Speziell für die USA
Audi weitet sein Kundensport-Programm weiter aus und wagt nun auch den Schritt über den großen Teich. Nach bislang drei erfolgreichen Saisons mit dem R8 GT3 und der gelungenen Premiere des TT RS-Rennwagens 2011 in diversen Langstreckenmeisterschaften wagen sich die Audianer nun an die traditionsreiche Grand Am-Rennserie. Die Nummer vier in der amerikanischen Rundstrecken-Hierarchie nach der NASCAR-, IndyCar- und American Le Mans-Serie erlebt derzeit einen Aufschwung, von dem die Ingolstädter profitieren wollen. Mit einem aufsehenerregenden Boliden, der in der Grand Touring-Klasse unterwegs sein wird, will Audi seinen Bekannt- und Beliebtheitsgrad in den USA weiter steigern.
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- Der Heckflügel des Audi R8 Grand-Am ist deutlich kleiner als der des GT3-Pendants. Da auch der Frontspoiler, Unterboden und Diffusor Unterschiede aufweisen, fehlen zwischen 70 und 80 Prozent machanischer Grip.
Zum Großteil kastrierte Aerodynamik
Als Basis des Grand Am-Rennwagens dient sein Schwestermodell „LMS“, das allerdings an ein neues technisches Reglement angepasst und deshalb aerodynamisch zu weiten Teilen kastriert werden muss. Front- und Heckflügel sind deutlich kleiner als beim GT3, der vordere Unterboden muss flach ausgeführt sein und der Diffusor muss dem Serienbauteil entsprechen. Allein wegen dieser Unterschiede bietet der R8-Grand-Am zwischen 70 und 80 Prozent weniger mechanischen Abtrieb als der LMS, was mit geänderten Dämpferkennlinien und weicheren Federraten so gut es geht aufgefangen werden muss. Auch auf das ABS und die Traktionskontrolle des Hightech-GT3-Renners muss der Neuzugang in Audis Kundensport-Riege verzichten.
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- Zu Leistungsdaten und Homologationsgewicht kann Audi noch keine Angaben machen, da die Einstufung des R8 Grand-Am-V10-Motors nach der „Balance of Performance“ noch aussteht.
Warten auf die „Balance of Performance“
Zu Leistungsdaten und Homologationsgewicht kann Audi noch keine Angaben machen, da die Einstufung des R8 Grand-Am nach der „Balance of Performance“, welche die Chancengleichheit zwischen den Rennwagen sicherstellen soll, noch aussteht. Fest steht, dass der 5,2-Liter-V10-Saugmotor für Vortrieb sorgen soll. Im R8 LMS leistet das Triebwerk zwischen 498 und 562 PS und bringt es auf mehr als 500 Nm. In welchem Rahmen sich diese Daten bei der Grand-Am-Version bewegen werden, hängt davon ab, welche Luftrestriktoren die Regelhüter dem Audi verpassen. Auf jeden Fall darf Audis Motorsportabteilung aber auf das verbesserte Kühlsystem des R8 LMS ultra zurückgreifen.
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- In Daytona hat Werksfahrer Frank Stippler in einem im auffälligen „Stars-and-Stripes“-Design lackierten Audi R8 Grand-Am etwa 1.000 Kilometer sowohl auf dem Oval als auch auf dem Grand Prix-Kurs abgespult.
Ein Quartett für Amerika
Seine letzte Feuerprobe hat der Audi R8 Grand-Am vergangene Woche bestanden, als er nach mehreren Testläufen in Europa erstmals in den USA unterwegs war. Auf dem Daytona International Speedway hat Werksfahrer Frank Stippler in einem im auffälligen „Stars-and-Stripes“-Design lackierten Testträger etwa 1.000 Kilometer sowohl auf dem Oval als auch auf dem Grand Prix-Kurs abgespult. Da galt es auch, sich an die neuen Reifen zu gewöhnen, die Grand-Am-Alleinausrüster Continental liefert. Audi bezeichnet den Test als erfolgreich und kann den ersten R8-Grand-Am nun an das Kundenteam APR Motorsport aus Opelika, Alabama, ausliefern. Mit drei weiteren Teams befinden sich die Ingolstädter derzeit in finalen Gesprächen, maximal drei weitere Autos wollen sie für die 2012er Saison noch ausliefern.
Diese startet übrigens schon sehr bald, nämlich bereits am Wochenende
des 28./29. Januar mit dem Saisonhöhepunkt, den 24 Stunden von Daytona.

