man die Investition von gut 136.000 Euro plus Steuern für die Cup-Version schon fast wieder eingefahren.
Lotus Elise:
Vor 14 Jahren erblickte die Elise das Licht der Welt. Durch das geringe Gewicht reichen selbst kleinere Motoren für sportliche Fahrwerte. Dieses Konzept führen die Briten nun weiter fort. Drei Varianten sind lieferbar: die Basis-Elise mit 1,6-Liter-Motor und 136 PS, die R-Variante mit 1,8-Liter-Aggregat und 192 PS sowie die Elise SC mit 1,8-Liter-Kompressor-Motor und 220 PS. Letzterer ermöglicht den Sprint von 0 auf 100km/h in 4,6 Sekunden. Erst bei Tempo 233 endet die Beschleunigungsorgie. Doch auch sparsames Fahren ist möglich. Lediglich 6,1 Liter auf 100 Kilometer soll der Basis-Benziner verbrauchen. Äußerlich wurde der Lotus nur leicht aufgefrischt. Aus gutem Grund – schließlich ist die Elise bereits jetzt ein Designklassiker. Preise für den Marktstart im April nennt Lotus noch nicht. Gut 36.000 Euro für die S-Variante erscheinen realistisch.