Die Rallye Monte Carlo ist der Rallye-Klassiker schlechthin. Wer hier siegt, macht sich als Pilot unsterblich. Walter Röhrl gelang dieses Kunststück gleich vier Mal. Damit ist der Regensburger zusammen mit dem Italiener Sandro Munari und Tommi Mäkinen aus Finnland Rekordsieger bei der Hatz über die französischen Seealpen. Am letzten Wochenende bildete die 77. Monte-Auflage den Auftakt zur diesjährigen WM-Saison. So verspritzte vorigen Sonntag erstmals der Finne Marcus Grönholm den Champagner vor dem Casino in Monte Carlo.
Ab heute tun es die historischen Boliden ihren modernen WRC-Verwandten gleich und starten zur Hatz rund ums Fürstentum an der Cote d´Azur. Das Besondere an der Veranstaltung: Es dürfen nur Renner teilnehmen, die zwischen 1955 und 1977 tatsächlich bei der Monte dabei gewesen sind. Was die Autos angeht, ist somit die Crème de la Crème des historischen Rallyesports am Start. Da trifft der Lancia Stratos auf den Austin Mini Cooper S, driftet der BMW 2002 TI über den vereisten Asphalt, röhr(l)t die Renault Alpine A110 an den Felsschluchten entlang. Exoten wie der FSO Syrena 104, Datsun 240 Z oder Aston Martin DB 2/4 sorgen für das nötige Salz in der Suppe. Besonders für Porsche-Fans ist die Rallye eine Reise wert. Denn die Zuffenhausener stellen auch diesmal wieder den Löwenanteil des Starterfeldes. Insgesamt sind sage und schreibe 352 Autos dabei.Doch wie es sich für eine Oldtimer-Veranstaltung gehört, geht es erst einmal eher gemächlich los. Das Teilnehmerfeld teilt sich in fünf Gruppen auf, von denen jede – wie bei einer Sternfahrt - an einem anderen Ort zu einer Zuverlässigkeitsfahrt startet. Bereits heute geht es in Kopenhagen los. Morgen nehmen die Piloten die Strecke aus Richtung Barcelona, Reims, Monte Carlo und Turin unter die Räder, um sich am Samstag in St. Etienne mit den Mitstreitern zu treffen. Von dort führt die Route über Valence und Gap in die monegassische Metropole Monte Carlo. Nun stehen nochmals rund 400 Wertungsprüfungs-Kilometer in heißem Tempo sowie 1.000 Kilometer Verbindungsetappen auf dem Programm. Auf Original-Prüfungen aus der Rallye-WM, unter anderem der Neuauflage der „Nacht der langen Messer“ auf dem legendären Col de Turini, müssen Mensch und Material an ihre Grenzen gehen – oder darüber hinaus!Dass sich die Strapazen lohnen, wird den Teilnehmern spätestens am Morgen des 1. Februar bewusst, wenn es der Gewinner Marcus Grönholm gleichtut und reichlich Champagner im Fürstentum verteilt. Wir drücken allen Teilnehmern die Daumen!

